Nebraska Staats-Anzeiger. (Lincoln, Nebraska) 1880-1901, March 07, 1895, Image 8

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    NEBRASKA STAATS - ANZEIGER. Lincoln, Neb.
Loyales.
liT" ptvifltDftfauf von Lllenwaa
ten, Schuhen und Äoloniafmaartn bei
H. R. ißleq JL (5,.. 102 O Straße.
Ti?" i?r EountEommissar T. I.
X'itf jon. von Panama, sprach am Mon
tag in der tfouui(5Urii Cjre vor.
IW Tie Knights es the Macca
lui" werden morgen in unserer Stadt
zur Staat onvenlion zusammentreten.
f3!m Tiede erbeuteten in der Office
deE. aae. 1115 P Straße, einen
braunen Manlel.mebrerePortemonnaieS,
Bücher und sonstige Artikel.
1-iT Tie Hypothese auf Bohana'
Block, an der lü. und N Straße, inHöhe
SO 38,ti0.65 wurde im hiesigen mt
erlcht zu P)un)ten ves äxiicueu axu-
on als versallen erklärt.
tW Jos. Magerl, welcher im Ct,
fflllabetb Hospital einen Selbstmord
versuch machte, befindet sich wieder auf
er Besseruna. 4)n Unglückliche steht
im 19. Lebensjahre und leidet snLchwer
mulh.
Itf- Raufet Cure (Zllenwaaren und
Schuhe von ö. R. Nikler, & Co.. 1028
O Strasze, da die Auswahl eine unge
lviibnl.ch reichhaltige ist und die Preise
kür sämmtliche von dieser Firma gesühr
ten Artikel außerordentlich niedrige sind
SW Frau Emma Marley walkte am
Samitaa Abend einen Mann, Namens
(X. H. Towner, in der Nähe der 1s. und
O Straße, mit einer Reitpeitsche ganz
gewaltig durch und wurde von Richter
Mater wegen dieses Vergehens, in Höhe
von 11 und die ojlen verurlyelik.
SW Auf den grißcn Passagier
Dampfern, die zwischen New Zlork und
Europa sguren, wiro iryl iuibih n
ciit. d. h. mit vem Schließen der Schote
ten. mit Klarmachuiig der Rettungsboote
und mit der Handhabung des Löjchap
parates geübt. Wenn der Eifer nur an
hält.
SW Aus dem Rckrutirungsbureau
der Buiidesarmee in St. Louis melden
sich im Turchschn tt täglich 25 junge
Leute, drrunter viele vom Lande, welch
gerne UncU Sam's Rock tragenmöchten
Obne Zweifel stekt dieser starke An
drana mit der weitverbreiteten Arbeils
losigkeit im Zusammenhang.
SW George Washington Davis, der
Neger, welcher im verflossenen Jahre
, das furchtbare Unglück auf der Rock
Island Bahn herbeigeführt haben soll
ist am Montag Nichter Holmes vorge
führt worden. Sein Prozeß wird un
gcsahr drei Wochen in Anspruch nehmen
SW Frau Aielen A. vutywaile ver
setzte ihre Nachbarschaft an der 17. und
L lrae am am tag ,n Aufregung
indem sie einen Schuß aus Fra Nicker,
son abfeuerte. Die Frauenzimmer wa
ren in Wortwechsel gerathen, bei welchem
Frau Outhwaite den Kürzeren gezogen
halte und suchte das freche Weib sich mit
dem Revolver an der Gegnerin zu ra
chen.
SW An der 9. und N Straße balg
ten sich am Mittwoch Abend einige an
geroochte" Frauenzimmer mit einem
Manne, Namens Helzer, um den Besitz
eines Fünsdvllarscheines, bis das
prompte und energische Einschreiten des
Polizisten Heinrich Hslye die Ruhe und
Ordnung wieder herstellte, invem er
Heizer und ein halbes Dutzend Schwarze
hinter Schloß und Riegel brachte.
SW Die musikalisch Abendunterhal
tung, welche am verflossenen Sonntag
zu Ehren der auswärtigen Turner .des
Nebraska Turnbezirks in der hiesigen
Turnhalle veranstaltet wurde, hatte sich,
trotz der ungünstigen Witterung, eines
recht zahlreichen Besuches zu erfreuen.
Das Schauturnen nahm einen glänzenden
Verlaus, so daß unsere Turner wohl mit
Befriedigung auf das hübsche Fest zu
rückblicken dürfen.
SW Die Geschäfte dcs Pökelhauses
in West Lincoln haben in der letzten Zeit
einen solch' riesigen Aufschwung genom
men, daß man eS für nothwendig fand,
einen Fleifch-Jnspektor anzustellen und
wurde W. D. Robbins von Nebraska
City engagirt. Derselbe trat seine
Funktionen am 1. d. M. an und wurde
die hiesige Fleischinspektion schon deswe
gen für nothwendig befunden, weil unser
Produkt nach dem Ausland versandt
wird. ,
SW Wo ist Andreas Schönke? Der
selbe wohnte vor mehreren Jahren in
LaSalle. Jll,, schrieb im Jahre 1886
von Burlington, Ja., wo er in No. 844
Columbus Straße wohnte, daß er auch
diese Stadt zu verlassen im Begriffe
stehe, um sich weiter westlich zu begeben.
Seit dieser Zeit ist von dem Gesuchten
nichts mehr gehört worden. Irgend
welche Auskunft über den genannten
Schönke wird von den Herausgebern des
Central Illinois Wochenblatt", Otta
wa, Jll., vankend entgegengenommen.
SW Die Legislatur hat eine Bill
angenommen, der gemäß die Prämien
auf Rübenzucker im Betrage von $5 pro
Tonne wieder gezahlt werden sollen.
Diese Bestimmung wurde von der letzten
Legislatur aufgehoben und es kostete
dem Hause nicht geringe Anstrengungen,
sie wieder zu beleben. Die Demokraten
und Unabhängigen opponirten der Bill
mit aller Macht. Ihr Widerstand
wurde namentlich durch eine Rede Mun,
ger's, welcher erklärte, es handle sich um
eine republikanische Partei.Maßnahme,
noch größer. Gleichwohl wurde die
Bill angenommen.
SW 30 sür einen Namen! Diese
schöne Snmme ist der deutsche Samen
züchter Salier bereit zu zahlen für einen
pasienden Namen für seinen neuen Wun-dcr-Hafcr.
Ueber 1000 Farmer, die
versuchsweise eine Probe dieses Hafers
letztes F'ühjahr bekamen, rühmen ihn
auf's höchste und behausten einstimmig,
daß von dieser ergiebigen Sorte LvoBu
shel per Acker gezogen werden können!
Wahrlich, wahrlich, die Welt schreitet
voran! So Sie dieses ausschneiden und
mit 14c in Biicfmarken an John A Sal
zcr Secd Co., La Crosse. Wis., senden,
bekommen Sie frei eine große Probe die
ses Haf'.rs und ihren deutschen-Samen-Katalog,
wo man findet, wie die $300
zu bekommen sind.
SW Frau Loui Steiger, die echwe.
fter der Herren Heinrich und Wilhelm
Peiih, ist am Samstag in garmonl ge
storben. Der Rekrotog der n,,cyia,e
nen wird in der nächsten Ausgabe rr.
scheinen.
SW Ti New Porter Zeitungen
prahlen so frhr über den großen Wasser-
konsum in der cilropoie. va? man wo,
u der der Frage berichtigt rt, w'r viel
von diesem Wasser in Wall Slreel zum
Wässern der nkuen benutzt wirv.
ZW. Lieber Schwiegersohn." hub
svrr I an. als Ersterer ihn wieder ein
mal onpumpie, ,ois it um eic .yuiiu
mkiner Tochter baten, habe Uj nicrn ge-
glaubt, daß sie von mir noch immer Geld
annehmen müßten!" .Ich auch nicht,"
erwiederte dieser, .ich habe geglaubt,
Sie würden Ihrer Tohler genug mitge
den, um das unnöthig zu machen.
ZW Sie helfen unfehlbar, die St.
Bernard räuterpillen, be, allen orga-
nischen Leiden. Sie regen die Thätig
keit der erschlafften Leber wohlthätig an,
befördern die Verdauung, tragen zur
Ernährung des Körpers so,: zur Aus,
kcbeiduna der verbrauchten Materie oei.
reinigen das Blüt nnd beugen dem
Blutandrang nach dem Kopfe vor. In
diesen Beziehung haben die Pillen, die
aus oen reinuen oegnaimiiujni v,,c
lulammenaeiekt sind, schon wahre Wun-
derkurcn zu Stande gebracht, und wer sie
einma; in der vorgeschriebenen Weie ge
braucht bat, ist ihres Lobes voll.
SW Am Freitag, den 1. Mäz. sei-
erte Lcrrn Geo. Mohrenstechcr von vu
braska (iitu die Wieverkeyr eines Wie-
genfestes. An gen. Tage tst der kreuz-
noele en in vas . revensiavr oin
überaclreten. Wohl wenigen Leuten
dürtle es beschicken sein, diesen Tag in
solcher Rüstigkeit zu feiern. Herr Otto
Gla er hat dem Jubilar eine Pseis
welche einen Wny von repraienurr
und aus einem der bedeutenste Geschäft
Wiens herrührt, als Angebinde über
reicht. Der .Anttlaer' sendet dem
GeburtstagSkiade nachträglich die herz,
lichsten Glück- und Segenswünsche!
SW Gleich nachdem das Resulta
der Wahlkampagne vom letzten Hclbst
festftand und die Niederlage des repu
blikai.ischen Gouverneurskandidaten als
Thatsache hiiiqenommen werden mußte,
faßte die republikanische Parteileitung
im Staate Nebraska den Entichluß, die
Machtvollkommenheiten dcs Gsuveri e n
und vor Allem die Patronage desselben
soviel als möglich zu beichneiden, um
auf diese Weise die erlittene Niederlage
so viel wie moalich tu paraln iren. mit
diesem Grunde ist denn auch sosort nach
dem Zusammentritt der Legislatur, An
fangs Januar, eine Reihe von Gese
vorlagen eingebracht worden, m?lch
sammt und sonders darauf abzielten,
den Gouverneur aus anscheinend gesetz
lichem Wege zum bloßen Figuranten zu
machen. Die Oberaufsicht über die
Staatsanstalten, die Ernennung der
Beamten derselben, wie nicht minder die
Ernennung des Arbcits Statistikers und
anderer Staatsfunktionäre, deren Er
nennua bisher ausschließlich dem
Staatsoberhaupte vorbehalten war, soll
te durch diese neu zu schassenden Gesetz
einer ad hoc zu kreirenden Ernennunas
behörde übertragen werden, in welcher
der populistische Gouverneur Holcomb
allerdings die Ehre gehabt hatte, de
Vorsitz ,u führen, während seine Stimme
nicht gezählt hätte, da die beiden ande
ren Mitglieder der projeklirtcn Behör
de, der Generalanwalt und der Land
kom..'issar des Staates, natürlich Re
publikaner gewesen wären. Die ganz,
Sache war sicherlich ausgezeichnet ein
gesäbelt und die Parteileiter hegten
nicht Die geringste Be urchtung, daß lh
re Pläne durchkreuzt werden würden, am
wenigsten von Angehörigen der eigene
Prate. und doch ae chat, oaö tur un
möglich und undenkbar Gehaltene.
In einem abaehaltenen Caucus der
republikanischen Mitglieder des Unter
Hauses und des Senates der Legislatur
wmde der Antrag, die in der Legislatur
eingebrachten erwähnten Vorlagen a!
Partei Maßregel zu passiren, bei der Ab
stimmung mit großer Majorität (;mei
Nein kamen auf zwei Ja) verworfen un
beschloßen, daß es bei den bisherigen
Gesetzen und dem bisherigen Patronage
S? tem bezüglich des Goiwerneurs ein
Verbleiben habe. Es wurde von den be
sonnenen Mitgliedern der Partei geltend
gemacht, daß eine Annahme der qeplan
ten Gesetze, welche den Republikanern
ein Leichtes gewesen sein würde, da
über weit mehr Mitglieder in der LegiS
lstur verfügen, als zur Umstoßung eines
Vetos erforderlich in, ungeheuren Scha
den zufügen, einen großen Thei
Wähler aus den Reihen der republika
nischen Partei vertreiben und ohne allen
lveisel dazu beitragen wurde, daß bei
dtir nächsten allgemeinen Wahlen,
Jahre 1890, die Republikaner geschla
gen und die Populisten aus der ganzen
Linie siegreich sein wurden, sodaß aus
diese W.'ise zu befürchten sei, daß der
Staat Nebraska auf lange Zeit hinaus
wenn nicht sür immer, der lepublikaiii
schen Sache verloren ginge.
Daß diese Argumentation allgemein
als berechtigt anerkannt wurde, bewies
das erwähnte Resultat der Abstimmung,
Geisterbanner. Ein reicher
Junggeselle irklärte, eine schauerliche
Hexe habe ihn die Nacht hindurch ange
starrt. Seine Freunde lachte ihn aus,
aber er blieb bei feiner Behauptung, daß
das Haus verhert sei. Er wurde krank
klagte über bes!ändign Druck im Magen,
sein Appetit schwand, er wurde blaß ab
gezehrt und niedergeschlagen, glaubte, er
müsse sterben, der nächtliche Spuk sei
ein Vorzeichen seines Todes, behauptete,
er höre das Sterbcglöcklein läuten und
ließ duachblckcn, daß ihm nichts überig
bleibe als Selbstmord. Ein Freund
veranlaßte ihn, Dr. Pierce's ,, Golden
Medical Discooeru" zu gebrauchen.
Er erholte sich, die nächtlichen Spukge
sichte und mit ihnen alle peinlichen
Krankhcitssymptome verschwanden. Lc
berstarre unn Dyspepsie waren die Ur
fachen feines Leidens; die Medizin kurir
te beides. Das Tiscovery" ist das
einzige Wittes gegen Biliosilät und Ver
daulingsbeschweiden oder Dyspepsie.das
so sicher wirkt, daß es aus Probe ver
kaust werden kann. Gedruckie Gäran
tie mit jeder Flasche.
Tie städtische SSahle.
Wenn wir nicht wüßten, daß die Wahl
herannake. so mußte uns schon das viel
köxsize Publikum, welches an den Stra-
Kenecken Posto aefat bat. um über vas
Wohl und Wehe der Stadt zu berathen.
in' Äedächtnliz rufen, dag ein Ereignig
von großer Tragmeil im Anzüge ist.
Wie in New ','lon und Ehicago, so
haben sich auch in ui,ferer Tladt unlängst
Bürger versammelt, um eine Reform
anzustreben und wurden bei dieser (Veie-
genheit salbungsvolle Reden gehalten
und der Tugend der Recht chas,enhet
von Leute Weibrauch gestreut, die vor
ein paar Jahren noch unsere Stadt um
bedeutende Steucrbelräge beschwindelt
haben.
Dag dleBoodel"-lavlrakvt ich um
das Bolkögewissen kümmern werden,
möchten wir sehr beimeifeln. . Der n
telliaente Bürger weiß recht wohl, daß
die Stadträthe in Amerika, gleichviel
welcher Partei sie anaehörea. in einer
Weise von der politischen Seuche ange
steckt sind, daß der ehrliche Alderman zu
einer mythischen Erscheinung geworden
ist. an die kein Mensch mebr glaubt.
Wir können nicht mehr die Haupkver-
kehrsader der Stadt pas,lren, ohne von
diesem oder icnem prominenlen Pourner
angehalten zu werden, der sich mit licht
lichem Interesse nach de: Ward, in der
wir wohnen, erkundigt und uns gleich
itia andeutet, daß er Candidat für den
Stadtrath oder das Stadtichatzmelster-
Amt sei. Wenn diese Herren, welche
für Anstand und Bescheidenheit n der
Regel nicht das mindeste Verständniß
haben, daraus ausmerl am machen, daß
eS sich angesichts des geringen Gehaltes
doch wohl nicht lohnen durtte, ene so
kostspielige Propaganda zu machen, so
entgegnen sie uns, mit den Augen blin-
zelnd, daß sie lediglich das Wohl der
Steuerzahler im Auge hä'.ten. Der
Stadtsäckel ist feit Jahren in einer so
niederträchtigen Wes gebrandschatzt
worden, da selbst der denkbar kürzlich
tigsteBürger solchenPhrasen keine Veach-
tun mehr schenkt.
Da Bestreben unserer Bürgerschaft,
soweit dieselbe sich noch sür die Tugend
derZiechtschzfsenheit erwärmzn kann. gcht
nun dahin, an Stelle der sieben ausschei
denden Stadtverordneten, Männer zu er
wählen.die das Wohl des Steuerzahlers
unentwegt zu fördern trachten. Gleich
zeitig reden die besseren Elemente unserer
Bevölkernng der Erwählung eines Re
formbürgermeisters das Wort, zumal
nicht in Abrede gestellt werden kann, daß
wenn Lincoln nicht vollständig dem Ruin
anheimfallen soll, ein Mann an die
Spitze der Verwaltung berufen weiden
muß, der sich in geordneten Vermögens
Verhältnissen befindet, die Feuerprobe
alsMann bestanden hat und keinenDeut
um die Freundschaft unzuverlässigerMen
schen gibt. Wer mit allen Menschen auf
dem denkbar freundschaftlichsten Fuße
leben will und sich wie ein Waschlappen
gebrauchen laßt, falls er dadurch einen
materielln Gewinn zu erlangen hofft,
hat nicht die erforderliche Oualisikalion
zum Bürgermeister eines großen Ge
meinmesens. Selbstverständlich muß eine Aufbesse
rug des Gehaltes des ersten Beamten
der Stadt erfolgen, da ein erfahrener
Geschäftsmann sich nicht mit cinemSalär
von begnügen dürfte, zumal er
seine ganze Kraft den Interessen der
SUdt opfern muß.
Wir sind nicht so pessimistisch wie
Viele, zu glauben, daß keineSäuberung,
keine Besserung mehr zu erwarten sei.
Um aber eine Reform erfolgreich durch
zuführen, müssen Diejenige, welche es
m t der Hebung der F naizen unserer
Stadt wirklich ehrlich meinen, den Leu
ten die kalte Schulter zeigen, welche bis
dato die Steuerzahler in der abscheulich
sten Weise gerupft haben. Das Katze
buckeln vor den Herren und oen Damen,
welche Geld haben, eber in der Erlan
gung der irdischen Güter sich der schmu
tzigsten Mittel bedienten, muß der Ehren
mann an den Nagel hangen, weil solche
Komplimente ihn selber in einem sonder
baren Lichte erscheinen lassen.
Der Worte kurzer Sinn ist also, daß
man sich in Zukunft hüte, jeden Schur
ken als ,, Gentleman" zu behandeln.
Wir stehen heute vor der Alternative
Ruin oder Prosperität !
Hier hilft kein Maulspitzen, ihr lieben
Landsleute, es muß gepfiffen werden!
tW Sontag. den 10. März, findet
eine totale Mondfinsterniß statt, die
überall in diesem Lande sichtbar sein
wird.
Der Mond tcit in das erste Stadium
der Finsterniß um S Uhr 3 Minuten
Abends. Die Total - Finsterniß fängt
an 9Uhr iMinute; die Total Finsterniß
endet 10 Uhr 3S Minuten und der
Mond verläßt das letzte Stadium der
Finsterniß 11 Uhr 34 Minuten.
Der Mond wird zur Zeit der obigen
Erscheinung bereits ziemlich hoch am
östlichen Firmament stehe. Falls dcr
Himmel klar ist, wird die Finsterniß
sehr deutlich zu beobachten sein. Man
nehme schwarz gefäibte Fensterglaser,
um die seltene Erscheinung zu beob
achten. Wir haben von Dr. Peter Fahr
ncy, Chicago, Jll , ein Dutzend Flaschen
von seinem berühmten Forni's Alpen-kräuter-Älutbeleber
erhalten. Wir ge
brauchen ihn und betrachten ihn ls ein
ausgezeichnetes Heilmittel. Wir sind
sehr vorsichtig in der Empfehlung von
Patent-Medizinen in diesem Blatte ; aber
einigermaßen mit dem gulenjNai''n von
Lr. Peter Fahrney bekannt, haben wir
mit seinem Hilmittel einen bründlichen
Versuch angestellt und können dasselbe
jetzt gewissenhaft Allen empfehlen, welche
an La Giipve", Erkältungen, oder all
gemeinen körperlichen Unregelmäßigkei
ten leiden. Dieser Forni's Alpenkrau
tcr-Blutbelcber ist nicht in Apotheken
vorräthig, sondern wird von Agenten
oder direkt von Chicago verkauft. Der
Preis dcr Flasche, welche wir gebrauchen
ist 35c. Wir glauben, es ist billiger,
die großen Flaschen zu $1.25 zu bezie
he. Wenn Sie wünschen, mit der Medizin
einen Versuch zu machen und es ist kein
Agent in Ihrer Nachbarschaft, würden
mir ihnen empfehlen, direkt an Dr. Pc
ter Fahrney, Chicago, Jll , zu schreiben.
Western Christian Union".
Theater. Vorstellung in ver
deutsch'kath. Schule.
Am 2S. und 26. Februar pilgerten
Hundert von Bürgern mit Kind und
Kegel nach der südlichen 1. Straße, um
in den prächtig geschmückte Räumen
der dcutsch kaih. Schule einige Stunden
in recht angenehmer Weise zu verteben.
Zöglinge der als Erzieherinnen in der
voithellhafteslen Weise bekannten Ursu
linerinnc führten nämlich unter Mit
Wirkung früherer Schülerinnen dieser
Anstalt das Drama Durch Finsterniß
zum Licht" aus und zwar mit einem Er
folge, der Dilettanten nur zur Ehre ge
reißen kann.
Das herzliche Lachen der Zuschauer
und derApplaus, welcher den Tarstellern
gezollt wurde. lieferte uns den Beweis,
daß das Auditorium in seinen Erwar
tungen nicht getäuscht worden war.
Das Publikum wurde während dcr
Psusenoon der gewandten Pianistin.Frl.
Emma Mtyer, aufs Beste unterhalten,
während aus den die Welt bedeutenden
Brettern die Damen Frl. Susie Giese.,
Auguste Schule, Maria 'Kitt. Julie
Schmidt, Lina Meyer, Ännie McDon
cll und CHIotilde Forger ihres Amtes
walteten.
Der Letzteren möchten wir wegen ih
rer Leistungen an dieser Stelle unsere
besondere Anerkennung zollen.
. Zum ersten Male gewahrten wir un
ter den Darstellerinnen Frl. Therese
Spehn, die Tochter unseres allgemein
geachteten Mitbürgers Andr. Spehn,
und müssen wir gestchen, daß die Dame
ihr Debüt erfolgreich zu machen wußte.
Daß das Fräulein auf der Bühne an
dem betr. Abend seine Rolle mit.Ge
wandtheit durchgeführt hat, freut uns
um so mehr, als dasselbe sich stets durch
Bescheideiihe,t auszeichnet, eme Tugend,
welche hierzulande aus dem Aussterbeetat
zu stehen scheint.
Um aber auch den lieben Kleinen Ge
rechtigkeit widerfahren zu lassen, müssen
wir der Berkha Krummack r.nd Bertha
Giesec hier unser Kompliment machen,
da dieselben sich so natürlich auf der
Bühne bewegten, daß dasBeifallklatschcn
fast kein Ende nehmen wollte.
Der Pfarrer der Gemeinde, Hcrr
Leonard, hat die Arrangements zu dieser
Borstellung persönlich geleitet und ist der
durchschlagende Elsolg in erster line
au, die treitliche Anordnung und den
Scharsblick.den oec würdige Herr bei der
Auswahl der Darsteller bekundet hat,
zurückzuführen. Der . Anzeiger" kann
nicht umhin, Herrn Pfarrer Leonard,
welchem, nebenbei bemerkt, die deutschen
Katholiken in Folge seines segensreichen
und selbstlosen Wirkens zu großemDanke
verpflichtet sind, am Vchlu, e die er
Schilderung ,u der alän:enden Lö-
sung dieser schwierig;,, Aufgabe vor
Herzen zu beglückwünschen !
Es traf von Pkil. Armour in
Chicago die Mittheilung ein, daß auf
seinen Antrag verschiedene qrone Getrei
dehändler an der Chicagoer BörseSchritte
eingeleitet haben, um im Subskriptions
wege größere Quantitäten Getreide zu
beschaffen, welche den nothleidenden Far
mern im Westen zugute kommen sollen.
Ohne Zwttsel werden die Bedürftigen
aus dieser Quelle eine reichliche Spende
zu gewärtigen haben. Was aber auch
not) voraussichtlich von gu he zizenMer
tcfie.i beigesteuert werden mau. und wie
hoch die Bewilligungen der Staatsgesetz-
gebuilg auch sein mogln, oer colyiage
der Bedauernswerlhen wird a f keinen
Fall in ganz ausreichender Weise abge.
holfen merdtN, sondern die Leute müssen
sich zufrieden geben, w.nn es gelingt,
Hunger und Kälte von ihrer Thüre zu
banne, und ihnen etwas Saatfrucht zu
beschaffen, um sie in den Stand zu setzen,
wenigstens einen Theil ihrer Felder zu
bestellen. Die neulich von der Legisla
tur in Aussicht gestellten sol
len zum größten Theile zur Beschaffung
von Saat- und Futter-Getreide sür die
unbemittelten Farmer verwenket werden.
Hierbei sei bemerkt, da von den Mb
Eounties im Staat 68 um Saat- und
Futter-Getreide nachgesucht haben, und
daß nach einer sehr mäßigen Schätzung
eine Million Dollars zu dem obigen
Zwecke kaum ausreichend sein würde.
Jährend sie sich im Deutschen
Reichstage schon seit langer Zeit herum
streiten wegen eines Gesetzes, das, wenn
in Wirksamkeit, den Zciiungsleuten man
che schlaflose Nacht und hie und da un
freiwilligen Aufenthalt in gewissen
öffentlichen Anstalten verschaffen würde,
faßt man in der Staatsgesetzgebung von
Nebraska die Sache prakiifcher an, ohne
erst viel Geschrei damit in dcr Oeffent
lichkeit zu machen.
In der genannten Körperschaft ist eine
Bill eingebracht worden, welche auf dem
ersten Anblick ganz harmlos aussieht
und als solche auch von ihren Befürmor
tcrn hingestellt wird, dennoch der Zunft
der Ritter der Feder im Staate Nebras
ka und namentlich den Zeitungsheraus
gebern viel gefährlicher werden würe.
sls Mar.lkorb- und Umsturzgesetze. Die
erwähnte Vorlage vcrsügt u, a. : ..Alle
Zeitungen, Journale und periodischen
Publika ionen, welche im Staate Nebas
ka verbreitet werden, sind als ,,Eom,non
Carriers of News" erklärt und sind als
solche gehalten oder können gerichtlich ge
zwuiigen werden, Antworten, Erklär
gen, Entgegnungen und Rechtfertign
gen politischer Parteien, öffentlicher Bei
amtcn, Kandidaten sür die Wahl zu
öffentlichen Aemtern und solcher Perso
nen, welche in einer Druckichrrst lächer
lich gemacht, kritistrt, beleidigt oder hei
abgesetzt wurden, aufzunehmen und un
entgeltlich zu pubhziren."
Nebenbei enthält die eimahnte Bill
auch noch entsprechende Strasbestimmun
gen gegen den Schreiber und Verössent
licher solcher Artikel und Bestimmungen
bezüglich der Kompetenz der Gerichte zur
Zuerkennung von Schadenersatz an die
durch eine Zeitungs' oder sonstige Pu
blikation beleidigte klägerische Partei.
Die einzelnen Bestimmungen de projek
tirten Gesetzes, welches übrigens große
Aussicht hat, angenommen zu werde, da
man nach denZrfihrungin der letztjähri
gen Wahlkampagne alles ausbieten will,
um die Oppositionspresse, jene in dcr
eigenen Partei, mundtodt zu machen.sind
derart, daß sie selbst den berüchtigten
Paragraph 19 dcs österreichischen Preß
gesetzes in den Schatten stellen, was si
cher etwas bedeuten will.
"Verlclu
eines der
ersten : Restaurants
IHII-i.
TaS .Diamond" Rcstaurant, welche
sich eineS vorzüglichen Rufes und einer
beneidenswerthen Frequenz erfreut, ist
unter günstigen Bedingungen zu keusen.
Herr Höhlt, der in Folge seiner Eoulanz
und seiner Erfahrungen des Geschäft so
gewaltig gehoben hat, ist nicht imStande,
dem Lincoln Park, der tonangebenden
Sommerfrische der Stadt mit Ersolg
vorzustehen, wenn er einen wesentlichen
Bruchtheil der ihm zur Verfügung steh
enden Zeit seinem Restaurant widmen
soll. Wir sind häusig Gast des Dia
mond'(Ro. 138 südl. 11. Straße) so
daß wir aus Erfahrung sprechen, wenn
wenn wir dieses Geschäft als eines der
blühendsten dieser Branche bezeichnen.
Hier würde steh also eine günstige Gele
genheit für einen strebsamen Teutschen
bieten, um, trotz der schlechten Zeiten, ein
prvsitables Geschäft zn übernehmen.
f3s Ich litt mehre Jahre an chro
nischen Rückenschmcrzen. Nach Anwen
dung von zwei Flossen St. Jakobs Ctl
wurde ich dauernd geheilt. Hermann
Schwayzel, Aberdeen S. Dak.
$W Düstere Wolken hängen über
dem Haupte des Herausgebers der
,, Omaha Tribüne," Eduard Schniei
ßtr's, eines Wieners. In Omaha ist
nämlich Fräulein Anna Geiger, eine
nicht mehr junge Dame, sie hat das
Schmabenalter hinter sich aufgetaucht,
welche erzählt, daß sie im Jahre 1892
Köchin in einem Wiener Hotel war und
durch ein Heiralhsqesuch in einer Zeitung
mit Schweißer bekannt wurde. Dieser
wollte damals Bücher - Agent und ledig
sein, und mnßte sich bei ihr so einzu
schmeicheln, daß sie sich mit ihm verlobte
und ihm ihre Ersparnisse, 600 Gulden
übergab,' um eine Buchhandlung einzue
richten. Kaum halte Schmcißer das
Geld, so verschwand er' Ku z nachher,
sogte Fräulein Geiger weiier. habe sie
erfahren, daß Schmeißer nach Amerika
durchgebrannt sei und daß er nicht nur
noch anderen Maschen auf die gleich,
Weife wie ihr mitgespielt, sondern auch
in Wien eine rechtmäßige Gattin in
Elend und Noth zurückgelassen habe.
Sie selbst habe eine strafgerichtliche An
zeige gegen Ed. Schweißer 'erstattet, in
Folge dessen k derselbe steckbrieflich ver
folgt wurde. Im Frühjahr 1893 kam
die unglückliche Braut selbst nach Aiiiai
ka, um auf den Durchgebrannten zu
fahnden. In Chicago fand sie feine
Spur und in On.aha erfuhr sie, daß
derselbe dort eine alte, wohlhabende
deutsche Wittwe geheirathct und mit de
ren Geld die , .Tribüne" gekaust habe.
Schweißer glaubte, die ehemalig? Braut
rasch wieder los werden zu können, und
gab ihr großmüthig fünf Dollars, Aber
Fräulein Geiger will ihn nicht so leich.
ten Kaufes davon lassen, sondern hat
iln auf Rückzahlung der 00 Gulden
und $5000 Entschädigung wegen Bruchs
des Heirathsversprechens verklagt. Die
Geschichte mit den 600 Guld.'n giebt
Schmeißer in seiner Antwort auf die
Klage zu, bestreitet dagegen in den an
deren Punkten die Compttenz der anie
rikanischen Gerichte.
Vertraut Euch nicht Ouacksal
bern an, medn Ihr spürt, doß Euer Or
ganismuß außer Ordnung ist. Sobald
Ihr bemerkt, daß der Magen den Dienst
versagt, daß Eure Verdauung gestört ist,
daß Leber, Nieren und Milz nicht so
fungiren, wie dies der Fall sein sollte,
wenn Ihr mit Kopfweh, saurem Auf
stoßen, Hartleibigkeit Blähungen und
andern von unreinem Blut herrührenden
Leiden geplagt seid, so nehmt die St.
Bernhard Kräuterpillen, dies allbewahr
te Heilmittel, das aus rein vegetabili
schen Ingredienzien befleht, d. h. aus
den reinen Säften heilkräftiger Kläuter
und das deshalb schon unzahlige glückii
cbe Kuren bewirkt hat.
tW Harrn Hill, welches in der
Nacht des 1. Novbr. 1893 den M. Ake
son, einen der ältesten und geacktctsten
Landwirthe vou Caß Cvunty, nach reif
licher lleberlegung, in brutaler Weise er
mordet hat, hat am I. März in Platts
mouth das Schaffst bestiegen, um durch
den Strang in Jenseits befördert zu
werden. Da hierzulande, besonders in
Nebraska, Mörder frei auszugehen pfleg
ten, so gereicht uns die Hinrichtung die
fes herzlosen MoidbuKe zu großer Ge
nugthuuiig, weil dieser Akt uns gleich,
sam den Beweis liefert, daß das Ver
ständniß für Recht und Gesetz noch nicut
vollständig geschwund ist. Wen
Mörder vom Schlage eines Hill im letz
te Moment zu Kreuz kriechen, so ge
schieht dies wohl mehr aus Angst vor
der Strafe im Jenseits als aus wahrer
Reue.
Die Finanzlage dcs Staates
Nebraska ist nichts weniger als eine gün
stige. Wenn man nun die Finanzlage
von Douglas County, des der Bcoölke
rungszifser nach größten Couiity im
State, oder jene von Omaha, der be
deutendsten Stadt Nebraska's, in's Auge
saßt, so findet man, daß dieselbe gleich
falls schlimm genug ist und den respekti
oen Behörden schmor zu schassen macht.
Die llisache der gähnenden Leerein
der County- und St'adtkasse liegt theil
weise in der im Laufe der letzten fünf
Jahre erfolgten außergewöhnlichen Enl
werthung dcs Grundeigenthums, dem
allgemeinen Rückgang der Geschäfte und
den dadurch bedingten verminderten öf
fentlichen Einküuslen, vor Allein aber in
der unverantwortlichen Verschwendung
in der Verwaltung von County und
Stadt. Um nur ein Beispiel anzufüh
ren. Während im Jahre 180 die Aus
gaben für die Gehälter sämmtlichcr Be
amtcn der Stadt Omaha etwa 100,000
pro Jahr betrugen, sind dieselben inzwi
schen auf mehr als $1000 per Tag oder
$400,000 im Jahie gestiegen, obne daß
eine drrartiqe Vergrößerung des Biidgets
auch nur iiiEntfcrnte,'tc, berechtigt wäre.
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Im Laufe der Jahre sind nämlich eine
Unmenge Stellen an der öffentlichen
Krippe geschaffen worden, welche nur den
einen Zweck hatten, Familienang höii
gen von städtische oder anderen einfluß
reichen Personen eine gu: ö.rsorgung
auf Kosten dcs Gemeinwesens zu ver
schassen. Tie Gehälter ber meisten
städtischen Angestellten sind derart in die
Höhe geschraubt worden, daß beispiels
weise ein städtisches Departement, wel
ches vor zehn Jahren ein Gehaltserfok--derniß
von jährlich c'wa $8000 hatte,
dermalen, bei Ziigriindelegiingdes Per
fonalstandks von damals, mehr als das
Dreisache beansprucht.
Clerks ohne irgend welche besondere
Vorbildung und in ganz unverantwort
lichcn Stellungen erhalten von 125 bis
$150 per Monat, während ausgezc,chnet
qualisie rtc Angestellte in Banken und
großen Gechäflshän'ern froh sein müs
Ich, wenn sie $75 erhalten, und während
in allen Geschäften in der Stadt, na
mentlich im Berlauf des letzten Jahres,
nolhgedrungenermcise eine Ncduzirung
in der Zahl dcr Angestellten, wo immer
cs möglich ist, erfolgte und zum Minde
sten Gchaltsrcduzirungen vorgenommen
werden, thun unsere Stadt und Coun-ly-Bchörden
so zieinlich das Gegentheil.
Unter einem großen Theil der Bürger
i3 eine Neforwbewegung in Fluß ge
kommen, we'che darauf abzielt, Erspa?
rungen durch Hcrabsei)ug der Gehälter
und Entlassung überflüssiger Angestell
ter zu erzielen, um Einnahmen undAuS
gaben im öfscullichcn Verwaltungsdienite
in llinklang zu bringen, allein diese Re-
"3i
ie
haben ein paar ausgezeichnete Bar
galns' in deutscken Ansiedlungen in
eultlvirten und nncultivirten Lände
reien zu sehr niedrigen Preisen.
sind nur wenige der vielen Bar,
gains, welche wir offeriren.
Wir haben Farmen in Gröfje
von 40 bis 2400 'Ackers in einem
Burr Block, Lincolu, Nebr.
vou
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Ziiütiplphpv
7 JJlUlUVlirUirl f
formbestrebungen werden auf alle mög
liche Weiie direkt und indirekt bekämpft,
denn es sind ja so Viele, welche daran
interessirl sind, daß es bleibt wie es ist
und d iß die Boodle - Patronage nicht
verkümmert wird. Und während nun
Stadt und County vor riesigen Tc;siilen
leeren Kassen und ''empfindlicher Weise
geschmälerten Einkünften stehen, ist
nichtsdestoweniger kaum daran zudenken,
daß die Reformpartei durchdringt.
Nach uns die Sündfliith," ist eben auch
hier die Devise der Machthaber und nach
ihr wird gehandelt, unbekümmert darum,
was weiter noch kommen mag.
Ich wünsche Allen mitzutheilen, daß
ich e,e Holz- und Kohlenhandlung er
öffnet habe und im Stande bin, Hol;
und Kohlen zu niedrigen Preisen zu ver
kaufen. John Bathen, Crcle.
s.
Wein u. Bicr r
23irlhchaft I
Feme Weine und Liqueure
stets vorräthig.
SW Krrd Arng's Bier
wird hier verabreicht.
2101 O t. Lincoln, Ncv.
t-