Nebraska Staats-Anzeiger. (Lincoln, Nebraska) 1880-1901, October 03, 1895, Image 4

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    KEBRASKA STAATS - ANZEIOER, Lincoln, Ntb.
Wi-bruüa slaais iluuu;cr.
H Seiten jede Weche,
tfRcr i'ilual, Ji'Viiif?a(b.
li'.i südliche iu. Suaße.
, Ilt, iKrtatlriu.
Kntcrurt t tho Tust Oi'tice I Lincoln.
Nub., tut BcconJ dass innttr.
er DicbroStu etauii-V!ii,eifir" ettdicmt
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:lofcriMiia. Ü.-aüi rnitiaiUito tostet die.
, Statt . und mit Müt ortotw
Bodetttl;ä) ejtpcti'.it.
Pc3 Abonnement iius m 4!orüuSl'qoiiit
flivbjn
i-ofaluctü lt.' Ccnii per litilt
Donnerstag, den :i. Oktober IbOö.
OtUciiil Orfftin !
LiU jifsisler 0.
I3g Der Nebrastfn Staats - Anzei
get - ist die gröfUe deutsche Zeitung im
Staate und tigert jede Woche
H" Vi Seiten Jti
gediegenen Lesestoff, Uni 'Sonntags
ffii darf den besten deutiche Sonntags!
"sia'tcnt deii audti ebeubürtig an die
Seite gestellt werden.
Amtlich, crgan für Sfeuiceisjet
Conutq.
Die Rübenkultur.
Der bcmcikeiismerthe Erfolg der ilä
bcnkullnr mährend des Jahres k3!4 im
geachtet der ungünstige Witternügsver
hältitisse hat uns den Beweis geliefert,
daß die Zuckerrübe vollkommen geeignet
ist, unter unfern Bodenerzeugnifsen einen
Pla zu bcanspriiipen. In diesem Jal);
rc liabe viele i'andmirthe Rübii gc
pflanzt und sind die Aussichten für eine
reiche tarnte so günstige, daß Wahlschein
lich ein bedeutend größeres Areal im
nächsten Jahre mit Zuckerrüben bestellt
werden wird.
Da der Erfolg der Ernte in erster Zu
nie ans der Bearbeitung des Bodens b
ruht, so hassen wir, daß unsere Land
wirlhe, welche sich der Rübencuitnr toid
men wollen, die solgeudcn Worte beher
zigen werden :
Wenn auch die Bearbeitung des Bo
dens von großer Wichtigkeit ist, so ist
doch nicht zu leugnen, daß die frükeren
Getreidesorten bei Bestellung des Ackers
in Betracht zu ziehen sind. Wenn klei
nerc Getreidesorten auf dem betr. Grund'
stücke gestanden haben, so plüge man lln
frnul und Stoppeln, sobald das (Metrei
de eingelieiinst, unter. Wenn die Wittes
ung eine trockene ist, so sollte das Land,
nach Entfernung des Getreides, sofort
Ningepflügt werden und zwar 3 Zoll lief.
Das Pflügen hat den Zweck, das lliw
kraul zu beseitigen, bevor der Samen
vt ist ; auch befördert das sofortige Pflii
gen die Berwcsung des Unkrautes und
der Stoppeln,
Das Pflügen lockert den Boden, so
daß das Regeuvasfer nicht abläuft, fon
dcrn in den Grund dringt, welches nicht
nur das Tiefpflügen im Herbste erleich
tert, sondern dem Boden auch fruchtbare
Substanzen .tuführt, welche natürlich der
Pflanze zu Gute kommen. Dem Pfluge
sollte die Egge folgen, da ein gutgepflüg
les Grundstück nur ein Drittel Wasser
durch Ausdünstung verliert, mähren
eine feste Oberfläche durch Ansdünstung
schwer in Mitleidenschaft gezogen wird.
Nach jeden, schwerin ilcegen sollte die
Egge in ihre Rechte treten. Wenn das
Land nicht sehr fiuchtbar ift, sollte es
gedüngt werden, da der Dünger eine
reicheie Ernte sichert und den Zuckerge
hall der Rübe ebenfalls wesentlich für:
dert. Nach dem liefen Pflügen sollte
unverzüglich gedüngt werden, DcrDün
ger soll vor dem Gebrauch vollständig in
Fäulnis; iibergcgaugeu sein. Das ge
wohnliche und tiefe Pflügen sollte
Herbitc geschehe, wenn dies aber nicht
thunlich, o sollte der Landwirth so tief
als möglich pflügen. Keim vermoder
ter Dünger ,cht zu hab, ist, so läge
inaii dn fiischni Dünger mährend des
Wmier aufhäufen, stall ihn in, Herbste
zu stieuen, Ter Tüngerhonfkn ,sl stets
leucht zu kalten, damit er nicht in Brand
gerathe. Um Wasser in genügender
Menge zur Berjügui'z jii haiien, sollte
der Düngerkauseu in der Nahe einer
Pumpe hergestellt werden, Macht den
Dünger nicht n naß, da sonst eine Ber
zögerung in der ZeiseKung desselben ein
treten dürfte.
Die TiTtfcnheii eer Lust und de Bo
dens in dielem Staate ist der Zcrseyniig
des dem Boden e,noer!eib!en Dünge, s
nicht teionders forderlich. Da aber der
Dünger nur in vollständig zerkeytei Zu
stände den Pflanzen crrlfjeil'jatr ist, so
sollte die Willigkeit eine, Beklemm
gung des Peilleiung,proksf!s reu Tüll
ger? dem l'androiiilje deka ini sein, Gn
ter Dünger und die dadurch erzeugte
öruch!b.rke,t eihält den, Boden die
Feuchtigkiit und den Humus,
Im FaUe Rüden dort gtpilii;t wer
den, wo früher Koni stand, willen meist
die Stengel i d Wnrietn vockitänkig
enlfernl werden. Wenn dieselben ant
dem Felde bleiben, o b.rntcn sie der
tirilier der juogen Niide im Fuchplir
große Hiideinifle, iue,n die Äener
CuUtvat?: die 'lornstenqel aus de.iiiz
den,z,ehe! unk gleiebieiiig die üben
xft?i,zche! auirlx.-u. Da Btxh :.i
ein m'i,-:. ii'.je :::rach: i, i.,'":g
üdt'lichc:. ät-i:t. Vai ,',,!':!,:
der ,Mtl!,,e! .z-.eii-t i .'':,!.-...:
kiz in ,ii.i: :ii i:b;: j?sari.:cnf Du 'r
;u itccuei: und d-i.m n:i: i-sli-ii u
begiNNiü, Tk i1; b;it:irq d f i5f
iiu Herti; dkn Psttheil, daß trt-:r&
der Bode,, , iner, gnz b,'n.'e: ?,,n
d Pt,üzeii finh ae'ieh:, aal
Saturco leiner ci.ie giosje Fläche l'anoiä
den ßioite au?gef,I, weduich es in ei.
nen guten Zuliand iür das konimenke
grühiahr verjehl wird. Der glp'lügte
Ba?en reilizni den Regen und das ge
schinolzene Tchiieewasirr uni, wird sich
der ode deirchnete chemi'ch Pie,cß
ollzikben, iy;.c- Litieiuvg eint gün
stige i.
Ätf das i'ijc;e:i nnii, wie b;a an
et'iüel, nr;i:.'n Wert!, gelegt icrrdcn,
ir.;n zn! ir;ftr auf er.; r:4 ; tr:r.I;
3 ul,iiäd:n Keffs kark, ! tl.i!,res
fiia dzile r.i Änkxiüchm i'pic,
An du:'t.
S;et r.at:rr Lukt end a
sich an d,e landmirlhschaflliche Versuchs!
station bei Lincoln, Rkbi., da dieselbe
stets bereit ist, bezgl. der Rübenkultur
Ausschluß zu geben,
F, L. L Y o ,
Professor der Landmirthfchafl,
Aus Rudland
wird geschrieben:
Im Gouvernement Wvlhunicn sind
vom 1H. bis zum 24. August 5,K4i)
Cholerasälle zur Anzeige gedrachi mir
den, von denen Ä, 11 liiMlich vcllansen
sind. Im Gouvernement Podolien sind
von, 21, bis zum 31. August 101 lil)t;
,'rafälle in Folge der Seuche berichtet
wordcii.
Im östlichen Sibiiien ist durch ikh
rere Tage anhaltendes fnrchlbarccs !t
geniveilcr großer Schaden angcrichlel
morden, Dörfer wurden überschwemmt
und viele Häuser von der gluih forige
tragen. Die Ernte wutde vernichtet
und iOas Bieh errruuk, llngcheurer
Slliaden wurde a der Eisenbahn ange
richtet. Es wird gemeldet, daß mit Genehmi
gung des Ezaren eine russische Bank mit
großen, Capital in Peking gegründet
meiden wird, welche in Shanghai eine
Filiale haben wird. Einige der promi
uentestcn ginanzleute und Kaufleute rn
Rußland sind an dem Plane betheiligt,
welcher heimlich entworsen wurde. Der
Freibrief ist eben ertheilt worden.
Dieses Unternehmen wird als e,n wei
leres Anzeichen dafür betrachtet, daß
Rußland entschlossen ist, dem commer
cicllen sowohl mie dem politischen Ueber
gewichte Englands im Orient ein Ende
z machen, Handels Emissäre aus
Rußland haben die chinesische Regierung
reichlich mit Geld unterstiitzt und sind
bc.'eilo in das Innere von China ein
gedrungen, mo sie die Engländer der
dräiigen. Ein heuliger Arlikel des
Globc" deutet die Besorg, ß a, mit
welcher die Engländer die Sachlage be
Irachten. In dem Artikel heißt es:
Rußland wird von China ohne Frage
das Wegerecht für die transsibirische Ei
senblih durch die Mandschurei erpres
sc. Es steht uns ein Kampf um das
Uebergcmicht in Asien bevor. Wenn der
englische Einfluß nicht ganz und gar
untergehen soll, müssen mir iinoerzüg,
lich das Unsere in dem alten misteihaf
ten englischen Geiste thun, Tank uiife
rercn guten Beziehungen mit Japan iull
ten wir im Slande sein, jene Macht zu
unserem Vortheile, politisch sowohl mie
commerciell, zu benutzen."
atarrh kann nickt geheilt wer
den durch lokale Arplilticmn, da ne du,
Siß der Kranthcik mcht rrreich: können,
alarr'i ist eine Blut- nd ,oustiilll,ons
Äiaiiklieil und um sie zu heilen, müßt ihr i,
ciche Hcilniitiel nehme. Hall's aiarih,
Unr xoitti eingenommen und wirkt direkt a f
das it iut und sie schieimige Oberfläche.
Öall'ä jtatarrh'kur ist keine Ouactsail'er
Medici Sie mudc seit Jahren von inicm
der teilen Aerzie dieses Landes verordnet
ui d ist ein regeiNiäizigrs Recept, Sie besteht
ans besten bckannlcn Tonica, verbunocn
milden besten Blutreinigungsmiilel, die
direkt ans die Schleimobersläche w.rlea,
,e ollkommene Verbindung der zwei )
stinllheiie ist es, was solch' wundervolle
Rciuilaie bei der Hkilung von aiarrh her
vorbringt. Laßt Euch Zeugnisse umsonft
schicken,
g, I SchenenckEo., Toledo, Ohio.
Berkauft von allen itroiheke!! i!c.
2it schmäl, licht (schlug d,
Souverän' roszioge der
vd kvows.
Wie ein Blitz aus heiterem Himmel
traf die Nachricht, die Souv, Großloge
habe auf ihrer Tagung in Atlantic Eiln
deu seit einer Reihe von Jahren reoel
mcißig auf den Tuch gelegten Vorschlag,
Wlithe, Ichankwärier wie professionelle
Spüler von der Mitgliedschaft aus;;
schließen, mit großer Mehrheit angenant:
men, alle liberal gesinnten und ganz bei
sonder die deutschen Ordensmitglieder.
Wen man bedenkt, daß derOrden vor7ii
Jahren in einer Wiithjchajt tu BaIIi
liiot gegründet wurde, daß die l'ogcn sich
bei Ale versammelten und qualmende
Thonpjeisen eines der Attribute :eö i!o
genzimmers waren, daß der Gründer des
O'ens, Tkos. Wilde,,, dessen Gedächl
niß durch ein erhabenes Monument in
Baltimore geehrt wird, lange Zeit selbst
die Wirlhjchaf! zum Siebengestirn da
sclbst betrieb, muß man zu der Ueberzeu
gung gelangen, daß das Odd gellow
ihum gewaltige Phasen durchschritten
haben muß. bis es Uhin gelangen konn
te, daß die Mehrheit des oberste gefetz
gebendin korpers ans Muckern und
Tuipercnzl!,rn ziisainniengesetzl ist, die
einen derartigen Bcsidliisz annekmcn.
Da hatte Er D. D. G, M. Dr. August
F. Fich am Ende doch recht, al er
wäkiend der jüngst i Jamestom aoge
liiiltenen liroß!ozesi!,i!Ng Les Ziaates
Jiioi iloiE, angeekelt durch das heuchle
tischt Gedabren der Woriführer, eniiü;
stet ausiief: Wir Deutsche gehören in
diese Gesettsch is! übeikaupt nicht hinein,
wir sollten uiiiere e,gec Großloge ha
den,"
Daß der seiner toleranten Grundsätze
halb,! so geivaltig empvrgedlühle Orden
unter solch' kurzsichtiger ,iüliiunz einer
ernsten KusiS enlgegengehe'i muß, ist als
Ii Teilenden klar: denn eine derartige
j evormunung ,rwach!encr Manier, ist
ei direkter Schlag gegenZ all' das, was
.!? d Fello!!! bisher als eie
jei,ij!pien Erklärung miamiuenzeiaßt
!.,'!
Sine, :iier wakü Odd Z.llaw
ie ist c.kc e eiewalliz.- !!!, ".!e-o.,!
!t:c;;:o:i et.atn den Bi'ihiß ,r.lii:i,tt
we:5i ,, l'J M- li;nf!i,i t'.Uul!:ii c.iija
üi il'e. S.upisinke! 'ich oe!!e!ie
:n'i! Schon da? Zii'aoi'iieiiziei'en
eine! zum zrx! Ttjeil rech, a.ad,!ren
tttane von Geichäfislcule,, m,t .roc.
sionellen Spieler ist ein Hahn aal ken
Ood jScUenjjrnütTa, da weder Ra.ig
nech Stand, weder Sektenmesen och
politische Anschalliingen kinenMan aus
ichließen dürlin, wenn isnst sein ZKa
rakirr ein guter und er im Stande ist,
sich und seine Familie in nsiankei
Weise in erad,e.
Für Deut'che, 7:? dem Orden Statt
rt? Sl.:ke verlüven kuich rrali,l1s
Okd ZeU oldum. liezt in d' l.li
ch.n Einsiu ,g p,-lz,!:ili?n:l!:chcr li:
Ijrte (ine ri i'iali.iurj iu iciierem
.Jjia:'.i8iinü.tiii tät ijjimij tu ;'ct
en!ch.' iZreiijkU.
?eut,chlands grokes Iu
bei Jahr.
X.
B e a u m o n I,
Jedes unserer blutigen Dramen hatte
seme drei, vier Akte. So Weißenbnrg,
Wöith und Spicheren, dann CoureelleS
RoißeviUe. MarS-Ia Tour - Gravelolle,
und jetzt Beaumont. Mouzon, Remilly
und Sedaii,
Nach der für ihn so ngliiettichen
Tchiach, bei Wörlh hatte sich Mae
Wahon mit seiner Heeresabtheilnng in
Eilmärschen, zum größte Theil bei
per Eisenbahn, westwärts b,s in das
Lager von Ehalous i",d noch weiter
ach Rhei,ns zurückgezogen. Seine Ab
sich! war vielleicht m,i möchten sa
ge gemiß die einzig richtige, iiäm
lich diejenige, sich ans das starkbeftstigle
und wohl sür uneinnehmbar gelten kön
ende Paris zurückzuwerfen und unter
dem Schutze der furchtbare Forts der
größten Festung der Welt den Gegner
zu eiwaiten. Die Kaiserin . Regentin,
Schauspielerin Eaei'. nd Palikao.
ihr Kriegsmiiiister,, durch und durch
Soldat, das ist er, ertheilten ihm aber
den bestimmtesten Befehl, Verbindung
mil der RheinAr,ee" (fataler Name)
des Maischalls Bizaine anzuknüpfen,
um mit derselben gemeinschaftlich über
die Deulschen herzufallen.
Die beiden Herrlichkeiten" suhlten
bereits heiß unler den Sohlen auf dem
Pariser Pflaster und wallten um alle
Welt die Pariser, welchen sie in ihien
Berichten über die bereits stattgesunde
nen Schlachten und Gesichte so grobe
Lüge vorgepredigt hatten, nicht och
mehr erregen dadurch, daß ihre, angebe
lich nur durch geringe, von ihr erlillenc
Schlappen am Weitermarsch ach Berlin
verhinderte Armee, ,, sich bis u!er
die Mauern des Herzens der Welt"
(Paris, l Victor Hugo) zurückzöge.
Der ,,olle" Napoleon, der arine
steingeplagte" Kerl, saß beim Herzog
von Magcnta", nachdem er noch den
ersten Schreck bei Metz mitgemacht hatte
und mit knapper Noth der Gefangen,
ahme entkommen war. Er wollte um
Alles in der Welt jetzt nicht wieder in
die schnöde Lutctita Parisiorum" hin
ein. Er wußte, man wüide ihn nicht
mit weißgekleideten Jungfrauen, ßor.
beerkcänzen ic empfangen höchstens
mit obligaten Steiumürfen
Einen Plan für die Wetterführung
des Feldzugcs entwarf er auch nickt
mehr, das überließ er seinen Feldherren;
hatte man ihn doch bereits von der der
weilige französischen Regierung ab
und Bazainc an seine Stelle gesetzt,
Er war schon ein Schatten geworden.
Nur wenige Jahre, und der Hades
nahm ihn i Wirklichkeit als solchen
aus,
Mac Mahon gab den von Paris ihm
erlheilten Weisungen nacy, tiotzdem er
von Bazainc a. Morgen des .August
eine Depesche erhielt, daß dieser in Folge
seiner svo ihm allerdings gemeldet cn
Niederlagen nunmehr in der "Mausefalle
Metz" säße und ihm wissen lassen
wolle, wann er im Stande wäre, nörd
lich von der jungfräulichen Festung aus
zubrechen und ihm die Hand zu reichen.
Mac Mahon marfchirte. Seine
Gksainml,,ärke bestand aus circa 140,00
Mann mit 400 Kanonen und 85 Mi
trailleusen. Er wandte sich ostwärts
der belgischen Grenze zu. sMoltke soll
seinerseits, als er von den Bewegungen
der französischen Truppen sicheren Be
richt hatte, anspielend auf das vor der
Schlacht von Wörth von Mac Mahon
besagte: Jetzi habe ich euch Preu
ßen!" gesagt haben: Jetzt habeich ihn! '
Und er bekam jhn-dcn apolium,"
aber wie viel Blul kostete es?!
Am 2b. August hatte man bereits in,
Hauptquartier der deutschen Bundes,
seldheirn, welches sich zu Bar lc-Tuc
befand, die Absicht MacMahon's, ach
dem Nordosten aufzubrechen, seinem ein,
geschlossenen Oberfeldherrn Hülfe zu
bri"ge, erralgen, und traf natürlich
sofort Maßregeln, solche ins Sasser sal
len zu lassen Sie war aber nicht leicht ,n
erfüllen, die Aufgabe, welche die Heeres
leitung 'er drille Äriuce, der Siegerin
von Wörlb und Wcißenburg, stellte.
Mit Ausnahme jedes Rasttages ar
schirie die 31)0,001) Mann starke Armee,
b;i furchtbarem Regenmetter, verschie
dene Tage, zeitweife von der vierte
Morgenstunde an bis zur zehnten
Abendstunde voran, der Richtung zu,
wohin sich, genauer Kundschaft gemäß,
der Feind wandte
Schreibt ein Sachkenner, der dabei
war: Mit musteigilliger Umsicht wurde
der Vormarsch der einzelnen zahlreichen
Kolonien in der neuen Operaiions
ricdiunz dergestalt geordnet und sestqe
setzt, d?ß wöbrcnd aller dieser anschei
ne,,S so veemickelten Marschbemezungen
nicht eine einzige Kreuzung de, Kolonnen
vorkam, obschon mehrfach, je nach den
ollmälig klarer beioorlielenden Abstch
ten des Feindes, abändernde Befehle
crlbeilt weiden mußten. Die schnell
u:d pünktlich ausgeführte Rechtsschwen
kang einer über 200,000 Mann starken
Arm e und Keren rechtzeitige Konccn
lrirung aus dem entscheidende" Punkte
zählt unier die g'oüariiasten Leistungen
einer alles vorauo 'rechnen'? HeercS
lriiung. Eine besonders große Schmie
rizseil bot die Regelung und Sicher,
fteUung der Verpflegung dar. 't,ibüer
waren sämmtliche erpilcgungSTiach
,chne aus den direkten Pormarsiii gezn
$-a trckmet; die plötzliche und uu
?0'le,qj'!ek Scitwärlsschiebung, na-,:!-,:!
iiä) "er I. Armee nach Rotdv'ke,
-!iai,crie alle dieie i'eibäünoie d.r.,e
üait, da iic neu g'ardnel welden tim:ä
Itn. ?iuch ticit Icarier,gkeil irutDt
jedoch daich mnöitze und r,nzestitnglk
Tdäiigkiil der mit der i!Zelifleg,ing de
auiiragken Bchidcn icweit überwunden,
daß d,e Truppen keinen Acangel zu leu
den hatten."
iii bundesfeldherrliche Hauxtguar
licr befand sich am f: ?ugut in Eter
mont und am 2'.'. in Gran-Pre.
Zlm ii Sierra Tae deabncht,zle Mac
Mihon, er- Maßüierq.!ng ieiner r?
mee i beerk'tilliaen, iicd.'eiu dieicld,'
am afi, iuüot dc stürmiicheu Wetters
ege nur wenige ,Iin zuiückze
!eI ha!'..
Die ?c,v!in ur.ier seinen Irukne
mal in eg'.er Zeit de?t!?!!ch qelc.ieit,
hauptsächlich des Umstandcs halber, daß
ihre Berpflegung eine sehr niangellate
war und die Herren Offiziere selber
ihren Uniiiiilh über das Hin- und p:r
ziehe und da saumselige Oberloui
inando nicht verbergen konnten
Nur ei einziges Corps der Anne,
das 12., aelanale am Abend des 28,
August über den Fluß, und zwar bei
Mouzon. Frühmorgens am folgenden
agc ging dann das erst? Coips bei
Remillu hinüber. Das S, Eoips nach
ligle bei Bcanniont, das 7. bei Ochcö,
Als der Tag sannt herauf dämmerte,
erschien Mac Mahon bereils in den
Lagern dieser beiden Corps, um die
Leute zur Eile anzuspornen, den Fluß
zu überschreiten,
Douai), der gührer des 7. CorvS,
brach auch sofort auf, kaui aber ducch
den enge Thaleifchitt von Nonne
nur mühselig ooiwäits.
De Failly, der das 5. Corps leitete,
war aber leichtsinnig genug, erst och
gemächlich sei Frühstück bei Beaumont
zu rerzchr,,, ,,d ließ dabei alle, auch
die geringsten Vorsichtsmaßregel außer
Acht, so daß er denn auch total von den
Deutschen überrumpelt wurde.
Am Abend des 2i, August ergingen
vom Deutschen Hanptquartier zu Grand
Pe aus die Befehle zum weiteren or
marsch am nächsten Tage, und pünktlich
wurde ihnen Folge geleistet.
Früh um sechs Uhr, am Morgen des
30. August, brachen die Hauptkolonnen
ans, die Avantgarden halten sich schon
srüher in Marsch gcsetzl und Kavallerie
Patrouillen rekognoSzirteu mit den ersten
Sonnenstrahlen das Gelände,
Die Maasaimee mit dem 4, und liZ,
Corps in erster, der Garde in zweiter
Linie drang in der Richlnug aus Beau
uiout vor.
Links davon maischirten die Bayern
von der Tann's und etwas weiter links
rückwärts von diesem ging das 2, bai,c
rische Corps vorwärts. Die übrigen
Truppen der dritten Armee waren noch
zu weit links rückwärts, als daß auf
ihre Mithülfe gerechnet werden kannte.
Die Trains blieben zurück.
Die Linie Beanmont'a Besace galt
als Ziel,
Wäh. end die Deutschen immer näher
und näher heranrückten, saß Monsieur
De Faill,, mil seinen Osfizieren noch
iiier gemächlich beim Frühstück und
seine Soldaten ließen sich es auch wohl
sein.
Daß schon binnen weniger Minuten
deutsche Granaten tu ihr friedliches
Lagerleben hineinschlagen würden, ließ
sich keiner träumen.
Mehr noch selbst gewarnt, ver
harrten Generale und Soldaten in ihrem
unverantwortlichen Leichtsinn.
Hart am Waldsanine südlich von
Bcanmont liegen dicht nebeneinander
eine Ziegelei nnd das Hospiz Maiso
Blanche.
Jene war im Besitze der Familie
Burdo.
Die Frau Burdo war mit Brodbacken
beschäftigt, als sie vom Walde her ein
dumpscs Brausen vernahm. Sie trat
vor das Haus und blickte zum Wald
hinüber. Da sah sie zwischen den Stäm
men Hclmspjtzen und Bajounette blitzen
una vernahm das Fußgestampse von
Mann nd Aioß
Eilig stürzt sie jetzt den Hügel hin
unter in das französische Lager, laut
rufend :
. Die Preußen kommen! '
Lachend entgegnen die Soldaten:
Wir kochen ihnen ja schon die Suppe,
Müllerchen."
Der Sohn der Zieglerin, Jean Bap
tiste Burdo war während dieser Zeit
in's Städtchen gelaufen, wohin aver
schon vor ihm seine Schwester Consiance
und der Pächter Jurtoii den Alarntruf
getragen hatten,
Jurion begegnete einem General auf
der Straße und rief ihm zni
Die Preußen sind im Walde, dicht
bei der Ziegelei!"
Der General erwiedertem
Ihr lügt!" und ging weiter,
Jean Burdo seinerseits war zur
Mairie geeilt, wo De Failly mit seine
Generale beim Frühstück saß. Er tras
im Hausflur eine Brigadegeneial, dem
er zurief:
Preußen find im Bois D'euiel,
2 Kilometer von hier."
A das, lind wohl nar ein paar
übermüthige Ulanen," sagte dieser und
drehte ihm den Rücke zu.
Im Psaarhausc waren MilitäcärUe
und Jntendanturdeamte beim Frühstück,
als Bauersleute von Sominauihe jam
mernd he, einkamen und klagten:
O, die Preußen sind in unserem
Dorie!"
Eine Frau stürzte athemlos in die
Mairie. schreiend:
..Die Preußen sind über Euch!"
Nur mit Mühe, ja last nur mit Ge
walt kann sie zu De Failli dringen,
welchen seine Akjudanten und Ordona.
zen nicht beim Frühstück gestört missen
wollte.
Der General hviledann die Warne
rin an, ließ sich aus einer an der Wand
bangenden arte der Umgegend die
Stelle zeigen, mo sie die Preußen a
sehe haben wollte," dankte sür die
Mittheilung und frühstückte weiter.
Jetzt aber ertönte eine andere War-nung-stimme,
der man schlechterüings
Gebär schenke mußte.
Die erste deutiche Granate .' der 4.
vom Hanpimann Wermelskirch beteh
ligle leichten Batterie des l, Fetdarttl
lerie Regiment gefeuert, kracht r Mi
nuten ach 12 Udr vom Walksaume
das Franz.-fenlager hüe,n,
Dr Schuß kam aus einem :ichk
vom 4 Vlrmee-Eorp. welches an dieiem
Tag: das meine zu id ia und zu leide
haue,
Tir',, Franzosen im Lager süd
lich rtn Beau.i.ont, deren eneral ts
pari mit den meill. Stadsoiniiere
diinnen im Städtchen war, ward? also
vollnäiidig üdirrasch!.
Trotz der inicbterlicbe Bermirrung.
m welche sie q?rie:h?n, bewiesen sie sich
taxier wie Männer.
In kleineren und g:ös:eren Haufen,
wie der Zaiall sie zusammenwurielte,
wai'in sie sich mit tri-cri raiZ, aaia ra'i
ten Wien den aus k,m Ka'de h rvar
bieaVnVa Teuiich.n entzeien.
l!;r.,'onit! ll-i.'.u'b!!!, krana tii
Ztut'.bt Zuüssik in'i Lazet hinein,
,:,:! Ztsld,- und !k5?lkrtt die zuiam
-k:-!i-nz?!o'e dei ??:
sich her treibend, nach Beanmoat hine,n,
durch welches dieieidc i wüstem Wirr
warr sich auf die nördlich gelegenen An.
högen rettete unter den Schatz der dort
stehenden oepsgenossen. Ihr Geschütz,
ihr Gepäck und das ganze Zeltlager siel
in die Hände der Deutsche,!,
Tee so unsanft vom Fiilhstückstiich
sortgerufene General De.Faily nah,
in seine! Stelluug nördlich von Bean
inorl den Kampf auf, aber so tapfer sich
seine Truppen auch schlugen, der Tag
war von Anfang an für sie verloren.
In dem MaßealS die Deutschen mehr
uud mehr Truppentheile vom 4, und 12,
sowie vom I. bäuerischen CorpS znin
Aiigirsf vorzuschicken vermochten, wur
den die'Höhcn hinter Beaunwnt sür die
Franzosen unhaltbar und mußte sich
Failly, um nicht ltnkS durch die Sachsen
nnd rechts durcy die Preußen und Bu
ein übeiftügell z werde, zum Rückzug
aus Mouzon einschließen, von welche,
ihm aus dringendes Bitte der General
Lebrun ach iiud ach '6 Brigaden vom
13. Corps zur Hilfe sandte.
Dieser Unterstützung hatte es das
hart mitgenommene Corps allein zn
verdanken, daß es nicht vollständig aus
einander gesprengt wurde. Um den
letzien Andrang der deutschen Verfolger
auszuhallen, opferte sich heldeiimulyig
das 5. Kürassierregimenl vom 12. fran
zösischen Corps. Sein Oberst Eonten
fon siel beim ersten Anprall und es
wurde vollständig aufgerieben. Wa
von den Kürassieren nicht unter den
deutschen Kugeln gefallen ; wurde in die
Maas getrieben und suchte schwimmend
über de glich zu koinmen. Aber in
Folge der Erschöpfung der Pferde er
trank die Mehrzahl der Mannschaft,
Das 7. französische Corps vermochte
dem ö, keinerlei Hilse zu bringen, da es
durch die von Beanmont hersiürmende
Bayern, sowie von andern Trnppen
theilen der ;$. deulschen Armee hart be
drängt winde.
Häite der Anbruch der Nach! nicht der
Verfolgung der Deutschen ein Ziel ge
setzt, würden das , und ", . Corps der
MacMahoii'schen Armee wohl vollstän
dig vernichtet worden sein.
Denn wie wehrlos dazumal diescTrup
pen waren, das zeigt die wirrsälige 11
behilflichkeit, womit sie die Nacht hin
durch ihren Maasübergang bei Mouzon
und Remilli) bewerkstelliglen.
Der Tag bei Beaumont kostete auf
beiden Seiten wieder viel Blut.
Auf deutscher Seite waren i-t Offl-
ziere und 02-2 Soldaten todt nnd 10Ä
Offiziere und 2530 Soldaten verwundet
worden.
Die Franzosen verloren ihren Anga
den zn Folge an ToSlen und Ber
mundeleu 'S00 Mann, über 2000 im
verwandele Gefangene, 42 Geschütze nnd
viel anderes Kriegszeug.
Die Eniveckung rettete sein
Leben.
öerr G. Coillouette. Avolbeker in Bca
veiSoille, Zll, sagte: Tottor K,g's
New Tiecoverh v?roanke ich mem L?bcn.
(Zch erftanf te an der Gripoe und venuchli
alle A?,ztc im Umkreise von Meile, aber
es halt nichts und man sagte mir, da ich
nicht lebe toane. Da ich Kina'i R'w
Tscoae, in me,ner Acoideke datte,
(aol ich ach einer Flasche ano be,!
das Minel z gediauchen. Nach der er
sie,, TosiS sta sich mein Zultrno iu bes
ler an m.i, nachdem ich drei Flaschen
aa'aebcaucht, mir ich m,eoer ffus meine,!
Fugen, (Sa ist sei Gemichi in S,,lt
me'to. Wir wolle m, der m Geschälte
ach Hause ohne ?asselde ,e Machen
Sie Miie kostenlosen Verluch in I H
vaiteij e Apolgete i
&uv Vigenthumssrage.
Hon Ferd, schwerer.
Woran erkennen mir das Kommen ei
er neueren Zeit? Wenn lang genähite
Borurtheite eudlich zu schwinden anfan-
gen die Blinden ehe. Wenn gelalim- !
te Kräfte lich neu beleben die Lahmen
gebe. Wenn das sittliche Beidcrbc
erkannt und tief empfunden wird die
Ailsstiyigen werde,, rein. Wen tau-
cubut.nl verkundcie aber immer über
hörte Wahrheiten endlich Eingang sinden
die fanden hören. Wea daseral-
tetc unoAbgestotbenene eine, neuen Le-
den Platz macht die Todten stehen aus.
Wenn die ewigen Rechte der Menschen
in edcm Menschen auch dem Acrmsten
crkaiiiil ud geehit werden den Armen
w,rd das Evangelium erkundet.
Schleier, achee.
Viele, welche meinen Artikel über die
kommende noihwendige Revolution gele
skn, werden denken, daß die Gesahr nicht
lo groß sei, indem blos uninsliedenc
ocialilten und Anarchisten das Volk
aufzuwiegeln suchen. Dieser Behaup
tung gegenüber will ich einige Art, sei aus
ganz conlervattven Zeitungen copucn,
weiche zu dem ßgleichen chlnß kommen
und beginne ich mit einem Arnkel aus
der Amerika" von St. Louis vom 2.
August, worin die soziale Frage bespro
chen und namentlich ein unbeschränktes
Eigenthumsrechl an irdischen Gütern
bestritlen wird. Der Artikel tragt die
Ueberjchrist ,,Z r.E i g en i h m s
frag e" und lautet:
Mit eoem Jahre wird, namentlich in
den Ber. Staaten, die Klust iwi'cden
Reichen und Armen großer. Uagebcure
crniogen faminel sich in den acen
Eiie,ner, da der Wind unserer wirih-
ichalllichen Entwickelung und die Sonne
unserer Gefeygeduiig d.m günstig fi,,d.
Andrerseits weiden alliahilich Mas
feil von Ärneitein, durch Eifin dang nu
ll, er iituti Maichinen enibehrtich gemach!,
die noch Belchailiglen aber können nur
in de fellenüen Fä !en während a
ganen Jahics unanleibrvchen aid.,i-.n.
Sogenaanle gefchäitlich-ii.iien d?-.n'!ii
das
Unter solchen Umstände ach,! die
Eiditierung. und das Gtfiil'.I i,t allge.
mein, das,' ca? imanzigsle Jahrhandrit
enisetzliche Laihliiiroxizen in Icinem
Schooük birgt.
Ohne Zweifel liegt d,e Wurzel des
Uebels da, t, dafz die viienlliche Mci
nng, un? i,i ctge dselbe die staatli
che iiiefetzgediing von kc. a,!e vern.iü)
llgen E,q:'!cuiidezri'j gew:.!.n in,
Te.lii in cer Tlzii ti,g! der :-.:-f-.i
Mir!l,icha!llich,n iznki: der retder.
che In:!)!: -n la,,lc. das, der -!.
ssolu'cr He:r d rja i! n, mit !i rl:
edtr Ui'.üJ:;, .ei, cnen ,.zea.,
IN.' Tl,u ?!:! IN den rtkz,z.t .!
reu Bsj?k I tt-sr i-tti---
ten und in feiltet : klassischen Schrift :
,, Die Arbeiteisrage nnd das Christen
Iham" sührte er dar,i,u aus. daß nur die
Rückkehr der ossiittlichen Meinuvg d
der staatliche,, Gesctzgcdattg zu dem al
le veriiiiiistigen Eigenthiinis Begriff,
mit den daraus fließenden Beschranke,
gen, den schwersten socialen'Eischülter
gen vzibkiigctt könne.
Ganz im Sinne de verewigte Bi
schofs von Mainz hat min der rühmlichst
bekannte, ausgezeichnete Jcsu:I, Pater
Pesch, in der neueste Nummer der
, , Stini in .'ii aus Maria Lauch" die in
Rede stehende wichtige Frage wieder aus
giiiomme. Seine Arbeit, die den Titel
fulirt, Pflichten und Schlanken des
Eigenthums" zeigt ooieI gelullte Men
schenve, stand und ein so gründliches Stu
dium des !h.,ii,as von Aguiuo, das; nur
es uns nicht versagen könne,,, die Haupt
sähe daraus hier otzniheilen:
Der Mensch maß zunächst anerken
nen, daß alle Crraturi' und darum auch
die matenellen Güter immeidar in wc
feullicher Abhängigkeit von Gott verblei
den, als Geschöpfe voll und ganz nur
Gott allein gehören könne,,. Gott Zer
scheint demnach als der einzige muklich
absolute Eigeulhiiittcr aller Dinge, d
dieses Recht' Gottes ist, weil in dem W?
seit deS SchöpkerS und 'der Gefchöpsc
begeiindet, uoeiäßeIich, Keine Ber
theilnug, kein Besitz und Gemahheit,
kein Gesetz darf uud kau an dieser we
sentliche . lhteioidnung der Geschöpfe
etwas ändern.
Gott gegenüber ist und bleibt der
Menfch aljo i-nmer nur ei Lehens, lä
get, ein Verwalter, ein Nutznießer sei
ner Gitter,
Darum kann der Mensch aber auch
nicht mit seinen Gllier ach Belieben
schalten u0 walle. Sei NutzuugS
recht gewahrt ihm blos die Befugniß,
die irdischen Güicr so zu benutzen, wie
Gott es will. Der Mensch muß die
Ordnung, die Gott in der Nutzungs
weise festgesetzt, anerkenne. Er hat
immer das Recht, de Gebrauch der ir
difche Güter dem Zwecke zu entziehen,
wozu Gott sie bestimmt hat. Dieser tu
stere Zweck aller irdischen Güter ist aber
ebenso in der Natur selbst wie in dem
Worte ausgedrückt, das Gott nach der
Erschassuug zu dem Menschen gesprochen
hat: Siebe ich habe Euch gegeben al
les Kraut, das sich besamet ans Erden,
uud alle Bäume, die in sich selbst Sa
men haben nach ihrer Art, daß sie Euch
zur Speise seien,
ES dars demnach vor allem die Hab
sucht nicht de Maßstab für das
Recht und die Ausdehnung des Besitze
abgeben. Mit wuchtigen Schlagen gei
ßell der hl. AnibrosuiS dieses räubenjche
Laster: Wie weil wird Euch curc un
ersätlliche Habsuchl noch sühren? Wollt
Jr denn allein das Rech: haben, ans
Erdcn zn sei,,,? E- scheint, daß der
Arme Euch allein ein Uhrecht zufügt,
weil cr noch einen kleinen Besitz hat,
nach dem Eure Habsucht gelüstet! Ihr
jiieiiit zu glauben, daß dasjenige, was
Euch noch nicht gehört, Euch mit Unrecht
entrissen morocn fei. Um keinen Nach
barbesitz mehr sehen zu müsse, möchtet
Ihr Euer Eigenthum ausdehnen bis ans
Ende der Erde! Die Erde wur
de Reichen und Annen gemeinsam gege
den. Warum wollt Ihr sie sür Euch al
lein in Anspruch nehmen i"
Dies sind sozialistische Grundsätze und
jeder Socialist würde obigeu Artikel un
terschreiben, nur würde er das Wort
Gott" durch das Wort Staat" er
fetzen, denn der Schöpser hat ganz enl
schieden die irdischen Gitter nicht für sich
selbst, sondern zum Wohle der ganzen
Menschheit schassen, deßhalb ist nicht
Gott, londern das ganze nunschliche Ge
schlecht absoluter Eigenthümer die, er
Güter, der Staat ist aber der rechtmäßi.
gc Vertrete: des menlchlichen Geschlech
tes, meßlialb al)0 Eigenthumsrecht und
Bermallung dieser Guler von Rechü-we-gen
den, Staat zufallen.
Hirt entsteht also ein Eompeienistreit.
Ist, wie die Sozlalisten behaupte, der
dtaat als Peilreier der ganzen mensch
lichtn Gefcllichtt absoluter Eigenthümer
aller iröstchen Güler, dann hat der Staat
dieNutznieizung de.felbcn so zu reguliren,
daß es jedem Mensche möglich wird,
feine unveräußerlichen Rechte aus i'ifliu,
Freiheit und Streben nach Glückseligkeit
aiiSzuiibcn, .st aber, wie der Jejutt
Peich behaupte:, Gott der absolute Ei
genthümer &,eti Güter, dann wnd, da
Gott die Eigentumsrechte nicht leibst
ausüben kann, sein Stellverlteter
und die Fürsten von Gottes Gnaden,
als Lerwalter emtiete und die gerechte
Anweisung besorge. Dies ist der alle
Eigenthumsbegriss des Mi.ielaltas zu
welchem uns die Amerika" und Bischot
Ketteler wieder zuiücksühien wolle.
Gestutzt aus dieses absolute Eigen
iliumsrechl Gottes, hat das Eoncit in
Toulouse im Jahre 122!, folgende Be
liimmiingen aujgeilelll:
Jeder Fürst, Gutsherr, Bischof oder
Richter, der eine Ketzer veifchoni, soll
seines Landes, Gutes oder Äiutes vertu
Ilig gehen ; jedes Haus in welche,,, ein
üdeger gesunden wiio, soll niedergerissen
werden "
Im Falle dr Staat absoluter Eigen
thümer ist, hätte jeder Bü'ger ein Wort
mitzuipiechk ; im Falle Gott absoluter
Elgenihümer i, ?are die Enl'chükang
seines Aicueecirete s entgüllig.
T a,n,t waien mir also w,e?er aui den
mittelalterlichen FcudaiiS uuz lurück
g.ksinmen und damt wäre dann mit
einem Schlag die Errungensiiasien der
Resormalion und der fraiizsji'che Kevv
iiit,en wi.der vkrn,ch!el, Svüen i
ro!i!"ch wicker d.hin ukl,llk-.en.'
Getiesgiiaee-tlza,!-. und ieldprcyeotaam
sind dun Projelt gun'lig giii.,!::.
Wnd das aasgekiäne Polk des V.
Jabibunderls die mi! großen Oc:e;r.
ir'.r.'t::n '.ünitaafttitaftfi o.r "isio:-a-jticn
ur. dt; itaajtvificn i:roluI';a
.i'üCti Dri',i,;V'ii;
Heilt opsschmerze
.Vi fia feilmit'.-l zea alle Ar i! oon
Hjp,'im-T'n t lt sich 'M'-fnie !s:::-Ts a
i,r ,r,ii ,-i,5 es.,,, t"5?ü e,n? n
n-iSr)! fifinj Vif je-, 5;e
t ;-rr.t s s-T.fn oc cr-t J ' i'n
-1 -r-it';:; -r :rir. ' -ai U.lriu &: l ?".'t
; '-:tiüi ui. x. tr' füll
ii- ; t'ir at: re.f.a, !, 'c "i .: ,u
!.-!,' a-S -I, - - i i,i. , .'!'
i' j-, : ,t i i - c ?, !--; f
1 i - i r, i , -C;i '. , e
. - .. I- !,: Ii '! d 1
i-V . : i
Bermisjt t5rbk".
Die nachfolgenden njgefoi denen
Personen oder deren Erben wollen sich
direkl an Hermann Marckworlh, Rechte
an,! und Notar, 224 nnd 22 B,e
Straße. Eineinnoti, Ohio, wenden, du
Niemand außer ihm Ausschluß gebe
kann, Hermann Marckworlh beorg
die Einziehuag von iiachdenannlen und
allen Erbschaslen prompt und billig,
stellt die nöihigen Bollmachle aus. i,o
erlangt alle ersoiderliche gerichtliche
und kirchlichen Documentc, Heu
Marckivoilh ist durch seinen 40jähri,t,i
persönlichen und schristlichen Berkel mit
den deutschen Etbschastsgcrichten und
Banken, sowie durch seine solide Stel?
lniig, als der irfahrenste und ziiveeläi
sigste iUcrtretcr in deutschen Eröichalls
fachen anerkannt und nur sie befälngt
ihn diese gerichtlichc Asfoderiigc
vermißter Erden zn erlange,, und ,
allen bedeutende Blattern Ameiika's
; vetöffenllichen,
Am,ann, Friedrich ans Hauau am
Mai, angebl in Birgtnia Eity, Ncvada
Bemich, Franz Fcltr au? onitz,
Btöß, Erben von Joh Heinrich,
Bnyl, Jakob auö Stelle,
BürSncr, Emma ans W'lschinge,,,
Fosbach, Zlatharina Elisabeth aas
Homberg,
FrieSleben, Karl August Fücchtegott
und Marie Louisc aus Gera,
Hildebraudt, Georg Heinrich Fried
rich Kail aus Kiel,
Hcitz, Oscar Julius aus Hamburg,
Hcrtel, geb. Dvrfam, Elisabeth aus
Mörlenbach
Häselcr, Thomas Heinrich Ehristoph
Erik aus Hamburg,
Huinmcl, Ludwig aus LenteSheim
Herter, Eduard aus Müllhei,,,, an
gebt, in New Bork,
Kronenbergei geb, Schmidt, Liseile
auö Raitbach, angebt in Ohio,
iiocher, Andreas aus Ditziugcn,
Knorr, Joh Baptist, Ereszenlia und
M. Anna aus Ziegeldach,
Knauß, Wilhelm Jakob ans Gabel
berg, angebl, in Pittsbnrg,
Langloh, Hans aus Eppedo7f,
Leoerenz, Carl Friedrich Ernst aus
Schmerin,
Lchiter, Jakob aus Ueb.rkingen
Mayer, geb. Maiei, Karoline aus
Nagold,
Müller, Karl aus Grumbach, angebl,
,n Philadelphia,
Pseifle, Johannes und Karoline vereh
Maier aus Nagold,
Plocher, Benjaniin Gottlieb ausHolz
Hausen, Reidlingshofer, Joh Melchior ans
Buchkliugcn,
Üiainer, Georg ans Klinglbach,
Roßkopf, Joh Jakob aus Hüsingen,
Renz, Maria Barbara und JohGeorg
aus Einmingeti,
Rau, geb. Schuster, griederike Louisc
aus Leonbcrg,
Rath, Joh Georg aus Tettingen,
Stritlmatlea, Hermann und Jojef
aus Rotzingen,
Schwealer, Marie geb, Weiler und
Heinrike aus Michelau, angebl. in La
Porte, Ind.
Weigold, Petei aus Beitshetm.
s
Aus einem alten Volksliede
Lange litt sie viele Schmerze,
Ganz verzweiselt war sie satt,
Bitt'rer Gram wohnt' in ihremHerzen,
Das Leben ward ihr schier zur Las!,
bis eine Freundin ihr sagte: ,,Du könn
test bald wieder gesund fein, wen Du,
wie ich es gethan, Dr. Piercc's Faooiite
PreScription nehmen wolllest, denn das
ist das rechte Mttcel süo alle den Frauen
eigenthümlichen Leiden, Es ist unge
fährlich einfach uud sicher. Es oerlietb!
jene quälenden Krankheiten, welche den
Frauen das Leben vergällen, und knrirt
alle peinigenden Unregelmäßigkeiten, Uic
ruSbeschwerden, Entzündung und Eile
rung, Borsall und ähnliche Leiden Fer
ner hilit es gegen nervöse Abspannung
Niedergeschlagenheit, Schwäche, Be!!o,i
menheil, Hiipoaodrie und ve, hilft zu
erqnickcnden Echlas," Fi? folgle dem
Rath und ist jetzt gesund, gavoritc
Prescriptiou" ist das einzige Mitlei,
welches von Apothekern unier der positi
ven Garantie verkauft wird, daß es ge
gen Störungen uud Schtvächeiustänoe
des weibliche Organismus hilii, hilft
es nicht, so wird dos Geld zurückgegeben.
IST Jetzt können wir den Hu, bald
an den Nagel hängen. Nun wissen wir
es gemiß und zwar noch ganz genau, daß
die Welt am 2?. Aprit l',,0 um n Uhr
früh untergeht. Der protestantische
New Yorker Prediger Christian H
rald," hat es bis auf die Minute ausge
rechnet. Er schreibt: Zunächst kommt
cm großer Krieg, der im Jahre Ijj'.ii,
anlangt und Tod und Verderben über
die Menschheit bringen wird. Am 12.
März 1008 ci folgt die Himmelfahrt der
1 4.000 Christen, die den Tod nicht se
hen werden. Dieselben sollen an, 2 ,
April 1,104 in Jeruialeni zusammenkom
men. Vom August 190 a werden
mir außeroideniliche Naturerscheinungei!
sehen. Die vier Posaunen" meide
erschallen und ein großes Erdbeben er
folgen. Ein Drilibeil der Meeie wi,c
sich in Blut verwandeln und alles trink
daie Wasser mild bitte, werden. So
dann erfolgt da Schlimmiiei es e7olgl
!oein,no au, '-i. npiit lnus de, Unter
I gang der Well,"
! Erhl sei och. da,z die beki.iskndc
! Broschüre Banes in allen S:äs:.n der
' Union verl ,c,l! wird. Der Jri; !i der
, iciven !,d,t allgeme!-,,'i!au!en ,-,ier der
i aiigio-ainerikaniichc Po!estat!ü.
i" Es ist aneilannt, da , S.r
pzeln die Kran!!)k,t vnseics Ze:,al,ei--"
Tausende i;M ccer-n dkimgisl.
. ohne daß sie es w:s,en,
i E'' I ieii-er o,n,i!ann!. ka 0,111?
ftir;!:fiuutei Blut Leleb-r die' Me.;i
, 111,'eiiS Jeilaitcj i'I, um dieses Uebel
I zu vertreiben u:d die !eime ! z-rilö,
, ren, Taulen!-e bade:! su angewandt u.
! jaulende stimme uti bei.
Rieb! 1:1 S. otl i zu finden; wnd nur
j duich Lekalage,,!, ocrf.iu':.
i Her, Wt.otl, C-ern wa,ri
- Per ei ni-tes a:int,ss, ke t-.t
' !inei iiii ir. 3 r.nr.T v.
! coln d.leg -,- W--- -a 'l irue :v
, "e .'!:,', z -,'e, -Kr r;1- , ':. V
! '.n. T.-i Z,'an-:-,-i.i it Z'?'x :..t,-.
! kZ-i kitii s- '' d.i H.r.3 ,;.tc:t :r.j
j M'WK ?.-.