Nebraska Staats-Anzeiger. (Lincoln, Nebraska) 1880-1901, August 30, 1894, Image 4

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    NEBRASKA STAA i - ANZEIGER. Lincoln. Neb.
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liiotum 10 iicnt t l'.nlt
..r.fi'iag, den :n. '.'lugust 1894.
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it die gvöfite deutsche Zeitung im
ciac'e und liejtrt jede Woche
:-r vi ztittn m&i
itcupiun Vcfcflcjf. Un,erSoniags
jül't r'arf den besten deutschen Sonntags
jU'tiit' des Vaiibcö ebeudüitig an die
Zf.'.t gestellt werden.
zniti.1i b 0rgan fstt Lncaster
(Sonn tu.
'.'iott, in Pttllman.
U itx !l)h!ftnftabt Pullman hcrtscht
bituu Jioich
nhit P. Altaeld, der Gouverneur des
StasttS Illinois, war vo: etnein Comite
dr iiotlileiCenden ehemaligen Ärbciler
per 'vuiUinttn Company um Hilsc ange
u:tn ivcidc. (ir begab sich daiaujhin
ach Cnr Or!schafi Pullman und über
zeugte sich, daß an die 000 Menschen,
iu u:rr Künsteln grauen und Kinder,
am Htirgetluche nagen.
T a,i ivandic er sich an den Mensch?
freund Georg? M. Pullman, mochte
ih,,t i'i'ittbilung, von dem was er ge
st iKN, erinnerte ihn daran, daß viele der
jent mit tljicn Familien hungernden Ar
beiter o ihre lang den besten Theil ih
res VilvtiS tiir thu nibcilcten und et
such'.e ihn aus Mittel und Wege zu sin
neu zur Minderung der iliolh.
Tie Antwort Pullmanö, des Men
scheu Äohllhatets lautete wenn nicht
i,n Wi,'l !at,t, so doch im Sinne Ge
schuht ihnen Siecht. AngeiichlS dct ver
zroeiseltcn eige, in der sich die Tausende
Menschen besinne, angesichts der That
suche, oasz nur insolge der Unterstützung,
dir'thm ouich die geivallsauie 'Aufrechter!
Haltung von Gesetz und Ordnung durch
das 2 ölt von Illinois und die yjieicht
tnittol des Vunbes wurde, heute in sei
neu al'lilcn wieder zur Mehrung seines
lüeii.iljiiins gearbeitet werden sann on
gesichig dieser Thatsachen hat der Mann
er n Phttisäer-Mnlh zu lagen : Wenn
die Leute Nvth letdcn, so liegt Lei ihnen
die Schuld, dcnn sie weigerten sich zu ar
beiten, ka ihnen Arbeit angeboten wurde.
Mag man sonst über die Haltung Pukl
man's und seine Berechtigung zu solche,
Handeln denken, wie man will, seine
Antwort auf den Brief Gouverneur Alt
ceH mini man als infam bezeichnen.
Ter Mann hätte das Gesuch um Hilsc
säi die Hungernden mit Vicin" beant
inoiten können, aber er durste ihnen nicht
noch mit zynischem Triumphircn coilial
len: I:,r hüllet es besser haben sönnen!
Das heißt den Untetlegenen mit Äoth
bewcrfcn.
Ta der Gouverneur bei George M.
Pullman statt Biot und t)ilfc mir Hohn
und ra?ug für die Hungernden fand,
wendet cr sich in einer Pioklamation an
dao i'ot von Illinois.
Xaiielbe Volk von Illinois das vor
wenigen Wochen aufgc'ork'crt wuroe,
.tiideij und Ordnung ausrecht zu eiljal
len inentt nicht direkt, so doch indirekt
im Interesse Pullman's wird heule er
sucht, seine mildthätige Hand auszulhun.
damit Hunger uudNoth gelindert weiden
iu der Musterstadt desselben Pullman.
3ete Gabe aber, die dem llnteritütz
nngS. Comite zusliept, wiid ein Protest
seiii. g-gei, die brutale Herzlosigkeit, die
ceiisäienfreuttd Pullman in seinem
Schte, bin an den Gouverneur bekundete.
(viitc Epistel über Hoch;cits
VcrlobttNjisNnstc. HockzitS' und Pcrlobuugsringc sind
nicht mvderncnU-sprunzS, sondern haben
schon t'i den raltesten Zeilen eine Rolle
geipielt. Schon die Form des Ringes
ha, in ,I:rer Endlosigkeit eiw"s inystcrios
Smdo!isch:S und eiinnert au die Ewig
seit. Man will also mit dem Rmgwech
sei bei der Eheschlieijnng andeuten, daß
der Band aus ewig gescklosseit und mit
hin nicht lösbar sein soll. Die alten
Völker haben dem Ring eine viel höhere
und einittic Bedeutung beigelegt, als
dies von den Rationen der Neuzeit ge
schielst. Räch dein streng jüdischen Ri
tuS to inte irgend Jemand ein Mädchen
zu seinem rechtmäßigen Weibc machen,
wenn es igi gelang, ihr einen Ring an
'den iv iii-.-.cr ;n flecken und dabei die
Worte zu sprechen : Ich nehme Dich zu
meinem Weibe nach den Eilten von Mo
f c und riömcl." Auch mußte bei den
irüberen israelitische,. Eben duDratirinq
einen bestimmten Werth repäsc,ttiren und
der Bräutigam hatte sogar den RachweiS
zu suheen, daß der Ring, den erder
Braut bet dem Ttvuakie an dcn Finaer
steckte, wit'.lich sein Eigcnlhum je, und
keinem AnDeren gehöre, der ihn später
vielleicht zuiückverlanae könnte. Der
Gebrauch, den Trauring a dem dritte
inaer der linken Hand ni tiaaen. ist
einem alten Glauben entivriiiiaen. wo-
nach ein in diesem Finger befindlicher
Rero fcinkr 5 dem Jer;en sühil. Wct
den Grieche und Römer ivar dieser
Glaube so festgewurzelt, daß die Aerzte
bei dem Zubereiten ihrer Medizinen und
Mntiiven sich des Rinafinners bedienten
und diesen in die Flüssigkeit tauchten, um
dadurch festzustellen, ob die Mischung
nit etwa sii schari oder aar lebensae?
fährlich sei. da sie fest davon überzeugt
waren, daß sie i solchem Falle sofort
ein besnaeS .sleriklovsen vcrl'vüren wür-
den. DaS Rückgäugiginachen von Ber
loduisten. nachdem oie verlobte einen
Ring eraallen balle, aalt früher als et-
was Unerhörtes und kam Inur
ii ßerst selten vor. Heutzutage ist es
freilich anders geworden, und es kann
sogar der bloße Umstand, daß ein Äerlo
bungsring nicht mit einem Diamanten
verziert ist, schon die Ursache werden,
daß die Berlobung mieker gekäst wird. -
Bei ein ie! eil Völkern kau es yaunz
vor, da die Braullveibung durch eine
dritte Pktson geschah und dap daS zu
verbindkure Paar üch gar "tcyl enma,
xkiiöniich kannte. In all, solchen
gälten galt die nähme Ce-3 Ninges a.s
bindend. An den Ho,en von Europa
werden sogar jev noch h'" geschlossen,
ohne daß her Btautigjm bei dnn Trau
vkte zugegen ist. So meikiviirdig dies
such scheinen maz. ss ist es doch That-
ache, da derartige Trauungen an oen
Hosen vorkomme. Die .hohen Vcrr-
chastkti durten ich schon dergteiqen er-
laube. Zur Zeit. IS die ,zrau noch in
gewissem Sinne als iFigenthum des
Mannes betrachtet wurde und ein 'er-
löbuiß wie der Abschluß eiueö Geschas.
teS angesehen wurde, galt der Ring alS
eine Bekrasliguiig des PertrageS; aber
es gab auch noch andere Gegenstände ud
Symbole, mit denen man andeutete, vag
eine Ropulalion zweier Personen stattge
funden hatte. Ursprünglich gab es bei
den meisten Völkern ur einen cinmali-
gen Ringwcchiel, um eine vhe als ge
schlössen iu betrachlen.und erst in der neu-
erenZeit hat sich decGebrauch emgefühtt.
daß sich ein Paar zuerst ein gegenseitiges
Gelöbnis; ablegt, ,ich ehelichen zu wolle
und dies durch den Austausch von Nin
gen bekräftigt, und dann spater durch ei
neu nach den Gesehen voigischricdcnen
Trauakl ehelich verbunden wird, wobei
wiederum Ringe ausgetauscht werden.
wichen den Eheverhaltnissen wie sie
heutzutage größleulheilZ bestehen und
denjenigen der früheren Jahrhunderte
liegt ein himmelweiter Unterschied.
iNtther wurde mit der Verheiralyung et'
ner Jungfrau angedeutet, daß sie der vä
lerlichc Gewalt, unter welcher sie bisher
stand, enthoben, dasiir aber derjenigen
des Galten unterworfen wurde ; eö hatte
demnach immerhin Jemand die Herr-
schaft über sie. Dies hat sich nun im
Verlaufe der Zeiten sehr geändert, und
die meisten Frauen verstehe es jetzt, ih-
ren Eheherrcn das Hausregiment zu eI
reißen uno sich selbst die Herrschaft anzn
eignen, welche der Volkernnnd sehr be
zeichnend das Panloffelregiincnt"
eiint. Dieser AuSoruck ist keineswegs
blos ein zufälliger, sondern findet seine
Begründung in folgendem Umstände,
Nach altdeutscher Ute nämlich brachte
der Bräutigam der Braut einen Schuh,
um hierdurch anzudeuten, daß sie von nun
an seiner Gewalt unterwotfen sei. Tritt
nun das umgekehrte Verhältniß ein, und
die junge Feau führt im Hause dicOber
Herrschast, baun regiert an Stelle des
Schuhes der Pautosfel. Im Nebrige
war ein Schuh als Symbol der Gewalt
crgrcifung immerhin für die Braut nicht
so kntmulhigcnd und demüthigend, wie
die Peitsche, die iu Rußland noch im 17.
Jahrhundert bei Eheschließungen als
Zeichen der Unterwerfung der ftrau un
ter die Herrschaft des Mannes eine Rolle
spielte. Wenn nämlich ein Ehekontrakt
zum Abschluß gelangte, crgtiif der Va
ler der Braut eine eigens für diesen
Zweck gekaufte Peitsche und gab mit der-
lernen cem iochierchen einige gelinde
Streiche, mit der Ermahnung, daß sie
jetzt aus seiner Gewalt in diejenige ihres
Mannes übergehe und daß sie diesem in
allen Stücken gehorsam sein müsse, va sie
anderen Falles die Peitsche zu kosten bc-
loiunicit wurde. Hieraus übergab er die
Peitsche dem , Schwiegersohn, der naliir
lich galant genug war, zu bemerken, daß
er hoffe, von derselben niemals gebrauch
machen zu ;iuieii, daß er sie aber doch
für alle Fälle behalte und aufbewahren
wolle.
Nn? Sem Staate.
Wilder hat vor Kurzem ein neues
Postgebäudc erhallen.
In Eoluuibus beirscht unter den
Kindern die Diphtherilis.
Arncs wird demnächst ein neues
Schulgcbäudc errichten lassen.
In Loaan ist wäkrcnd der vertloi-
sencn Woche ein Zoll Regen gefallen.
In Nebraska E,lu werden Beutel
von 30 bis 40 Cents per Bushel verlaust.
Grand Island wird bald mittels
1,000 Weißglühlichler ci leuchtet werden.
Die Lekter.Eo!,feri,z von Aule-
loxe Eounli, ist gegenwärlig in Religh
n Siyung.
In der Soldalenkeiniail, ;n Grand
Island befinden sich gegenwärtiz 150
ane zcrieger.
H. I. Öendni von Monroe bat
mit der Sellcriqucht in diesem Jahre
großen rroig gehabt. .
Die Pawnec Times" ist das ein-
ö'ijr ail in jccorasta, wetclzes itec um
Pviitit nicht kümmert.
Die Neunion der G. ?l R.
Grand Island wird sich zu einer groß-
ariigcn Demonstration gejtalten.
Lerinalon bat BondS :ur .s-,er-
stelliing eines ttanals. der MO.OL-O AcreS
anb berieseln wird, bewilligt.
Der Blitz hat ein Gespann schöner
Pserdc. welche kern i. i. Omiima imn
Willow Island gehörte, geiödtet.
E. S. Wued. der .kie,,'klr
des Gering Eourier, hat sich mit Frl. H.
ahre von c,t Point vermählt.
C. W. Geeer. welcher mebrere
Jahre ein Geschäft in Eozad betrieben
i,2i. t,i in .,cu,yvlie, III., gestorben.
Der -jährige Sohn des E. Riflc,
welcher in Red Cloud wohnt, siel i, eine
Heugabel, welche ihn an der 'unac vcr-
letzte..
Pawnee C.ly behauptet, einen
größeren Handel als alleandeie Släole
von derselben Scclenzahl in R.braska
zu besitzen.
Ein Fonds von 25,(j00 ist in der
Stadt und Aork Eounty gesammelt wor
den, um das ?)ort Eollegc wieder af
die Strümpfe zu helfen.
Die neunte Iahics-Conftrcnz der
Lehrer vtn DaweS Eounty tagt gegen
wärtig in Ehadron. Der Besuch läßt
nichts zu wünschen übrig.
James Sullivan, ein Farmer von
Minden, würbe von einem gewisse
...U . .mn fr et' ,
jim inu imi tmcm e cr taver. avcr
nicht lebensgesähilich, verwundet.
C. Audcrson hat Vorbereitungen
getrostem, um l.,),) 2iüS Rindvik und
äOO PserZe von Religh nach Wqominz
zu jeneeii. damit die clben d?rt überwin
tern. Die Jahnzseisarninliing der Per
bii'dkiig der clieu Au'itdler von Dodge
(ounti) wird a, . September aus den
.Freinont (Shaauugiu Groundg" statt-
liuoeii.
Q Gegen ;i lltjr Morgens biach in
Wohnung von Icnevh Gilmore zugeiend
veuer aus, welches aber in zolge der
Anstleiigungeii der Feuerwehr bald ge
löscht wurde.
H. Lanzdon, einer Firma von
Bcatri.e, ist drr Eontrakl für Liescrunz
der eisernen Fiout dcS neuen Thomas
Gebäudes zu Summerfield, KaS., über
trage trorden.
Nach fast endlosen Verhandlungen
wurde R. D. Eooley voi Gerichte zu
Waverll) w.egen thätlichen AngntjS zu
14.70 verurtheilt, um dann auf sciien
Fuß gesetzt zu werden.
Der landivirthschaftlichc Verein von
Webster County wird während der Aus'
stelluug, am 5., t. und 7. Scvtbr , die
Summe von önoa bis sl.vvO a Prä
mien vertheilen lassen.
Frau Cylenc Vance von Wilson
ville, einer Soldalenivittwe, wurde un
längst eine Pension bewilligt und gleich--zeilig
die Su,..me von l ,000 an rück
ständiger Pension übtraiiejen.
Am letzten Freitag versuchte ein
Landstreicher bei Stanlon das 12 Jahre
alte Töchterchen des James Forsuthe zu
nolhzüchligen, wurde aber eingesangen
und l's Gejängniß abgeführt.
Die Leichenschau-Commission hat
in dem Smiletsschen Mordprozesse ent
schieden, daß E. A. Smiley geschossen
und getvdiet wurde von Geo. Williams,
ui.V zwar nach reiflicher Ueberlcgung.
Ein Sohn des Herrn John Molcr,
welcher ungefähr 1(! Meilen nördlich von
O'Reil wohnt, ist am verflossenen Sonn
tag von einem jungen Mann, Namens
Howe, aus der Jago gciödlet morden.
Ein Reisender, welcher den nörd
lichcn Theil von Boonc Eoii'iiq besuchte
behauptet, daß in zwei Totvnships nicht
Getreide genügend vorhanden, um ei
Huhn während des Winters zu ernüh
ren. 0. Schick, der Chef der Feuerwehr
von Bealriec, ist von Montreal, wohin
er sich zur internationalen Confercnz der
Feuerwehr-Ehefs begeben Halle, wieder
wohl und inunler in Beatrice äuge
troffen. Ein guter Regen siel während der
verflossenen Woche in der Gegend von
Faiksield. und schlug der Blitz bei dieser
Gelegenheit in die Thurnispitze Zer Con
gregaiioual Kirche. Der Regen löschte
das Feuer.
Die alten Ansiedler von Oioe
Eounlii hatten während der verflossenen
Woche einen Ausflug nachdem Morto"
Park veranstaltet, wo sie im Pavillon
sich des Abends den Belustigungen des
Tanzes Hingaben.
E. Moore, ein früherer Arbeiter
der Rock Island Eisenbahn, ist in Be-
alricc durch Shcriss Mendenhall ver
haflet worden, weil er mit der Ermor
dung des Bahnhofs-Aufsehers Smilei)
in Verbindung stehen soll.
Drei junge Bürschchen, im Alter
10 und 15 Jahren, haben aus einem
Waggon der Burlington Bahn zu Red
Eloud einen Eimer Candy gestohlen.
Die Schlingel werden wahrscheinlich zur
Refonnjchule geschickt werden.
Die Reunion zu Wecping Water
kann in jeder Hinsicht als ein glänzender
Erfolg bezeichnet werden. Am Donner
stag waren nicht weniger als lO.OCO
Leute in der Stadt. Richter Strode
hielt au die Versammelten eine Rede,
H. A. Lee, ein bei Baiiard woh.
neuder Farmer, hat 18 Buid lS Hafer
von 40 AereS eingeheimst. Wenn der
Mann sich für einen solchen Erntecrlrag
nicht besonders zu begeistern vermag, so
wollen wir ihm dies gewiß nicht oer
argen. R. E. Haskell von MePherson
iloiinli) ist noch lange nicht soweit, um
an der Zukunft Nebraska's zu verzwei
feln. Derselbe bat jungst (X Slück
Rindvieh n Iiah gekaint, um dasselbe
wahrend des Winters in der Heimath zu
mäste.
G. H. Foriiey, ein aller Bürger
vou Frcmont, ist daselbst am verflossenen
Donnerstag nach einer längeren Krank-
heit gestorben. Der Todte war früher
County Clerk von Dodge County und
ein Mitglied des I. O. O. F. und G.
A. R.
G. F. Little und Familie, welche
bei Allston wohnen, sind durch Feuer
schwer geschädigt worden. Als dieselben
vorn Hause abwesend waren, gedeih ihr
Haus in Brand und wurde vollständig
mit sämmtlichen Mobilien von den
Flammen total zerstört.
Frau E. A. Mulkey und ihre Tech
ler Violet, sind von der Standard Eat
lle Company Ranch" zu Montana zum
Besuch iyrcr Eltern des Herrn und der
Frau I. D. Dodae in Fremont eingc
trosfen. Der Aufenthalt hat die Ge
sundheit der Dame wesentlich gekräftigt.
Ellie Druksede wurde in Ne
braska Eiiy verhastet, weil cr der Vater
eines Kindes des Frl. Essie Eornwall
lein soll. Druejedow ist angeklagt, weil
er das Mädchen verlassen hat. Der
jungt Mann t unter Sciw Aonds ge
stellt worden und beabsichtigt, einen Pro
zcß wegen dieser sauberen Affaire anzu
strengen. Die Beerdigung des Frl. Minnic
Barber von Hoiörcge, der Tochter des
I, K. Barber. fand am Dienstag statt.
Die Verstorbene katle die Universität zu
Ehampaig, JH., besucht und zeigten
sich bereits wählend des Schulbesuches
die Vorboten der Krankheit, welcher sie
erlegen ist, nämlich der Schwindsucht.
Patrick Murray, ein reicher Land
Wirth von Platte County. weissagt einen
Winter, der Schnee in riesigen Mengen
bringen wird. Die Ernte soll anno
1 1S95 die reichste werden, die unser Staat
je eingeheimst hat. Da dieser Mann
seil Iahien in RebraSka nsaisia ist.
so könn!r Kr Pirpet vielleicht vifolg
haben.
In A'dkanv treiben fandst, eicher
in der t,noersrersten SSjeist ihr U we
sei. Die Wohnungen des John Hu
gelllein. Johnson, night und Anderer
erhielten unerwünschten Besuch und war
den viele Pserdegejchirre aus den Stak
lungen und sonstige Gegenstände ge'tod
len. Bieyeledildk mache die Stadt
kdcnsalls unsicher.
In Ai'hlai'.d wurde dieser Taze ein
s,hr verwegener Diebstadl ausgesührt,
indem ein Ticb ein schönes Pserd des
I. Tarpenning am hellen Tage bestieg
und in der Richtung nach Lincel davon
rill. AIs der Gauner ungesähr vier
Meilen in westlicher Richtung zurück
gelegt halte, machte er Halt, stahl iinen
Wagen und Geschirr, um dann seine
Reize fortzusetzen.
Die Ernte stellt sich in Platte
County wie folgt : Haser, S oder !
BushelS per Acker; Korn, fast eine totale
Mißernte; Heu, in den Niederungen,
eiwa an höher belegenen Stellen. kein
Ernteerlrag; Millet, guter Ertrag ; Kar
lossein, sehr geringer Ertrag. Die jüi?g
sten Niederschlüge haben den Wiesen in.
sosern Vortheile gevracht, als das Vieh
fultcr nicht mehr so spärlich ist.
Hiimmoiid BroS. & Stephens von
Fremont haben sich in oder vor dem 17.
September, in Omaha vor Gericht dzgl.
d r Herstellung eines gewissen Buches
zu verantworten. Die Firma M. Welch
von Chicago hat nämlich einen Schaden
ersatzorozcß in Höhe von 5000 gegen
die Gebr. Hammoiid angestrengt, wett p.
Welch das Verlagsrecht gen BucheS für
sich allein beansprucht.
E. Elayton hat vt,r einigen Tagen
in Nebraska City einen Prozeß gegen
Falton Massie dehnfs Rückerstattung von
XvO Busheis Weizen angestrengt. Ely
ton behauptet, daß er Massie $305 auf
die diesjährige Ernte vorgestreckt habe
und Massie sich heute weigere, die Note
zu honoiiren oder den Weizen zurückzu
geben. Fern er verlangt Kläger $100
Entschädigung wegen dieser Weigerung.
Sam. ds einzige Söhnchen des
M. A. Metzger von Beatrice, wurde
durch einen unglücklichen Zusill schwer
am Auge verletzt, indem das Kind auf
d,e Kante des Gewehres stürzte. Da
das Gewehr nur ein Spielzeug war, so
ist der Unfall nmsomehr zu bedauern,
als die Eltern bei einem Schießprügel,
der mit Eibke u. s. w. geladen wird,
von einer Gefahr für die Kleinen keine
Ahnung haben können.
Die einzige Gemeinde, welche bis
heute durch die Dürre nicht gelitten hat
und auch von den Glulhwinden, die von
Teras zu nS gekommen, nichts vcr
spürt hat, ist die Stadt der Prairiehunde,
welche bei Colunibus belegen ist. Bon
diesem Gemeinwesen ist noch kein einzi
ges Mitglied aiiSgewandert, sondern es
haben vielmehr alle den Entschluß gefaßt,
da ihnen das Klima recht gut gefällt, mit
demselben auszuharren bis an's Ende.
Die Convention der Volkspartei,
welche am Freitag in dem Bartenbach'
scheu Opernhause zu Grand Island
stattfand, hat diti. folgenden Candidaten
für die Staatsämter nominirt : Gouver
eur, S. A. Holcomb; Vice Gouver
neur, I. N. Gassin; Staats Sekretär.
James M'Fadden; Auditor. C. A. Wil
on; Schatzmeister. John H. Powers;
General-Anwnlt, D. B. Carry ; Com
missar, Sidiiey I. Kent ; Superinten
deut. W. A. IoneS.
Gegen 3 Uhr brach am Donner
stag in der Molkerei zu West Point
Fener aus, welches, da die Brandstätte
von dem städtische Wasserwerke nicht
zu erreiche ivar, die Gebäude vollständig
einäscherte. Man glaubt, daß die Flam
men in dem Maschincnranme entstanden
sind. Der Tolalvcrlust belauft sich auf
ungefähr üüU0, welcher Summe 54500
Versicherung gegenüberstehen. Tie Ge
sellichast wird die Molkerei in größerem
Maßstabe als bisher wieder errichten
lassen.
Viele Bürger von Norlh Platte
bedauern in der aufrichtigsten Meise das
plötzliche Verduften des G. C. Campbell,
welcher dort seit vielen Jahren aisässig
gewesen ist. Derselbe irar Lokalagent für
acht VcisichcrungSgesellschaften u. durste
er sich rühmen, gute Resultate erzielt zu
habe. Bcvot der saubere Bruder
durchbrannie. zog er Prämien auf ver
schiedene Policen ein und hat eine nun
mehr veranstaltete Untersuchung ergeben,
daß die Colleklionen den betreffenden
Gesellschaften nicht übermittelt worden
sind.
Dr. H. E. Bishop von Nebraska
City liegt in bedenklichem Zustande dar
nieder. Der Doktor kaufte sich am
Sonntag einen ganz colossalen Rausch
und muß, während er sich auf dem Wege
nach seiner Behausung befand, gefallen
sein. Es zeigte sich eine gefährliche
Wunde oberhalb dcS rechten Auges,
woraus zuerst zu der Annahme gelangte,
daß cr von Wegelagerern angehalten
worden sei, da aber seine Juwelen und
Geld bei ihm voigefiinden wrden, scheint
diese Theorie nicht sehr plausibel. Man
zweifelt an seinem Aufkommen.
W. O. Parker, welcher gefälschte
Roten bei der Thalze." County Bank zu
Hebron ptäseutirt halle und dann tzlSOO
erhielt, ferner von der Ersten Rational
Bank zu Hebron $ H0 erschwindelte, von
der Farmers & MerchanIS Bank zu
Ehester :!00 und schließlich von Banken
in Belleuille, KansaS, HiZZVtt ergaunerte.
ist in TeS MomeS veihastrt und von
Sheriff Alfred riiidfey von Theuer
County nach Hebron zurückbeordert
worden. Der laubeie Bruder befindet
sich gegenwärtig m Gcsängnisse zu He
bron.
Geo. Arnold, daS acht Jahre alic
Tödlichen, eines vor Kurzem von Aropa
hoe in Rioerion eingelroffenen Bürgers,
wurde von einem Zuge der Burlington
Bahn überfahren. Der tt nabe trieb mit
seiner fast gleichalterigen Schwester Vieh
bis in die Nähe der Geleise, als ein Zug
heranbraustc, wodurch das Pferd in solche
Angst gcrieih. daß cs seinem Räterm, mit
telbar vor dem Zuge abwarf. Die Fa
mitte befindet stet) in so dürftige Vcr
Kaltnissen, daß das Kind auf Kosten des
County's beerdigt werden mußte.
t'nqlcich in diefeiT H5rdfte keine
lanminlchafkitche Amsttugen Ire
nen der i'k'jVtar adgchalicn wer'en. so
wiid der laudirlh'chai,l,ch Verein von
FurnaS Counti?. der Rahe von Betvik
City dennoch am ZV., 20. und 21 Seo
tember auf dem neuen Ausstelluiigsplaye
die jährliche Äuestellu,g veranstalte.
Der Verein hat jüngst einen geeigneten
Platz angckaust, welcher für die aujähr
i,ch staitsiiidenve Ausstellung benutzt
erden wird. Der Platz ist aus's
Prachiigste herausgeputzt worden.
Eine Depesche traf am Mittwoch
von Bart.ett, einem kleinen Städtchen
ungefähr zwölf Meilen unterhalb Platts
mouth auf der Iowa Seite in letzterer
Stadt ein. welche meldete, daß die Reiche
nes Ernst Fletchncr. der am Sonntag in
den gluihen des Missouri seinen Tod
fand, dwi gelandet sei. Der Vater be
gab sich in Begleitung des Leichcnbestat
tcrS Sattler nach Bartlett, um bald zu
erfahren, daß es nicht die Leiche seines
verunglückten Lohnes war. Man glaubt,
daß es die Leiche des am vermichenen
Sonntag in Omaha ertrunkenen Gidson
gewesen sei.
Polizist Jackson von Beatrice ver
hastete vor einigen Tagen einen Man,
der im Besitze einer werthoollen Decke
war, welche vorn Haudcrcr Brubaker ge
stöhlen worden war. Der Bursche be
hauptetc, als er zur Rede gestellt wurde,
daß er die Decke schon seit vier Jahren
benutzt habe, jedoch behauptete Brubaker,
ohne sich int- Mindesten beirren tu lassen,
daß ihm die Decke gehöre. Schließlich
wurde dem Beschuldigten die Sache doch
ein Bischen ungemüthlich, so daß er sich
zu der Erklärung verstand, die Decke von
einem anderen Burschen zu 75 Cents ge
kaust zu haben. Es war ihm mitgetheilt
worden, die Decke nie zur Ktadt zu brin
gen. Die Decke hatte einen Werth von
moo.
Frau Eormell von Mead halte
jüngst einer Henne 13 Eier zum Aus
brüten übergebe. Das Huhn unterzog
sich der schwierige Ausgabe auf dir
Dauer von H Tagen, bis die Hitze so
groß wurde, daß die Henne ihren Muth
verlor und ohne weiter Federlesens zu
machen, erklärte, daß kein intelligintes
Huhu sich dazu hergeben würde, 24
Stunden per Tag auf die Dauer von U
Tagen zu arbeiten, wenn in deinHühner
stall eine Hitze von 110 Grad herrsche.
Die Henne verließ darauf ihr Nest und
setzte einen Streik in Scene, welche N)at
fache aber das Resultat nicht im Minde
sten beeinträchtigte, indem zur sestgesetz.
ten Zeit dreizehn gesunde kleine Büchlein
aus dem Neste schlüpften, um sich nach
dem täglichen Brode umzusehen. Die
Sonne hatte die Arbeit der Henne über
nommen. Der größte Brand der je in Tal
mage staltgesnndeii, war der der Scheune
der Geb, über Meyers. Das Feuer halte
schon bedeutende Fortschritte gemacht,
bevor es entdeckt wurde. Da kein Lösch
apgarat vorhanden war, so mußten Leute
mit Eimern die Löschardpite verrichten.
Die Anstrengungen waren in Folge des
e erfolglos. "Die Berluste stellen sich,
wie folgt: Dr. Ewh's Gebäude, Ver
lust $2,500; Versicherung 8()0.
Meyers Bros. Scheune Verlust $5000
Versicherung 1000.
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$400, Versicherung $2000.
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Henry Meblcr's Wirthschaft, Verlust
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Ein Hengst, der einen Werih von
$1800 hatte, fiel den Flammen zum
.Op'cr, Veisicheruig $000,
Zsiei Leute waren gerade, bevor di
Flammen sichtbar wurden, mit dem Ab
laden von Hcn beschäftigt, so daß der'
Verdacht nahe liegen dürste, daß ein
Filiikchen aus der Pfeife der Leute die
Scheune in Biand gesteckt hat. Die
ganze östliche Seile der Hauptstraße der
Stadt wurde in einen Asehei, hausen ver
wandelt. Tie Hitze war eine so inten
sivc, daß mehrere Fenster zersprangen
und die Läden auf der entgegeiigfetzten
Seite der Straße beschädigt wurden. S.
O. Bales stürzte, als cr einige Waaren
aus einem Laden entfernen tvollle, zu
Boden und brach eine Rippe.
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