Nebraska Staats-Anzeiger. (Lincoln, Nebraska) 1880-1901, March 14, 1895, Image 10

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    Dr. penningtons Car&praris.
u dem.vnglischen von H. ffl.
Frau Grahzm war eine herzensgute
Dame, dre im reise ihrer Familie, eine
Sellebttn fitten und zweier vergöttert
linder eia glückliches Dasein hatte silh.
re können, alre ihr nicht ein Hang zur
SeldflquäUrei zu eigen gewesen, un!er
Um nicht allein sie selbst fondern auch
iore Lieben okt a leiden hatten. Bessn.
der in den lagen in denen sich unsere
wahr Begebenheit zutrug, m dieser
Zustand ein geradezu krankhafter gemor
de und diese! Mal auS trlftizen GcZn
den; waren doch auch alle übrigen Frauen
HRiittW in bojaradiger Aufregung.
Da Stadichen, hauptsächlich au den
Wobnunaen New Norker Ge ch! töleute
begebe nd. wurde nämlich von Dieben
heimgesucht und in rascher Aufeinander
folge na;en fünf Einbrüche ooigekom
men. Die Postossice kam zuerst an die
Reihe, wie e schien ei Probe für grö
fiere Unternebmunaen: dann folgten Pri
athäuser und in ber vergangenen Nacht
hatte die EisenbahnStatton an Orawau
pun'Ttraße daran glauben müssen. Die
Diebe hatten den eisernen Geldschrank
gesprengt und alle Geld mitgenommen,
l daher gegen Abend, wie die täglich
geschah, die grauen nach ver Vlatlon suo
ren, um ihre vom Geschift heimkehrenden
gamiltenmitglieder abzuholen; war nicht
eine, die nicht einen Blick der Angst und
Trauer auf da Häuschen von rothen
Ziegeln geworfen hätte, al erwarteten
fit einen sichtbaren Protest desselben gegen
feine Entweihung.
Die älteren Damen blieben in ihren
Wagen sitzen und unterhielten sich von
den Schreckenstaten der Räuber. In
allen Tonarten gab man der Erreznng
und Furcht Ausdruck. Die jüngeren
Leute. Mädchen und Knaben, ergingen
sich, lebhaft plaudernd, auf den breiten
Borplatz des ahnvoses.
Plötzlich trat eine allgemeine Unter
irechung in der Unterhaltung ein; dann
lief ein Murmeln respektvoller Verehrung
durch die Reihen der Damen: die Kutscher
auf den Böcken warfen sich in die Brust
und selbst die Knaben verstummten für
inen Moment, al eine offene Kutsche
an der Station oorfuhr, in der eine
junge, sehr schöne Dame saß. Und eben
so plötzlich kam die unterbrochene Unter,
Haltung wieder in Fluß, nur richteten sich
jetzt alle Redendenden an die Neuhinzuge
kommenen. '
.Wie geht e Ihnen heute, Frau
Marmaduke? tönte derselben von allen
Seiten entgegen, mit einem besonderen
Nachdruck auf da .heute", und al sie
erklärt hatte, daß sie sich wohl definde,
wurde ihr dazu allgemein Glück ge
wünscht. Hierauf trat erneuerte Stille
et, die Frau Graham benutzte, um da
Wort zu ergreifen.
.Haben Sie schon etwas von Ihrem
Silber entdeckt, Frau Marmadule?'
begann sie, fetzte aber, ohne Antwort ab
zuwarten hinzu: Ich wundere mich nur,
daß Sie die Sache leicht nehmen! Ich
könnte das nicht I Ich fürchte mich ent
setzlich vor Dieben und eS würde mich
tödten, wenn ich wüßte, daß sie in meinem
Hause waren.
.Ich wußt e auch nicht !" erklärte
die Dame hohsitSooll, nicht einmal
Herr Marmaduke ahnte eS, ehe sie wieder
fort waren."
Ja, ja," meinte Frau Graham,
aber wenn man' auch erst später er
fährt, daß diese schreckliche Menschen im
Haufe waren ach l Und sie haben
Ihr Silber mitgenommen, jede Stück
davon?"
Sie haben noch etwa davon dage
lassen," sagte die , nervenstark Dame
kühl, aber -"
Doch F:au Graham schien nicht zu
hören.
Sie sollten eine elektrische Alarm,
Klingel an Thüre und Fenstern anbrin
gen," empfahl sie mit mütterlichem
Tone. Herr Graham läßt mir das
einrichten."
Wir haben eine solche Klingel," ant
ortete Frau Marmaduke, aber das
Werk war gerade in Unordnung."
Oh. wie abscheulich!" riefen die
Damen im Chor. Frau Graham winkte
ihre Tochter Clara heran, al jetzt der
Zug um die Biegung fichtbar wurde.
Man setz! sich in den Fuhrwerken bereit;
der alte Aufseher kam au dem Sta
tlonShäuschen und mit ihm die beiden
fremden Herren; der Mann, der den
Poftsack nach der Office zu bringen hatte,
schlenderte heran einen Augenblick war
Alle Erwartung, dann wurde dieselbe
erfüllt, ein allgemeine geschäftige
Durcheinander folgte und der Zug hielt
an. Die Angekommenen fanden rasch
Ausnahme in den Armen ihrer Familien
und deren Wagen und diese letzteren ver
ließe nach allen Richtungen den Bahn
Hof. Nur diejenigen der Familien Mar
maduke und Graham hielten noch am
selben Platz. Frau Marmaduke wartete,
in die Kissen zurückgelehnt, auf ihren
Mann, der mit dem gelangweilt au,
sehenden jungen Herrn von vorhin sprach.
Frau Graham hatte sich nach allen Äich
tungen umgesehen, konnte ihren Gatte
jedoch nirgend entdecken. Clara, die
mit demselben Resultat nach dem Vater
ausgeschaut hatte, erzählte jetzt der Mut
ter dir gesammelten Neuigkeiten.
ES waren zwei Einbrecher, Mama,"
sagte sie, einer muß schon alt gewesen
fein, während der andere noch jung war,
so sagen sie natürlich war da auch noch
ein Dritter, der Wache hielt "
Fahr zu, Georg!" unterbrach sie hier
die Mutter. Die Pferde zogen gerade
an, al der alte Aufseher herbeieilte und
dem Kutscher schon von weitem ein Halt
zurief, zu gleicher Zeit einen braunen
Briefumschlag über dem Kopse fchmen,
kend.
,,Eie Depesche von Herrn Graham!"
rie'f'er den Damen zu. Die alle Dame
nehm dieselbe in Empfang; während sie
lal, fragte C'.ara den Alte nach den bei
den Fremden und erfuhr, daß e Zei
tungSleute seien.
ES ist keine Aatwort nöihlg," sagte
jtzt Frau Graham. ..Vorwärts, Georg!
Clara. Dein Vater kommt heute
Abend nicht nach Hau, er und Ph.l sind
geschäftlich abgehalten."
.Nun", meinte da junge Mälchen,
..wir werden sie freilich vermissen, aber
auch wohl eine Nacht rhae sie fertig
werden."
..Sonst, j, I" erklärte die Mutter (sie
konnte überhaupt ohne irgend Jemand
fertig werden) aber da find diese Ein
brecher und wir haben keinen Mann im
Lau I"
Da ist ja Georg. Mama!" er
tnnerte sie Clara. Doch die er aniwor
tete prompt über die Scbulter zurück:
Entschuldigen Sie, Ma'm ich muß
heute Nacht zu Hause sein meine Frau
erwartet da Baby und "
Gewiß", unterbrach ih Frau Gra
ham Georg hat Recht er muß zu
Hause sein. Aber da ist Dein Vetter
Willie, Clara I So, der ist auch fort
wie wär' mit Herrn FrtSdqi Ihn könn
ten wir bitten, bei un zu bleiben"
, .Frau und tat Baby allein lassen!"
Nil Clara ein. Könnten w;r nicht ein
paar Telegraphen Boten auS der Stadt
kommen lassen"
..Ich hab 'ven Jungen. Fräulein,
mischte sich der Kutscher ein, der könnte
sie über Nacht beschützen." Al ober
Frau Graham aus ihre Frage erfuhr,
daß dieser zum Beschützer vorgeschlagene
Mann erst neun Jahre alt war, schüttelte
sie den Kops.
Der ist zu jung ich will auch keine
Botenmngen von der Stadt.
Wir könnten auch einem Freund in
der Stadt telegraphiren," schlug Clara
weiter vor: der konnte mit dem 10 Uhr
Zug herauskommen und dann schon vor
elf bet un sein. Ich glaube nicht, daß
die Rauber vor 11 Uhr kommen!"
Nein, nein, vor 11 Uhr kommen die
nicht !" erklärte die Mutter mit einer
Bestimmtheit, al hake sie schon selbst in
diesem Handwerk gearbeitet. Der Vor
schlag, einem Freund zu telegraphiren.
schien ihr zu gefallen. Telegraphiren
wir also an an "
An Doktor Pennington," siel Clara
ein und ein leichte Erröthen stahl sich
über ihre Züge. Er würde auf alle Fälle
kommen," setzte sie mit merkmurdiger
Ueberzeugung hinzu.
Die Mutter hülle da aufsteigende
Roth aus der Tochter Antlitz nicht be
merkt. ?Ja," entschied sie, lassen wir
Doktor Penntngton kommen."
ES war an diesem Abend später wie
gewöhnlich geworden, al Dr. John
Pennington die Restauration betrat, um
sein Abendbrot zu so zu nehmen. Wag
rend er darauf wartete, nahm er die
Zeitung zur Hand und sein Blick fiel auf
einen Bericht über die Einbrüche in
Marflon. ES wurde da gesagt, daß die
Diebsbande au drei Mann besten
müsse, daß man jedoch noch keinerlei
Beweise yibe.
ES soll mich doch wunder!?," dichie
der Arzt, ob die Kerle schon bei Gra
ham'S waren? Sollte die der Füll sein,
so möchte ich wetten, daß Fred Graham
in hysterischen KrLmxfen liegt ich denke,
ich fahre morgen 'mal 'ra.iS dS heißt,
wenn ich abkommen kann.
Als er nach dem Essen wieder feine
Junggesellen-Wohnuug, die mit seiner
.Office" verbunden war, betrat, fand er
daselbst die Depesche von Frau Graham
vor, die wie folgt lautete: .Wollen Sie
den 10 UhrZug nehmen und die Nacht
bet uns bleiben. Ausklaruiig wird Ihnen
hier."
Wag soll denn das bedeuten?" rief
der Arzt aus. .Sollte Jemand in der
Familie krank sein aber, da haben sie
ja Aerzte, die nahebei wohnen!" Auf
jeden Fall beschloß er dem Ruf zu folgen
und auch seinen Ärzneikasten witzuneh
men. ES war keine Zeit zu verlieren
und so theilte er seiner Hauswirthin mit,
daß er vor morgen nicht zurück sei, nahm
einen Wagen und kam noch gerade recht
zum Bahnhof, um seinen Zug zu betörn
men.
AIS er nach kurzer Fahrt, in Marfton
auSstieg, trat ein Mann auf ihn zu und
frug: .Ich glaube, Sie find der Herr,
der von GrahamS erwartet wird stet
gen Sie gefälligst hier ein, ich fahre Sie
hin. Diese Einbrüche sind doch furcht,
bar, nicht wahr, Herr?"
. Einbrüche (1 Ja, a, ich habe da
von gelesen."
.Ja, Herr, fuhr der Mann fort,
.Frau Graham ist krank vor Aufregung,
als nun Herr Graham heute Abend tele
graphirte, daß er und Phil nicht zur
Nacht nach Hause kommen können, schicke
fte gleich nach Ihnen.
Zum erstenmale kam jetzt dem Arzt der
Gedanke, daß der Beistand, den man hier
von ihm verlangte, mit seiner Wissen
schaft nichts zu thun habe, sondern mit
seiner Eigenschaft IS muthiger Mann
er verwünschte tZ nur, daß er sich mit dem
Kasten herumgeschleppt halte. Doch der
alte Georg ließ ihm nicht viel Zeit zum
Nachdenke?; er erzählte ihm die grau
figsten Geschichten von den Räubern, so
daß zuletzt der Arzt wünschte, man hätte
sich einen anderen Beschützer ausgesucht.
AIS die Kutsche vor dem Hause an
fuhr, wurde die Thür geöffnet und Frau
Graham, die auf der Lauer gelegen hatte,
eilte heran.
.Ah, Doktor," rief fie aufgeregt, .ich
kann Ihnen nicht sagen, wie ich mich
freue, daß Sie gekommen find! Ich hoffe,
Sie verzeihen e meiner Angst, daß ich
Sie rufen ließ!"
.Ich kann da sehr gut begreifen,"
meinte der Arzt, auSsteigenb doch Frau
Graham unterbrach ihn, als fie den Kasten
in seiner Hand sah.
.Wie haben Ihre Pistolen mitge,
bracht?! Wie gut, daß Sie daran
dachten!"
.Beunruhigen sie sich nicht meinet
wegen," sagte er, leicht die Treppe em
vorspringend und die ihm entgegen cti
streckte Hand der Dame rgreisenv, fuhr
er fort: .Sie wissen ja, wie freudig ich
mich Ihnen und Fräulein Clara zur Per
Mgung stelle.'
,E ist sehr lieb von Ihnen und ich
werde eS Ihnen nicht vergessen! Aber
kommen Sie hinein, Clara wird sich
freuen, einen solches Freund in der Noth
zu begrüßen denn, wissen Sie, sie
war eS, die vorschlug, nach Ihnen zu
setreren."
Mit lieblichem Lächeln begrüßte baS
junge Mädchen den Arzt.
.Ich habe schon Frau Graham gesagt,
daß ich nur dankbar dafür bin, daß Sie
mich hergerufen habe?. Sie glauben
nicht, wie ich mich freue, da ich Sie ein
mal wieder sehe! WaS meine Pistolen
anbelangt," fuhr er fort und fetzte den
Kasten vorsichtig auf den Loden, .so
muß ich zu meiner Schande gestehen, daß
ich den Schlüssel zu dem Kasten zu Hause
gelassen habe."
.ES ist vielleicht so am Besten,"
meinte Frau Graham. Clara sagte
lachend: ,DaS ist kein Unglück, ich
werde Ihnen eine Waffe holen, die ge
nagen wird!"
Sie eilte aus dem Zimmer, um gleich
darauf mit einer gewaltig aussehenden,
alterthümlichen Reiterpistole in der Hand
zurückzuketiren.
.Hier ist eine Waffe," rief sie, dieselbe
über dem Kopf schwenkend, .die jedem
Räuber Angst einjagen muß!"
.Clara." protestirte die Mutter, .ich
möchte nicht, daß diese furchtbare Ding
hier im Hause abgeschossen wird! Dein
Vater hat einmal damit auf eine Ketze
geschossen der Knall hat mich auf acht
Tage krank gemacht und außerdem die
ganze Nachbarschaft aus die Beine ge
bracht man glaubte, eS fei eine Dyna
mltbombe geplatzt."
.Aber diese vorsündfluthliche Feuer
äffe hat ja keinen Hahn!" meinte der
Arzt, der dieselbe in die Hand genommen
hatte. .Eine Pistole ohne Hahn ist wie
ein Mann ohne Kops, einfach unbrauch
bar."
.Ich muß meine völlige Unkenntniß
dieser Dinge bekennen," sagte Frau
Graham schaudernd, .ich weiß nicht ein,
mal. waS der Hahn an einer Pistole ist."
.Ich will eS Dir zeigen!" sagte Clara,
die Waffe aus Pennington'S Hand neh
mend.
.Nimm Dich in Acht!" wehrte die
Mutter ängstlich ab. .Bist Du auch
sicher, daß es nicht loSgehen kann'
.Ganz sicher!" beantwortrte der Arzt
die Frage; sie beruhigte sich jedoch nicht
eher, bis er das Mordinstrument aus den
Bücherschrank gelegt hatte.
.Ich bin überzeugt, daß wir überhaupt
keine Waffe brauchen," fuhr er fort,
denn ein derartiger Besuch, wenn ersar
tet, erscheint gewöhnlich nicht.
.Wir wolle daS hoffen," seufzte
grau Graham. .Aber Doktor, können
Sie wolle Sie macht e Ihnen
nichts aus hier, aus dem Sopha, zu
schlafen?"
.Aber nicht im Geringsten, rief Pen,
nington, ,daö sieht ja sogar sehr comsor
tabel auS!"
.E ist sehr bequem," erklärte Clara,
mir einem leichten, fast zärtlichen Schlag
auf daS betreffende Möbel. .Ich mache
selbst öfter ein Schläfchen daraus," setzte
sie mit leichtem Erröthen hinzu.
.Des genügt," sagte der Arzt ener
gisch; .jetzt brächte mich kein Pferd in
eiu anderes Bett!"
.Ich danke Ihnen," sagte die Mutter,
und hoffe nur, daß Sie mit dem, was
wir Ihnen bieten, zufrieden find."
Ganz gewißl Bedenken sie vom,
welchen Ruf ich bekomme, wenn dieRZu
ber ihr Erscheinen machen sollten. Die
Zeitungen werden berichten: Dr. Pen
nington beschützt zwei wehrlose Damen
gegen Einbrecher! Seine einzige Waffe
eine alterthümliche Reiterplftole ohne
Hahnl und so fort."
Wie können te nur über so etwas
noch scherzen, Doktor! Schon dcr Ge
danke macht mich schaudern. Aber wir
brauchen Sie deshalb nicht die ganze
acht wach zu halten! Komm, Clara,
gieb mir Deine Hand ich könnte nicht
allein die Treppe hinaufgehen, und,
Doktor, bitte bleiben Sie in der Vorhalle
stehen, bis wir oben find?"
.Ein moderner Ritter!" lachte Clara.
.Sei still, böse Kind!" gebot die
Mutter.
.Doktor, ich schicke Bridget. daß fie
Ihnen da Bett auf dem Sopha her
richtet. Gute Nacht I" rief fie roch von
oben.
Gehen Sie nicht zu grausam mit den
Räubern um!" r ef Clara, flch über das
Geländer beugend, und verschwand dann
lächelnd in ihrem Zimmer.
.Was ie wohl vamil meintet' tragte
er sich, als er zurück in' Zimmer trat.
Schon kam Bridget mit Decken uns
Kissen und rasch war sein Bett bereitet,
und nun blieb der Doktor allein.
.Wenn nun die Spitzbuden wirklich
kommen? ES ist aber kaum zu erwarten!
Jedenfalls darf die Einbildung mir kel;
nen Streich spielen!" Währen er ftch
diesen Gedanken hingab, hatte er Rock,
Weste und Stiefel ausgezogen, drehte
dann da Licht aus und streckte sich auf
dem Sopha aus, und trotz allem Fürchten
und Hoffen übermannte den Beschützer
schon nach kurzer Zeit der Schlaf.
Er hatte, so schien es tom, qon ?:
den geschlafen, als er plötzlich, vollftän
big wach, in die Höhe suyr. Haue er
geträumt, oder hatte er wirklich Fußtritte
im hinteren Theil deS Hauses gehört?
Er horchte jeder Nero angespannt
da jetzt hörte er e deutlich eS
mußte im Speisezimmer sein, eS klang als
ob mit Silber hantirt würde.
.Da haben wir die escheerungl'
murmelte er mit einem Alherrzug. , Wa
mach' ich jitzt? Vor allem die Pistole,
und dann nehme ich noch die Feuerzange
zum schlagen." Vorsichtig kroch er aui
den Decken; danu tappte er nach dem Ka
min. ES war dunkel wie in einem Sack.
Plötzlich stieß seine große Zehe gegen den
Kohleneimer, er wollte denselben rasch
vor dem Umfallen bewahren, stieß ihn
aber erst recht um und zwar mit einem
Lärm, den man. so schien e ihm, im
ganzen Hause hören mußte.
Trotz der heftig schmerzenden Zehe
er rahm sie nicht liebevoll in die Hacd.
wi dal sonst natürlich wäre, sondern
verbiß deu Schmerz, daß die Zähne
knirschten stand er einen Moment un
beweglich ur.d horchte. Alle still!
Schnell suchte er un Zange und Pistole
und schlich zur Thür. Vorsichiig öffnete
er dieselbe und lug.'e in die Vorhalle.
Jetzt konnte er durch einen S palt sehen,
daß das Licht im Spei,ezimm:r halb an
gedreht war am entgezenzefttzlen
Ende bei Zimmer?, des Rücken ihur zn
gewandt, packle ein alter Mann das Sri
bergeschirr aus dem Schrank in einen
neben ihm stehenden Korb.
.Der olle Halunke!" dachte der Ar,t.
.Wie kaltblütig er zu Werke geht! Wo
mögen wohl seine Helfer sein? Wahr
fchetnlich aus Wache."
Jetzt drehte sich der Alte der Thür zu,
al wollte er daS Zimmer verlassen.
Penninglon zog sich schleunigst zurück.
.Ich könnte den Kerl kaltblütig er
schießen," dachte er, in dem Moment
stieß seine Hand an einen Thürknopf,
schnell entschlossen drehte er ihn und
öffnete die Thür und sah, daß fie in
einen großen Wandschrank führte. Jetzt
machte flch der Doklor einen Plan, den
er ebenso schnell ausführte. Er legte
feine Waffe nieder und ergriff dafür den
gußteppich, der vor der Thür deS Speise
zimmerS lag und hielt ihn in beiden Häa
ben. Der alte Räuber war jetzt an der
Thür er sagte mit halblauter Stimme
nach rückirärl in da Zimmer: .Komme
nach oben, so bald Du hier fertig bist!"
und eine dumpfe Stimme von irgend wo
her antwortete zusagend dann trat der
Alte in die Vorhalle mit einem Sprung
schlug ihm der Doktor den Teppich um
den Kopf, ihn so umwickelend, daß er
keinen Ton von sich geben konnte.
Aber ber Doktor hatte nicht an den
Korb mit Silber gedacht, den der Rluber
trug, und der jetzt mit hellem Klirren zu
Boden siel eine eilige Bewegung tm
Inner d:S ZimmerS und ein heller Auf
schrei oben waren die Folge. Blitzschnell
wirbelte ber Doktor fein Opfer in den
Wandschrank und schloß die Thur.
Er stand nan einen Augenblick uuent
schlössen, ob er jetzt dem zweiten Räuber
zu Lerbe gehen sollte, oder zu den Damen
nach oben da, ein schneller chrut
hinler ihm und, ehe er sich umdrehen
konnte, traf ihn ein heftiger Schlag auf
den Kops und halb besinnungslos sank er
zu Boden. Wie im Traum fühlte er
hierauf, daß seine Hände aus den Rücken
gebunden wurden eine Stimme sagte:
.Wirf ihn hier hinein!" er hörte den
Schlüssel drehen und oh GrausI
flog im nächsten Moment in den Schrank
zu dem Alte, während die Thür hinter
ihm ge chlo en wurde. Jetzt hörte er,
wie sein Mitgefangener sich hustend und
pustend aus semer Umhüllung befreite,
nun wird er seinen mevoiver zieyen
die Angst brachte den Doktor zur vollen
Besinnung zurück und verlieh ihm die
Kraft, feine bilden Hände aus den
Schlinge zu lösen
Wir müsse setzt zurückgreifen und de
richten, wie eS oben den Damen erging
te waren derde z? Bett gegangen; feiau
mit einem Gefahl vollster Sicherheit;
wußte sie doch einen Mann in der Nahe,
dem fie, sie konnte nicht sagen warum,
vertrauen durste; die Mutter, weniger
sicher, schreckte, während die Tochter in
festen Schlaf ernel, tn kurzen Unter,
brechungen aus ihrem Schlummer empor.
So kam es, daß, als der Korb mit dem
ilber zu Boden fiel, die alte Dame mit
einem Schrei in die Höhe fuhr.
.Clara!" rief sie, diese schüttelnd,
Clara, die Räuber sind da." .
.Wo?" fragte diese, nun ebenfalls
auffahrend.
.Untenl" flüsterte vor Ausregung
heiser die Mutier, .hilf mir schreien!"
Und damit stieß sie einen gellenden Hülfe
ruf auö, der durch das ganze HauS
schallte. Clara prang au vem Wen,
und ohne sich recht klar zu fein, waS sie
that, verbarr,racrle ste vte icyur, mvem
sie ein Stück Möbel nach dem anderen da
her schob, während die Mutter, vor
Schreck unfähig, sich zu bewegen, nur
schreien konnte.
Setzt hörten sie örauuen omute; oies
brachte auch Frau Graham auf die Beine,
und beide Frauen schoben dag Bett als
deu größten zur Hand stehenden Gegen
stand in die Bresche, gerade in dem Mo
ment, als die Thür etwas aufgedrückt
wurde. Der Stoß durch das Bett kam
so plötzlich und war so heftigdaß dem
versner vre gmger m ven pau ge
klemmt wurden ein Stöhnen, ja Heu
len deS Schmerzen wurde draußen aus
gestoßen.
.Schreie nur, schreie!" befahl die
Mutter, die die Kraft dazu selbst Ichl
mehr hatte. Doch Clara faßte ihren
Arm.
.Mutter rief sie. .ma denkst Du,
was sie mit John Hrn. Pennington
gemacht haben?"
.Laßt mich hinein!" rief hier eine
Stimme an der Thür, .laßt mich hinein!"
Die Tbür wurde aufgedrückt und op
und Schulter eines Manne durch den
Spalt geschoben. Die machte Frau
Graham desperat sie ergriff den vollen
Wasserkrug und warf ihn mit aller Krast,
der sie noch fähig war, noch dem Mannes
kovf. Sie traf neben diesem die Wand,
an welcher der Krug zerbarst, daß da!
Wasser nach allen Richtungen spritzte.
.Halt ein, Mutter, was ryuniue-
rief die Slimme vcr der Ih?r. .Seid
Ihr verletzt? Wiren die Diebe hier
üben?"
Und .Pzi!, Phil! schrieen Mutter
und Tochter, siilrzten nach der Thür und
zogen an Kops und Amea die Gestalt
de Manne durch den Spll, voraus
sie ihn unter ihren Uma, münzen saft er
drückten.
.Wie kamst Du zeyt hieiher? fragte
die Mutter, ihn endlich loslassend. Sr
holte erst lief ibem, daan erzählte er
in aller Eile:
.Vater hat gar nicht an die Einbrecher
gedacht. Wir halten viel zu thun und
arbeite ea ft'ißtg in ter Karzl.t. Da
siel plötzlich dem Vater Eare Lage hier
ein. Er sprang vom Stuhl auf und
rief: .Wir müssen gleich nach Hause,
Phil, die Mctter ängstigt sich sonst zu
Tode (hier kZßle fie der brave Junge),
wir xzckien rin'ere Papiere zusammen
und di e sür den Zehn.Uhr.Zug zu spät
war, so fuhren wir mit der ankern Bahn
und marschirlea dann herüber. Wir ha
ben auch Fred mitgebracht."
.Fred Austm?" fragte die Mutter.
Phil nickte und fuhr fort:
.Vater kachle sicher. Tu wärst noch
wach, aber eS schien nicht so ; wir ging,
um'S Hau?, finden vorn ein Fenster ?
fen und stiegen ein (hier bekam die alle
Lame einen Ktwx Streck). Als wir
in das Speisezimmer kamen, fanden wir,
daß die Halluki scho.1 beim Silber gu
wesen waren, eS war auS dem Sch a k
genommen und lag auf dem Tijch ver
streut, theilmeise schon tn einen Korb ge.
packt Vatr legte eS Alles in den Korb,
während Fred und ich die Küche uuter,
suchten."
Frau Graham' Geflcht war immer
langer geworden, je weiter ihr Spttßll, g
mit seiner E zä'lng karr.
Wir fanoen dort Niemand," fuhr
dieser fort, da hörte wir Lärm in der
Vorhalle und eilten dorthin. Fred war
vor mir dort ich hörte ein dumpfes Ge
röusch, als wenn Jemand gefallen wäre,
und Fred rief, ich solle schnell kommen.
Er hatte einen großen Kerl bei ber Thür
stehen sehen, der auf mich zu war cn
schien, und hatte ihn mit einem Schlag
auf den Kopf zu Boden gehauen. Wir
banden ihm nun die Hände mit einem
Taschentuch und werfen ihn in den
Wandschrank."
Nun, da war gut l" sagte die Mut,
ter, doch Clara konnte einen tiefen Seuf
zer nicht unterdrücken. Aber, wo ist
der Vater? Bringe ihn schnell hierher !"
Ja, ist denn der Vater nicht hier?"
fragte Phil erstaunt. .Er ging zuerst
herauf sollte der Dieb ihm was gethan
hadeni" Ui.d drmil eilte er hinunter.
Mama, sagte Clara, diese beim Arm
ergreifend, mit Tigstooller Stimme.
Mama, Fred hat Dr. Per.nington nie.
dergeschlagkn!"
Das arme Kind war blaß wie der Tod
und zitterte vor Aufregung.
Beide Frauen eilten nun In die Vor,
halle, Frau Graham öffnete die Thür des
DtenstbotenzimmerS, in dem man noch
immer die Mädchen schreien hörte.
.Mädchen, ich muß mich ju Eurer
schämen!" rief sie hinein, wollt Ihr
gleich still fein !"
Hierauf trat Stille im ganzen Hause
ein.
Inzwischen waren die beiden Gesänge
nen im Wandschrank nicht unthätig ge
wesen. Beide batten sich von ibren Ban
den befreit. Penninglon blieb ruhig da
liegen, wohin er gefallen mar; der Räu
ber versuchte nach der Thür zu kommen.
wobei er ftcts n dort aufbewahrte
Sachen Nie. Jetzt stre er mit der ttun
koide gegen den Kovf deS Doktor, noa
den Fuß zurück, um auf'S Neue gegen
das Hinderniß zu stoßen, das war dem
Doktor zu viel er fxrang auf, machte
einen Auefall vorwärts, die Faust rrüs
tig nach der Richtung, wo der Gegner
sein mußte, stogeno und traf die Wand,
daß die Haut seiner Knöchel daran hän
gen blieb. ,Au I' schrie er, daS verletzte
Glied in den Mund fchi'.bcnd. Sein
Geaner lielte besser, er traf ikn ceaen
die Schulter; nun wollte der Doktor vor,
SrtS springen, dabei verfingen sich seine
Füße in dem Teppich und wieder fiel er
ocr Hänge nacy hin:
.fiail Du den Vater gefunden?"
fragte Frau Graham von oben, über daS
Geländer gebeust.
..Noch nicht. Frau Graham." ant
ortete eine Stimme unten.
.Warum machen Sie kein Licht
Fred?" sagte fie.
Ein Sleichholz wurde an der Wand
angestrichen und im nächsten Moment
flammte da Gaslicht auf. Vhil kam
aus dem Speisezimmer und rief hinauf:
.Ich kann den Vater nirgend finden I"
Clara hielt eS oben nicht länger ous,
sie kam bis zur Mitte der Treppe her,
unter.
Fred," redete fie diesen an, wer
zr wie sah der Mann auS, deu Sie
niederschlugen?"
ES war ein großer, schlanker Mann."
antwortete Fred Austin stolz, er stand
gerade hier er wartete auf uns ich kam
von dahinten, er sah mich nicht und da
schlug ich ihn zusammen."
..ES war ein Glück, da Du'S
Ihat'ft l" rief Phil, der Kerl hait' bieg
hier" er hielt eine Pistole in der
Hand. Ader, steh 'mal daS ist ja
LaterS alte Pistole!"
Clara flog ,etzt an die Seite Phrl',
saß ihr prächtiges, lange Haar nur so
flalterte.
..Es war kein Einbrecher!" schrie sie
auf, eS mar kein Dieb ! Warum haben
Sie ihn eriqlageni" ein heftiges
Schluchzen erstickte ihre Stimme. Frau
Graham war ebenfalls herzugekommen.
ES war kein Räuber!" erklärte auch
sie, eS war Doklor Pennington. Er
kam hierher, um uvS zu beschützen. wLh
rend eurer Abwesenheit. Er muß euch
gehört und für Einbrecher gehalten haben
und ihr habt ihn sür einen solchen ge,
halte und "
..Peirriiiizton!" lies Phil, tarn
hadea wir ihn in d:a Schrai.k da genor.
feri!" vrid er ging aus diesen zu. doch
Clara war vor ihm dort.
Der Klng der Stimme Halle die
Gefangenen asmnksau gemocht. Der
Alte silhiite liul; die wurde Verhängnis,,
voll sür ihn; Pennirgton hatte die Rtch
tung gemerkt und im Nu den Teppich um
deS vermeintlichen Räuber Kops ge
wickelt. Voch dieser halte noch die Hände
frei und packte den Dok!,r an der Brust.
Zu diesem uz.nblick flog die Thür aus.
Da ist der Vater!" lies Phil, eilte
hinzu, half dem Gefallenen auf di Füße
ur.d befreite ihn von dem Teppich.
Er sch sich wild um und warf sich
gegen die Thür.
,,E ist ein Räuber da drinnen!" rief
er aus, schnell schließt die Thür!" Phil
drehte rasch den Schlüssel um.
,Huh!" stöhnte Herr Graham, denn
die war der olle Räuber, .der Hallunke
wollte mich ersticken! Huhl" er wischte
sich den Schweif von der Stirn und
schaute sich im Kreise seiner erstaunten
Familie um.
.Aber nie kommst Du denn da hinein,
Latcr?" fragte Phil. Lhrend Frau
Graham ihren Gemahl zu einem Stuhl
führte. Clara stand ncch immer worllo
an der Thür des Schranke.
.Ich wollte mit dem Silber nach oben
gehen, dal der Dieb auf dem Tisch gelas
fen Halle '
.Nein," unterbrach ihn seine Frau,
.ich wollte da selbst thun und mar ge
ade dabei, al Dr. Pennington kam.
Ich eilte ihm dann entgegen und vergaß
das Silber. Ich glaube gar nicht, daß
Einbrecher im Hause waren."
.Gewiß waren sie dal' behauptete
Herr Graham. ,AlS ich mit dem Sil,
der aus dieser Thür trat, warf mir ein
langer Kerl diesen Texpich über den Kopf
und dann mich milsammt dem Teppich in
den Wandschrank. Nachher kam er mir
nach und wollte mich erwürgen. Er hatte
mich jetzt eben bet der Gurgel, ich kam
gerade lo von ihm, als ihr die Thür da
aufmachtet."
.Aber dahinein haben wir ja Doktor
Pennington geworf.v!" rief Phil und
Fitd zugleich anö.
Clara hatte schon wieder die Thür auf
gerissen.
.John!" rief sie mit tiefer Bewegung,
.John, kommen Siel' Und eö war
wohl mehr wie ein Grund, daß John
Pennington dem Rufe bereitwilligst Folge
leistete.
.Wo ist der Einbrecher?" war seine
erste Frage.
.Es waren drei!" rief Frau Graham
sehr ernst, .und wir haben sie alle!"
Pennington sah sich erstaunt im Kreise
um lauter bekannte Gesichter, da fiel
sein Blick auf den Tcppich, der noch vor
den Füßen Herrn Graham'ö lag, und sein
Gesicht wurde lang.
.Ja, da ist der Einbrecher, den Sie
gefangen nahmen," sagt Frau Graham
jetzt lächelnd, während Herr Graham
ihm schmerzlich ergriffen zunickte.
.Wer schlug mich aber alsdann?"
fragte der Doktor und strich sich mit ver
bissenem Mund über feinen noch schmer
zenden Schädel.
Be chömt schaute Fred Austin zu Bo
den, aber Phil gab die Antwort.
.Wir hielte Sie ür einen Einbrecher
und behandelten Sie, wie Sie den Vater
behandelt haben."
.Dann waren also gar keine Diebe
hier?" frug Pennington verwandelt.
.Nein, eS aren keine da!" sagte Frau
Graham und ihre Stimme klang fast be,
dauernd.
.Nun, da ist ja alles gut!" meinte der
Doktor, rieb sich wiederholt den Kopf und
lächelte schwach.
.ES ist alles gut!" sagte auch Clara
und legte unwillkürlich die Hand auf sei,
neu Arm.
.Meine Liebe," sagte einige Wochen
später Herr Graham zu seiner Frau, als
sie einmal gemüthlich beisammen saßen,
.nannte damals Clara den Doktor Pen,
nington nicht John?"
.Ich dachte, Du hättest das nicht be
merkt," sag! sie lächelnd.
.Doch, habe ich baS," meinte er ge,
dankenvoll. .Mir scheint, daß damals,
obgleich keine Einbrecher un heimsuchten,
der Doktor daS Herz unserer Tochter ge,
stöhlen hat."
.Wenn Nehmen und Geben gegenseitig
geübt wird, so kann man daS keinen
Diedstahl nennen!" erklärte die Dame.
VerstSndnrßooll sahen sich Beide in die
Augen. Sie schienen mit dem Ausgang
zufrieden zu sein.
Sin fränkischer Iriedyof.
Der Verein zur Erforschung der rh:i,
nischen Geschichte und Altertki'ln'.kr ,
Mainz bat gegen Ende 1894 einen auS
der BölkerwanderungSzeit stammenden
fr!n'ischen Friedhof zu Hahnheim durch,
forschen lassen. ES wurden über n
Gräber geöffnet und gründlich durcksnt.
Pierbei ergab sich leider, daß gerade die
reichflen Gramer, wahrscheinlich schon in
einer sehr frühen Zeit beraubt worden
waren, so vag Sie Ausbeute nicht so be,
deutend war, wie man erwartet hatte.
Immerhin sind die gefundenen tahlrti&tn
Waffen. Schwerter. Pfeile, Schildbe.
schlöge, Gläser, Echmuckgegenstände recht
beachtensmerth, und eS hat die AuSgra,
bung an ffch eine Reibe wllktlnkr Sln.
Haltspunkte ergeben sür die Vorgeschichte
ves oeuricyen Borres.
SchlaukSxfchen.
Vater (wüthend): .Donnerwetter, das
ist ja ein schöner Wisch von Vierteliabr.
Zeugniß. daS Dir der Lehrer mitgab!"
oyncgen: .ch, Papa wer wird sich
o sehr über den Lehrer ärgern."
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