Nebraska Staats-Anzeiger. (Lincoln, Nebraska) 1880-1901, August 09, 1894, Image 7

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lin ff llsair.sr .)triscissäs)i lf.
IVi .r;.i:i 5.;jr?!ir.
.lllld ä.t tir, ?N N'llil doch
itm 'r'.'.'i'i'! i cuica tciiiiit? -na
larn.-Pii ilistü." lavt dir ivittivc .Vi'eu
liuot in fttttue:, Tone z ilntui seltne
ÖJcqnc?.
.Äder ich lid'C !,, doch in meinem
Leben nid't s,t jclicit !"
.d) a ti eil indit; aber eben darum
nuirjt Du bei feiner rdiuig fein,
ti iituf; lull mit flauer erf allen, das;
Tu ihn niilit Icnucii gelernt haft!"
.Darum feil ich eint Reise ton acht
zehn stunden machen ! llcl'ctljaupt
ein reizender Gcdaiile, in PaiiS ;n
leben und sich in Grciioblc begraben ;n ,
lassen." !
i'icin niisie. der Ictc -Wille eine
sterbende,! ist heilig, l'i'an tljnt dei
Lebzeiten so ii'cuiei, Anderen ju (''efaüen,
daß man dcn Todten gegenüber sich
schon ein wenig znvorkoniniend zeigen
kann."
.Und wie werden mich die verwand,
te wohl aufnehmen, mit denen ich ie
in üicljunet gestanden Ijnl'C ? -Cu
I,ast mir selbst gesagt, sie seien iiiiaui.
fielilid), tieidijd), booliast und nament
lich nbertriobc geizig! Zic werden
sid) schön iiber die theure Reise ärgern,
zu der sie der Gelier Brabam.'on od,
ach seinem Tode zwingt ! Tenn solch'
Veichentrancpvrt soll nicht billig sein!
Tic Veute werden übler Laune sein und
mich infolge dessen anch schlecht ansneh'
inen."
Höre midi, aequeö ! Dein Kelter
Brabanon haue einen grenlid'en Ruf
und ich Initte ihn z seinen Lebzeiten um
leinen Preis der Welt bei mir empfan
gen. (Seine tirbeit sind Wucherer und
verdienen nicht die geringste Achtung.
Vlber tioi;dcm ist es henlzutage. wo die
Familie durch nmsiiirzlerische Theorien
nittergrabeu ist. die flieht Aller, die
Famiiieubezi.Iiunge der Ccijcutlnlifcit
gegenüber ausredn ;n erhallen und keine
Gelegenheit vorübergehen zu lasse, bei
der mau den Verlust eines -unehreu-l,af!eu
-in-niM übten sogar - als ei enl
feijlidieo Ui, glück hiiincllcn kann."
Du haü Recht, liebe Muller!" sagte
ZaequeS. ?ret stunden später bestieg
er in Hai den Schnellzug.
Obwohl er steh sogleich aus die Suche
nach einem liesplatj gemacht halte, fand
er doch in dein cvupe, in das er nach
längerem Siiiwaiileit gestiegen war, be-
ri'itx imii.mi M-'in'iii.iirr 'Tct er ,ili,'i 211
fahren nicht eint hoffen durste - dcrtig
war ziemlich siark beseht -so fugte er
sich in sei Scbicksal, und das um so
filniellcr, eilö sein Reisegefährte ihn
uiiiujiiuo liuui jii iiiumi luuijii.
tercr Halle sich in eine liefe deö öivupes
gedrückt, hatte die Mütze iiber die
Ohren gezogen und schien eine Absicht
zu haben, nämlich von Paris bis an
seinen esiimmuiigsort in einer Tour
zn schlafen, lir Halle sogar zn dem
Zweck. vor aeqnes' Erscheine, die
kleine Lampe herunlergedreht. die selbst
hochgescliraubt nur ein mäßiges Vicht
verbieilelc.
Es pfiff zur Abfahrt, ohne daß sonst
och Jemand in das ifoiipc eingestiegen
war.
Mein Herr, genirt Sie das Ran
.chen?"
Keine Antwort.
Zaeques nahm das Schweigen in
dem ihm günstigen Sinne und znndete
sid, eine Eigarrc an.
Mein Herr. tfljr Bittet?
Iacqncö zeigte das feine dem chaff
er und bemcrfle mit Erstaunen, daß
der Äeamle sich um feinen Reifegefähr
ten gar nicht tümmertc.
Mein Herr, ist cS Ihnen unange
.itchni, daß das heilster offen steht V"
4. ajiclüc eijwctgcit von weiten oes
SchläserS.
Iaegues benutzte dasselbe, um einen
frischen -Vuftjug dem onpe nnd sich -zuzuführen.
Persndien wir es 'mal. diesen Phi
losopheu zu kopiren." sagte er sich.
Ru wickelte er sich ebenfalls in feinen
Winkel, um schon nach knrzcr Zeit ein
znjchlafen und die angenehmsten Dinge
von der -lelt zit träumen. Mau hatte
dic'Erbeu deö BettenS Srabnnooit ver
leumdet ! Er fand iu Greuvble eine
reizende kleine Jioiijiiie, und eine präch
tige viebcoicchllc känsehte ihn über die
Traurigkeit deS Begräbnisses hinweg.
Lcifc und verstohlen drückte man sich die
Hände in der Kirche ; auf dem Friedhof
gestand man sich die gegenseitige Rei
gnng ; bei der Rückfahrt gab man sid,
schnell in der Veichenkutsche einen Jl'uf? !
Ach, die kleine Konsinc sah er schon leib
hastig vor sich ! Sie hatte schöne,
regelmäßige Züge, nnd große, braune
Augen mit seidenweichen Wimpern
IaequeS erivadite und bemerkte er
staunt, daß sein Geführte wahrend der
ziemlich langen Fahrt in derselben Hal
tung verblieben war.
Difon! Zehn Minuten Anfcnt-hali!-
IaeqneS flieg auö. um sich die Bciuc
zn vertreten.
Als er wieder einstieg, hatte sich der
Schläfer noch immer nicht gerührt.
Iaeqnes wollte seinen iiiiufechcn
Traum wieder aufnehmen. Aber die
kleine icoiiime war fort nnd umsonst
versuchte er. sie sich in'S Gedächtniß zn
riickznrnfcn. indem er mit geschlossenen
?tngkit vas reizenoe -uuo icrunive
' schwor. Eine gewisse, zuerst unklare.
dann immer deutlicher werdende Unruhe
machte ihn unempfindlich für den
Schlaf. Eine Reihe wirrer bedanke
.spukte in feinem Hirn. Diese hart-
nackige schweigen, diele durch nichts zn
bannende Unbeiveglichkeit feines (liegen
über begann ihn zn beunruhigen. Ach
Id kann jetzt nicht mehr schlafen !" Er
verscheuchte die bedanke ; aber sie
käme mit euienler Gewalt wieder. Er
sah ans seine Uhr und berechnete, daß
der leltmmc Men,d) eit mehr denn zcijn
(stunden lü'i nidit ncniijvt hatte
Mein Herr," sagte er mit sehr lau
ter Stimme, denn seine Rengier war
oufs Höchste geitiegen. darf ich Ihnen
eine Eigarre anbieten?"
Der Unbelannte rührte sich nickt.
Mein Herrl"" schrie Iaeanes wie
besessen, von einer gräßlidjen Angst er
griffen. Glicht die genngile Bewegung.
Rnn stürzte sich Iaeqneo. olinc recht
in wm:u. '.c? ? er that, ant den idiweta-
cii i!araoter ku liäit um i:;.
aiosaritnt. tiit t.ii t::t wui !
i.i tic Hvl.e zieht, n". uu i"t in .McinJi
a;it i'ni fi.t k .-in, r.a.l) lnute i;ler i.i
m l Die Miitje i.i ilnn ial ei i:.:
rein s.ei;;ii.i.t. .'.ezes le.'c je::::
Ha::d cnf ca? i:i.iiii'a-r intgeu-e.c:::
ii;lt r.nd n;;,itc ii;:::i ? es: tlaiMi
SiJiaafir. latta '!:tzte er a.ii rei
.agoulampe. duluc jic t.o.! : d I c
lisdiielc lkini juüeurdcu Sd.cui Cc-r
gelben vichieo um i-.!.;ljei:rcn iUuiea
den jiitia.ueii Pajia..ier.
ein Zit eiset ;;ai iue,lid !
Er juhr mit einem Todte zniam
inen !
eine Find t wüster Ideen jagt sich it.
seinem Hirn.
Zueisi hatte er die Absicht. Hilfe zu
rufen. Aber der Zug suhr mit vollem
Dainpie. J. amaia ; lanntc man cie
tedinndicn U'orlichliingen. verifiitelst
deie man beute einen liseubahuzng
zum Stehen bringen kann, tiod, id't.
Seine Stimme wäre also in dem lSe
tastel der Rader und dem Fanchen des
Dampfes inigehört verhallt.
lind dann ? Welchen Zweck hatte
dietes Ruscit?
'enit der Meiisch keingesnnd von
Paris abgesahren war und man ihn
todt, ohne Sputen von ewaltau
Wendung vorsand. konnte man da nicht
ans den ledanken einer ergisinug
kommen ? Ü',i,rde sid) da nidil der erste
Verdacht ans Iaequeö lenken ? konnte
nicht ein mit Hilse des Ehlorosornt be
gangenes verbrechen hier vorliegen?
Die Asstfen ein Justizmord die
itfuiliotiuc--! Er fühlte, wie der
Wahnsinn einer Spinne gleich seine
langen Anne nach ihm ausstreckte. Er
halte sich ans den, Fenster ans das 0'e
leise weise möge, um diesem gräß
lidien Schauspiel nnd den entsetzliche
Visionen ;n entgehen ; dann überlegte
er sich, daß er vieileidit .zu rasch handele,
und wurde ruhiger. Die Thnr hatte
er vorhin in feiner Angst aufgerissen,
und da sie min einmal offen stand, so
benutzte er die doppelte 'Fahrgeschiviu
digkeit des Zuges, packte einer plvtz
lidien Eingebiiiig folgend, den Veichnam
und schleuderte ihn hinaus.
Dann fiel er fast ohnmächtig vor
Angst und Entsetzen auf seinen Sitz zn
rück. Die srische Morgenluft wirkte
einigermaßen beruhigend auf unseren
iiugiiicklidien Freund. Er faßte mit
größerer Kaltblütigkeit die Situation
in's Auge, in die'ilm der Zufall ge-
schleudert hatte und die seine llllgheit
noch verschlimmert Halle. Sorgfältig
schloß er die Thür und verwischte die
etwaigen Spuren, die aus eine ','fnwe
fenheit einer zweiten Person hätten
schließen lasse. Es war die höchste
Zeit, denn gerade eine Station vor
0'ienoble erschien ein Beamter in Bc
gleilnng eines gallensarbigen, ganz
schwarz geneideten Herrn am öcoupe
fensler. Beide erbleichten, als sie Iaegnes
allein in dem Uonpe crblieftcn.
Mein Herr," fragte der Beatnte
mit zitternder Stimme, befand sieh
nicht noch ein Reifender bei Ihnen ?"
Jawohl," erwiderte Iaegnes mit
bewunderungswürdiger Jialtblutigfeit,
aber cr ist in Vljou ansgeftiegen."
Dein Schassner rollte die Laterne
ans der Hand und der gallcnfarbige, in
Schwarz' gekleidete Herr fiel fast hinten
über. Beide sahen sich init so unend
lich dummem Besicht an, daß Jacques
die größte Mühe hatte, sich das Vachen
zu verbeißen.
Der Zug setzte sich wieder in Bewe
gnng. In" Erenoblc angekommen, be
trat IaeqneS, bevor er nach dem Trau
erhausc deö Better Brabamwit fuhr,
eine der ant Bahnhöfe gelegenen hüb
schen Bitten, die in einem förmlichen
Bersteck zwifchen Akazien und Plalancn
erbaut sind. Er frühstückte hier tüchtig,
und seine Stimmung wurde so vortresf
lich, daß cr sid) schließlich fragte, ob cr
nicht eiufadi einen bösen Tran in gehabt
und sei ganzes nächtliches Abenteuer
pure Hallucination gewesen. Er wäre
davon, glaube id), auch vollständig über
zeugt geblieben, wäre ihm nicht ein Um
stand llar und deutlich vor Augen ge
treten : nämlich das verdutzte E'esicht
deö Schaffners und feines gallenfarbi
gen Begleiters, als sie den zweiten
Passagier nicht in dem ieoupe vorfan
den. Lohlgemuth stieg er in einen Wagen
und ließ sich nach dem Hanse der Erben
und Testamentsvollstrecker des BetterS
Brabanon fahren.
Er fand Alles in furchtbarster Ans
regung. Ich sagte es Ihnen ja,'
schrie eine zahnlose alle Jungfer, Ihre
Idee, ihn allein fahren zrr lassen wie
einen lebendigen, ivärc höchst unklug ;
das haben Sie nun von Ihrer Spar
famkeit ! Dazu mußten Sie noch einen
Beamten bestechen! Jetzt ist er vcr
loren, und wir können zusehen, wie wir
die Erbschaft bekommen !" Diese Rede
war an den gallensarbigen, in d)warz
gekleideten Herrn gerid)let, der wie zcr
sd)incttcrt dastand.'
In Vi)on ansgcstiegen ?" keifte die
Alte; in lyon anSgesticgcn! Aber
hatten Sie sich denn nicht überzeugt, ob
cr auch wirklich todt war?"
Ja, ich weiß nicht ! Dcr Arzt war
doch dabei! Biclleicht hat ihn das
Rütteln ans der Eisenbahn wieder in'S
leben zurückgerufen. Solche Fälle von
Lethargie kommen ja vor."
Hätten wir ihn in einen Sarg gc
legt, dann konnte cr immerhin aufwa
djcn ! Wir würde ihn einfach bcgra
den und unsere Erbschaft antreten!"
Dabei raufte sich die gräßliche Alte die
Haare und warf dem Gallensarbigen
wahrhast dolchartige Blicke zu.
Iaeqnes trat in s Zimmer und stellte
sich vor. Der Mann mit dem gdleu--farbigen
Gesicht und dem schivarzen An
zug fließ einen Schrei der Ueberraschung
anö. als er ihn eiblieftc und sagte:
Sind Sie nidt mir einem Herrn zu
sammcngcfahrcn, der wie Sie von Pa
ris abfuhr und in Vijou Ausstieg?"
Ganz recht, mein Herr, ein liebenS
würdiger Mensch! Zuerst schien cr
etwas ermüdet, aber in Mcliin wachte
cr ans und wir unterhielten uns aitf's
Beste! Haben wir gelacht und ge
raucht ! Der ist wahrhaftig nicht melan
cholifch!. Er wollte durchaus, ich sollte
mit ihm in Vliou bummeln. Aber id)
habe cö abgeschlagen. Ich bin recht
traurig, meine Herrsdiaslen und will
Ihnen bei,'., ' ":'.::-';
BislbaiKjou zur Seite stehen."
.Ader-"' .
... .,, ... . . i
,xv;e TuKf. .yaücu w ic i:nr inii
die Tiaucrauzc: ,e gcichicki r
.Ja. olcr-
,,os't::li,!i balcn 2 ie ciidi tciiie
Rei'e lu'ii lMiaeniiclciauiddieiiai Mei'
leu in.i:t inuiciiu mad en las'en-
.Cut iii'Ci.'uUti.iur Umstand -"
jd) t:a Ie: Freund von filedten
Scherze! - Auf meldte Stunde ist da
BcgmL-::if; bcittlit ?"
.Ihr fioüUa BiabaiKcii ist iiidl -mehr
todt." anttroitetc luetauf die zahn
lote a'.tc niigier mit sdimerzlidiem
Tone. .Daiiu." sagte Iaeqnc?, .werde
id, ihn II, Viw aussiidirn und wir wer
den uns kosilidi slimisiieii."
Damit reiste er ab und ließ die Erben
wie versteinert siehe.
Tas Meikwüidigiik an der Sadie ist.
daß Biabau.'0ö vcieljc nie ausgejnnden
worden in. Her:imstreifcde Pagabun
den hatten ihn geplaudert und den reidi
nam vei sckarii. Die zahnlose Alte und
der gaüensaibige, in Sdiwar; gekleidete
Herr Ivane nodi immer auf ihre
Berwaiidlen und fragen sieh, was et
seit drei Jahren in vtjoii treiben mag.
3 dkiiitc d ran !
tan ?ia Kkgkt.
5':icf nid't so siolz von Tf itu-rn l:i.bcfiat
i'xxab flut sinß'i'ir (irni'rf l'.'iniiitisii'iicr,
chlllN Tu auch h,'M' tci reich üfictjttiii
U'iahl
Tn l'stbf tninf ? ftPitf i'fm Potiit
ii ist tvr 2u& sin -ilüco lU-lvriiunffr!
Stv'cnn Tu auch linüf liech in tiliroii stellst,
Tu weißt nicht, wie Tu ans bem Votuui gehst!
Tu weif! es nicht, cb noch Teilt lepior Tan
Tir fjpl&m firalilt in Teines ReichihumS
Sctiiiiiiiicr,
Tb nichi in-nuchift jiih sin SlVtie rirfiKifl,
Ss3a Tir ta reden gab, Tein iückMig
wrück
Und atr Tein 0'liicf, Teilt 2tolz zersiet in
Trümmer,
CO Tu ei Beüier nicht um Gaben fielst
Tu weist lückl, wie aii dem reden gehst.
b Tu nicht endest einst in .'ierkernacht,
erm'eüelt siöliuesi liiuier üije,iiitterit
tU'ack) all' der i'uii, nach all' der tipp ten Prach!
ücht eisiiie vc.v.i Tir )iil) ein (iia'e nif.cht,
Im tfoUifiircviichusi die Glieder Tir zer
spüuer,
Vo!it it'ctm lmm ati U'-.'lti-v Blatt verweilst
Tu weißt nicht, wie Tn aus dem Leben fuchst.
T'rnni ich?'., den Ärr.ien, der sich niiide A.?.'it,
yiichl an mit dieien kalte He1,n,!iil,otlicte:i
tiv stirb wie Tu, vergelit die !i!ebeiistraik,
Ist seine? Herzens tevicr Ncr erlchlaff,
Im jiams't v.m'i Taieiu und mit Schicksale
tiicfi'n,
Toch cb Tu rei, wie er, vor P'otl einst
stellst V
Tu weißt nicht, wie Tu c3 dem iV&cn gc'ist.
Dunfj nie oCthiiiQ.
t'iitc watire Geschickte SN I. 5orkskä.
Der Borfiand des Hospitals zu St.
Ialod wendet sich hindurch ein edle
Mensehensrennde mit der Bitte, um
gütige Nebetlassung gelesener Zeittiu
gen und Broschüren zur Unterhaltung
für seine Uranien und Rekoitvaleozett
ten." In Zvolgr dieses (Gesuchs in eitlem
der verbreitctstcn ü.'okalanzcigcr von
B. wurde täglich das Bcrsd,iedenste
Politisches. issenfeliasllicheS, Belle
trislistches, kurz. Lektüre jeder Art, in
dem betreffenden Krankenhause abgelie
fert. Eineö Tages befand sid) auch eine
Zeitnng darunter mit dem schriftlichen
E'rnß eim Rande : Ich wünsche einen
guten Morgen und recht baldige Besse
rung," nebst genauer Adresse dcr
cchrcibcrin, Friittlein Luise Lobstcdt,
Rordstraßc 3."
Diesem lLrußc wurde binnen wenigen
Tagen folgende Antwort :
So gibt es wirklich draußen in der
sonnigen glücklichen Welt noch eine
Barmherzige, die aud für uns arme
Kranke einen freundlichen Gedanken
hat!
Ick) bin die Vliiekliche, die Ihren
Gruß empfing, die hofft, daß Ihr
Wunsch sich bald erfüllen werde und sie
in nicht zu ferner Zeit dies Hans gcnc.
feu verlassen kann.
iiud ic selbst jemals ernstlich
kraut gewesen, haben Sie je so heftige
schmerzen ertragen, wie ieh sie jetzt er
dulden muß. so werden Sie auch die
Bitte einer armen Franken hören und
es nid)t bei dem einen Gruß bewenden
lassen, der mich so glücklich machte.
Hätte ich wenigstens irgend eine mir
sympathische Seeic hier, gegen die ich
mich anssprcchcu, mit der ich hin und
wieder ein Weilchen verplaudern könnte ;
momentan aber ist Riemandda, der mir
hülse, die laugen einsamen tniidcn zn
verkürzen, drum nodimalS die Bitte:
lassen Sie mich nicht vergebens auf eine
Antwort hoffen.
Inzwischen mit herzlichem Gruß Ihre
dankbare Bertha Willmers."
Damit war die jcorrefpondcnz angk
bahnt, welche beide junge Mädchen als
bald mit größtem Interesse fortsetzten.
ES entstand ein lebhafter Eiedaiifenaiis
tausch, Briefe gingen herüber und hin
über, in welchen die Zivei ihre Lebens
ftcllungcn und Schicksale einander ans
führlid) mittheilten.
Luise Lobftcdt schrieb ihrer neuen
Freundin, daß sie ziemlich vereinsamt
in der Welt stehe, in einem großen
Konfektionsgeschäft in Stellung fei, bet
mäßiger Bezahlung vom frühen Mor
gen bis zum späten Abend, mit nur
kurzer Pause iiber Mittag, angestrengt
zn thun habe und ihr Ehif'bei den
hohen Anforderungen, die derselbe an
feine Leute stelle, ziemlich unliebcnö
würdig sei. Sie habe wenige Bekannte
ihres Alters und keine Freundin, der sie
wahrhast von Herzen zugethan wäre.
Wie sie sich jetzt dcr guten Idee freue,
jener Zeitung einen 'tLrnß und ihren
Rauten beigefügt zu haben es fei doch
etwas riskirt gewesen wie, wenn ihre
Adresse in falsche, nnrcchtc Hände ge
kommen wäre ?
Sie hoffe auch, schrieb sie in einem
ihrer späteren Briefe, endlich 'mal Zeit
zu finden, Fräulein Bertha im Kran
kenhaus aufsuchen zn können und ihre
liebe Freundin endlich persönlich kennen
zu lernen.
Bertha Willmcrs antwortete in dem
selben offenen, herzlichen Tone.
Sie erzählte, daß sie, ans H ge
bürtig, vor drei Monaten hierher ach
B . . gekommen sei, nm sich bind)
Sprach' und Mufir.:::;;:::;:,: ,.,re vc
U.U'iiuieiiiatt zu verdienen. Schon nach
wenigen Woeen sei sie schwer erkrankt
und .ans ihren eigenen Wunsch von jmi
i.vn7:j.-.e;:iat yicr in oao vwpt.u ge
bucht i. erden.
.Wie gi.'.ekiidi lüuiit wich iit Um
ficht. Sie tald leuiic.i zu lernen; i.l
zweisic iid t iaß um vu v::u an nir'c
ganze Vei'eii ini!i.u:c Fieiir.rsa -it rei
tilgen wird. iin doch uiod,ie idi.e
bitten. Ilircn Be'nch bei mir tiod, ti;:
kleine? Wcüc ,en htuauSzusdueren. Wcö.
halb ? - S e weiden mich ?ur tho:idt,
für eitel lu'teu, werden es eine netl.
liche Sdnra oe nennen, und dodz
Man pjlegte mir vor meiner iiraul;:ei;
öfters youitUiuciitt i.Lur uici.i Ijubjchr?,
frisdiks. gesundes Ane sehen zn inadien
Sie weiden begleiten, wie ein fünf
Wochen langes schweres ciankenlager
einen Menjdien veiandert, wer weiß.
Sie wiii den sid, vor meinem jetzigen
Aussehen vielleicht cutietzen. und id,
möditc ans meine neuerwoibeiie Freun
din doch einen möglichst günstigen Ein
druck m a dien.
.Sobald ich mid, etwas mehr erholt
habe, sobald id, wieder etwas mehr mei
nein frühere. ,Id gleiche, schreibe ich
es Ihnen."
Acht Tage später machte sie Luise Lob
stcdt die kijrculidic Mittheilung, daß sie
hoffe, binnen, Kurzem als geuescii aus
dem Hospital entlassen ;n werden. Ihr
erster Ausgang gelte dann ihr ilner
neuen lieben Freundin, zuvor aber müsse
sie ihr eine sehr, sehr ernste Beichte ab
legen.
Unter nsidierung größter Achtung
und Liebe bat sie Fräulein Luise, wel
cher Art ihr b'eständniß auch sei, daS
Eine müsse dieselbe ihr versprechen : sie
bei sid? willkommen heißen zn wollen.
Ridts hat Bertha im Vebeti wohl
mehr überrascht, als die Antwort, die
ihr hieraus ward :
.Mein liebes, liebeS Fräulein Ber
tha," lautete Luise LvbftedtS Brief.
.Mii vor Angst und Aufregung zittern
der Hand fd,reibcid diese Zeilen, denn,
entweder es beginnt für uns Beide ein
neues glückliches Leben, oder Alles ist
zwischen utiS a,iö nnd wie ich das cr
tragen sollte, weiß Gott allein -denn
o, lassen Sie es mich Ihnen gestehen,
ich liebe Sieja. id) liebe Sie mit der
ganzen Glttth, der ganzen Leidenschaft
eines warm empfindenden Herzens !
Der Eingebung einer übermüthigen
Lau u c folgend, fügte id) meinem Rauten
auf der Zeitung, die ein glücklicher Zu
fall in Ihre Hände spielte, das kleine
Wvrtchen .Fräulein' bei ; ich setzte den
Scherz in meinen ersten Briefen fort
nnd dann war mein Interesse für Sie
bereits ein zu warmes, als daß ich es
über mich vermocht hätte, Ihnen die
Wahrheit zu gestehen, die nicht nur viel
leicht unserer icorrespottdettz, die mir
zum Bedürfniß geworden, ei Ende ge
macht, sondern mir and) voraussidttlich
die Gelegenheit genommen hätte, Sie
jemals von Angesicht zu Angesicht ken
neu zu lernen. " Ach, Fräulein Bertha.
zürnen Sie mir nicht, weisen Sie eine
tiefsinnige Liebe, wie sie mein Herz
für Sie empfindet, in Groll nicht von
sich! Schreiben Sie mir nur ein Wort
ein kleines Wörtchen nicht jetzt
nicht gleich erst wenn Sie sich von dem
Schrecken erholt haben, den die Enlhül
lnng meiiteS Geheimnisses Ihnen ver
ursachen muß : daß es lein Mädchen
ist, das Sie bis zum Wahnsinn liebt,
sonder ein Mann ! ein Mann, dcr
sich Ihrem Urtheilssprttche fügen wird,
ivic derselbe auch lauten mag, dessen
LebenSgiück aber für immer zerstört,
vernichtet ist, wenn Tic sich zürnend
von ihm abwenden ! Ewig dcr Ihre
Ludwig Lobstcdt."
Aeugftlich harrte er, dcr sie bctrogcn,
aus die Antwort. Sie kam am folgen-
, den ,agc und lautete :
Geehrter Herr! Lcidcr kann ich
Ihnen die Enttäuschung uid)t ersparen,
i die diese Zcilcn Ihnen bringen werden,
j Wie Sie trotz Ihrer heißen Licbc zu
I mir einsehen müssen, kann ich nie die
Jhrc weiden ! Gleich Ihnen, von zar
; ter Rücksicht für das schwächere Ge
j schlecht beseelt, nahm auch ich meine Zu-
flucht zn einer kleinen List.
Kanu uns auch keines Priesters Sc
gen verbinden, so können wir dodz gute
Kaittcradschast mit einander halten, mci-
. itcn icit nicht i
j Bon Herzen freue ich mich auf Ihren
; Besuch ; da wollen wir mit kräftigem
' Händedrnck einen Freundschastsbuttd bc
i siegeln, bett wir zwar einer Täuschung
j verdanken, ans dem iu Zukunft aber
jedwede Geheimnißthnerei ausgeschlossen
i s"
, Auf baldige persönliche Bekannt-
sd)aft Ihr freundlichst ergebener
BcrtholV Willmcrs."
Tie Prinzessin Uun LLslcS hat die
Trauer um den .od ihres Sohnes, des
Herzogs Elarence, ihres Erstgcborcucu,
ihrer Umgebung gegenüber möglichst zu
nntcrdrückcn versucht, nur ihrc hütende
Gesundheit und eine verdoppelte Zärt
lid)kcit für ihre Lieben legte für den
Eingeweihten Zeugniß dafür ab. EineS
TageS spazierte sie mit ihren Damen in
den stillen Gassen bei Sandringham,
als sie ans eine alte Frau stieß, die unter
einer Bürde schwerer Packele einher
schwankte und dabei bitterlich weinte.
Bei näherer Rachfragc stellte sich's her
aus, daß sie als eine Art Packtittgcrin,
bei dcnt Landvolk angcstcllt war, das
seine Waaren auf den Markt brachte.
Aber dasGcpäck ist für ic bei Ihrem
Alter zu schwer," stigtc die Prinzessin.
Ach, da haben ie Recht, Madame.
Ich werde das Geschäft aufgeben mnf
fc und wenn id)'S aufgebe, muß ich
Hungers sterben. Jack hat die Sachen
sonst für mid) getragen mein Junge,
Madame." Und wo ist cr jctzt '"
.Jack? Er ist todt! Ach. er ist
todt !" Und in verzweifeltem Schmerz
schrie das Weib wild auf. Die Prin
zeffitt sagte kein Wort, zog den Schleier
über ihr Gcsicht, um ihre Thränen zu
verbergen und eilte davon. Einige
Tage später stand vor dem Hause, in
welchem die alle Lastträgciin wohnte,
ein netter Karren, vor dem ein kräftiger
Esel gespannt war. Tic alte Frau
kann jctzt mit Leichtigkeit ihr Gcschäst
betreiben und ihren Lebensunterhalt ge
winnen. Es geht ihr gut und sie weiß
noch immer nicht, welchen Rang die
Frau bekleidet, die ihr um ihres todten
Sohnes willen das l'cbcu zn erleichtern
unternommen hat.
Ahn ! Hast Du vor Deiner Hoch
jcit einen Polterabend gefeiert, lieber
ivrcniib's1" Rein, bei mir kamen die
Poltcrabende erst ach dcr Hochzeit."
inen.
I:n Jahre ?''" urhe R?!esxierre
;ur Uuiei di u ',! r de: 'irond'.'ten Bar
u? und Fieren i:a.1i Toiite nd Mar
seilie. Beide Staeic wniden erobert
und iin eiiiihn die un.i'.ack'.'.ch. Ein
urinier Alles, was die Pariciii.uk!, a
Rade und Giausaücit cichcn konnte.
.Wir lasicn tagli.1, zweihundert copse
saüen," sdiricb Fieren am '.. deS
Sdiueemonats im Ialue der Rc
riiblit- aus iciilni.
.Sie saüen wte Hagel unter dem
Sditreite des Geietzes." licißi cs in sei.
nein Sdneiben rein ',. des Regen
nionats." In Zonlon bcsabl er
Girondiiten bet Tcdeeiüa'e. ans dem
Ehamp de MarS zu erscheincu. Deut
wurden fit von Truppen nmsicllk. sa
daß sie hinter sid, e,ue Mauer hatten,
und eine Plötzlich demackiite Baiterie
schmetterte sie nieder. Todte und Ve
bende liegen durdeiuander. Da rer
spiickl eine Stimme Gnade denjenigen,
die uod) nidit todt sind, sie erheben sid),
eine zweite Salve fegt auch sie hinweg.
Richt genug damit, es war der Beseht
dcS WohlsahrlsausschimeS," beide
Städte z zeifiören und alle Emwoh
er zur Auswanderung zu zwingen.
Ant -C.. des SchneenionatS" schreibt
Freion anS Tonlon :
.Es geht Alles gut hier, wir haben
1:?,ix0 Maurer des benachbaiteu 5c
partemcnls augcnommcn. um die Stadt
zn dcmolirc und zu rasircn."
In Marseille ließ er Kirdien zcr
stören, dic schönsten Gebäude uiedeirei
ßcn. ja er wollte, daß cS die Stadt
ohne Rainen (ville ans-Noin)" ge
nannt würde, und datirt seine Bliese
aus .Cline Rauten, vormals Mar
seille." Rnr die Furcht, daß man,
wenn die Stadt den Flammen preisge
geben würde, and) das Arsenal nnd die
Magazine anstecken könne, verhinderte
dic Einäscherung MarscilleS. Und die
ser selbe Mann schrieb später eine Ab
Handlung iiber die wohlthätige Wirkung
der Hospitaler und namentlich iivcr die
jcnigcn von Paris !
Tcr Untich? Tnrchfchnittcninnn
Die Anficht ist allgemein verbreitet,
daß ei gesunder Mensch symmctrisd)
gebaut ist, ein ucllfouiiueti gerades Rück
grat und gleich lange A, ine und Beine
besitzt. Und deck) ist dj,' Ansicht nicht
richtig ; genauere aulhropvlogische Mes
suiigeu haben ergeben, daß der Mensel)
symmetrisch gebaut zur Welt kommt,
daß aber unter Erwachsenen ganz sym
metrische Gestatten nicht die Regel, son
dern die Ausnahme bilde. Jüngst
haben E. Hasst und Dr. Del, er in
Brest eine interessante Arbeit über
i Unsere Trnppc'n in körperlicher Be
ziehung" herausgegeben, welche eigen
artige " Enthüllungen bringt. Die ge
nannten Fo scher haben 51 l Soldaten,
Kürassiere. Artilleristen, Infanteristen
und Trainsoldateu genau ansgeiuesscn
und gesunden, daß in dcr Mehrzahl de"
Fälle die Beine und Arme nngleid) laug
waren, und zwar erschien von den Bei-
, neu oas iiuie iniu vvn inu .'cinicu uu
rechte gewöhnlich länger. DaS ist über
raschend, denn wir müssen wohl zn
geben, daß wir in dem Soldatenstand
die bestgebauten Leute dcr Ration, dic
Blüthe unserer männlichen Jugend in
körperlicher Beziehung vor uns haben ;
alle mit Fehler behafteten Elcmcntc
werden ja in dcr Rcgcl zurückgestellt,
Unter den Gemessenen hatten gleiche
Armlängc nur 18 Prozent und glcidic
Bcinlängc nur 32 Prozent. Rechts
händcr waren 0!) Prozent. Linkshänder
1 Prozent. Bei dcn R'cchtshandmt
war dcr rechte und bei dcn Linkshändern
dcr linke Arm länger; im Diirchfd)iiitt
betrug dieser Längeunterschied einen
Eentimeter; in einige Fällen aber
selbst drei Ecntimetcr. Achnlich ver
hielt es sich mit den Beinen. Das
Rückgrat war and) nicht vollständig ge
radc, sondern bald nach nichts, bald
nach links ansgcbogcn. suchte mau
die Leute heraus, dic im Leben als
schön gebaut" gelten und namentlich
gern zu Kavalleristen genommen wer
den, so fand sid), daß sie nicht shmmc
irisch nnd nicht kerzengerade waren,
soudcrn cinc Ansbicgnng der Wirbel
fältle nach links zeigten, einen längeren
rechten Arm und ein längeres rechtes
Bein hatten. Bon solchen schonen
Männern" hatte das Kürassicncgimcut
41 Prozent, dic Husaren 25 Prozent,
die Infnntcrieregimentcr nur 11 Pro
zcut. Tic Ursache dieses Erscheinung ist
nicht schwer zn finden. Der enge
borene Mensch ist ein symmetrisch gc
bantcö Geschöpf, aber im Leben benutzt
er seine Gliedmaßen nicht gleichmäßig ;
cr bevorzugt die eine oder die andere
Hand, in dcr Rcgcl die rechte, und
darum wird anck) dcr häufiger gebrauchte
Arm starker und länger. Wenn man
dic Kinder in dcn ersten Lebensjahren
aufmerksam beobachtet, so ficht man.
daß anch dic Benutzung dcr Bciuc eine
ungleichmäßige ist ; in der Rcgcl wird
das eine Bein mehr angestrengt und ge
übt als das andere. Daraus ergeben
sich im Laufe dcr Zeit dic Abweichungen
von dcr Symmctric ; aber erst wcnit
diese besonders groß sind, werden sie zu
Bcruuftaltungcn.
Hasse und Dchncr habcn in ihrer Ar
bcit auch die Körpermaße eines Durch
schnittsmanneö" aus dcn 511 1 Mes
sungen angegeben. Sie lauten: Kör
pcrlänge 107 Ecntimetcr. Bcinlängc
rechts 81 Ecntimetcr, Bcinlängc links
87 Ecntimctcr. Armlängc rcchts 77 Ecu
timctcr, Armläuge links 7i! Ecntimctcr,
Brustumfang 5 Ecntimctcr, Ovcr
schcukcliimfaug 56 Cciitimctcr, Waden
umsang ö5 Ecittimctcr. Körpergewicht
03 Kilogramm.
DaS ist dcr deutsche Durchschnitts
lanii, wenigstens int Osten dcS Rei
chcS. Es würde gar interessant fein,
diesem Adam die Eva als Pendant an
dic Seite zu stellen. Wie find die Kör
pcimaßc unseres Durchschnittsmenschen
beschaffen ? Schneiderinnen nnd Schuh
macher erzählen Bcifdncdenes, die An
thropologie schweigt noch davon.
j i c t r a u ! c n z tt eh t t n a 1 1
s o r n i c n. Die Rew Yorker Handels
zeitnng schicibt: Welche Bedeutung
dcr Handel mit Straußenfedern erlangt
hat. geht daraus hervor, daß allein
von der Eap.Eolonie ans jährlid) Fe
dern im Werthe von 7, oo ),()!) erpot
tiit weiden. Und wie eifrig man dar
ans bedacht ist, sich das M.onopvl dcö
Dir i ch'ir M
Tlkau'-cndetnIiandtiS zu er.'j.tcn. ca
zeigt der U.itaud. ccß tic Vritclauir
des Eaplaude? einen AasfuhiivU von
,id t wem,!.'! als i? .' iur iede ad,
dem Auetaude veifchistten lebenden
Stianß leivMielit bat. f'egenwaaig.
fdat mau die Zalil der allein in Sud
?i,nla cui Stiaußeusaiinen gelialieuei,
Beget ciis wein als f .'' Auch in
Aiiiiia'ie ivn die Sliaun:iidit teil
einigen Jadeit mit ciielg betriebe, j
In Ectneuiieii Iiat der Betrieb von
Sn anseli'ariue ,n letzier Zeit einen
te deutenden Umfang angenoinmen. Die
Böget gedeihen dort ausgezeichnet lind
i!;rc natiiilldie Bcrmeliruug ist eine
ziemlich laich soriidnettende. Das
Einzige, worüber mail sich bellagt, das
find H; niedrigen Preise, welche die Fe
dern angenblidlichhaben. Allein selbst
linier diesen .niedrigen Preisen" erlöst
der Strausensarmer pro Kops seiner
Heeide bis $:;, was bei den gerin
gen Ur,!.ri attuugslosien der Thiere im
ii'crM:: einen betiaditiidieu Reiugetviun
abwirit. un,soim.lir. als für das Paar
i M.naie alter Kuteit t?5 bezahlt wer
den. Einer dcr bedeu.eiidsteu Strau
sensaimer Ecilisoriiienö ist Mr. tddwin
t:awton. der Besitzer der '.',oiwLlt
Farm in Los Angeles, der das Gescchast
so großartig betreibt, daß er ganze
Sdniseladnngen afrikanischer Strauße
impviürt. um die Rasse feiner Bvgel
zu verbeiserii.
O rn i b n S p f e r d t pflegen in Von
dvn fünf Jahre. Tramwaybahtipfitdr
bicrIahrc im Gebrauch zu fein.
D i c W ü st c Sahara hat in
ihrer größten Länge :)M) Meilen, in
ihrer größten Brcite C0( Meilen.
Um etit t Er find n u g in allen
Ländern, welche ein Patentgesetz be
sitzen, zn schützen, würde 17, 5() loste.
Die Kosten für den Tem
pel in feinem neuen Himmel" in
Florida schätzt Dr. Teed aus $:i(o,
ooo.coo.
Z ti if c r gibt nach den Aussagen wif
fensdiastlicher Autoritäten mehr Mus
lelkcast als irgend ritt anderes Rah
ritngsmiitel. Mehr als DOCH) Studentin,
n e tt wcisl zur Zeit die Guildlia!! Mit
sil schule in 'riidoit ans. Bon ihnen
lernen über .: die Bioliitc.
M c. r v, ! a u d - Tabak bezieht
ivraulreich eüjährlich ungeseihr t !.
Hogche'.es. .'lentncklz. Tabak siihtl eö
im Jahre nahezu zweimal so viel ein,
In London sind B't!phl!-c an
den Eisen von Fletiftrcet. Pieeadi'.Iy
und anderem v.'riehr.'-rcic?!cn Stadt
gegcude:, ;'l!?,'.-i per Frontsuf: werth.
Dic v st i n d i f ch c n E i s c n b a -neu
Hai,::! mit dem großen lieb:lsta::bc
zu fiimiifen, eslü Ametseit die hölzernen
Scliwelien üd Telezreipheüstaüzeii ver
speise,!.
Eine W a n d c r tt n g q tt e r d n r eh
L o n d o ,i ist ,'ü Meilen lang. Auf
diesem Wege erblickt man nur eine nn
nnlerbrocheiic R'eihc von Wohnhäusern
nnd Läden.
R?jrr
mMtm
,i'ief'T's:v.1
: J"im$Al-tf!Je
Frau Morgan.
25 Jahre herzleidend.
Kühe und Brin stark cschwolln, hätt Tel
ntn Monat mehr teoen könnt.
Ich cr 2S Jahrk lang mit kinkm HerzlkidkN bkhas
,et und die mcistk Zeit eriisilich krank, ttm Ülrzt )aglt
meinen streunde, daß ich feinen Blonat mriir leben
konnte, ali nur ein Herr Tt. iulilc' New Heart
Vure emvlahi und mir mMHeiite, boft seine Schwesier.
die herzieidend gewelen, durch dieses Biitiel geheilt
und wieder eine starte, oefunbt Frau gelvvrden ist,
Ich fauste eine fflaiche des Heart Cure und kaum eine
Stunde nach dem Einnehmen der ersten Tvsis veripiirte
ich eine enljchiedene Besserung in meinem Biulumlaus,
Nachdem ich drei Toien eingenommen hatte war ich im
Stande meine ssußgeienke zu bewegen, wozu ich Mo
nate lang ui,!ig gewesen ; meine Beine waren I
lange geschwollen gewesen, datz sie fast versanlt zu
sein sckienen. Noch ehe ich eine ganze Flasche des Nero
Heart Eutt verbraucht haiic waren d,e Anschweliun
gen ganz beseitigt und ich suhlte mich um so viel besser,
daß ich meine Arbeit verrichten fonnle. Aus meine m
psehlung bin gebrauchen sechs Personen Ihr werth
olles Qeilmitiel, & t a u 3)1 0 r q o. n.
669 W, Harris on Str,, Chicago, JH.
Ar. MM Kart (Xurc hilst.
. NlltS' New &tatt Gutt ist bei allen
Apothekern unter ausdrücklicher Garantie zu haben
oder kann direit von der Tr, ivliles Medieal So,,
Slkhart. Jnd,, gegen ftinsendung des Preise bezogen
werden, l Masche koste, f Ux) ; lechS Flasche j.UO,
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Vr. A. llagensicl'
' N O Stcutie. L'ncoln. Ncn
X Die Linevlner Schwkfkl-Salz Bade
snstolt (Ycke der M und 14. Sie ) hat
sich seit ihrer Gründung ine unge
wöhnlichen Besuches zu erfreuen und
haben auch Ichon viele Franken durch den
Gebrauch dieser Heilquelle Linderung
und Genesung gefunden. Während der
Svininermonaic mar der Besuch, wie
natürlich zu erwarten war, ein alle
Erwartungen übertreffender, da rocih
rend dcr heißen Tage das Pnbliknm für
das Schwimmen in einem Bassin mehr
Interesse hat, denn heute. Zlngenchls
der vortrefflichen Einrichtungen,' die ti
den Eigenthümern der Anstalt ermögli
chen, das Wasser aus der eisoiderliche,''
Temperak.r ,u lnllen. werden die Leute,
welche ihre Gesundheit zu fördern wiin
scheu, auch heule für diesen Zweck in
unserer Stadt eide Anstalt finden, wie
keine ähnliche im ganzen Wcstcn.
VSSs
m- -V 1 J i 5 7
' ,v m tf '. :,,j" (rA .
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Rachitchki.d vrrö'sen'.l cken wir n
Lerzklchnch dernnige Buchet, iixleü,
wir ali P r ä in i t" an unjiif Vfir
die da Aboniieiiient im ,tt0taup'
tntr.dnen. versenden iverde.
Jeder Abonnent, weleber aKt
der blrzgung ciivaigtr Lkückstän
vc, oen Vciraa cineö 'Aihiti Ädonue.
mentS von viAm im Boraus
ftnseiuet, sann ous der folgende Ucdtr.
ficht die Nummer nne Buchet bf t,e,d
'"n, baiilim nach E,p,ung dt Meldet
um rzüglich und zwar ror:irei über
mitten werde, wird. Wen der es
keine Rn.. mer angikbt. wird die Erp
dition des Vlnzeigerj" ach Kcstem Et
mesien eine Prämie sür ,!jn au,
wählen.
Wir verfugen über eine reiche Au.
wohl dr juteiffsaiiteftn Remione und
RovcNe. welche in leicht ,asjlich .hod,n
tinsaedcr ei'z' geschrieti'u und die Ra
inen der bedeutendsten Schnstst 'lter tra
gen.
B ü ch r r l i st t :
Die Ü'agaütr des GliiekS." heirat
vo Mar vvn Weißcnthiiin.
,.Dic Schuld der Reiter," Roman von
H. von Tedenrolh.
,.Da begrabene Bermächlnis;' R
man von Heiiiiiiic Fiuiike'ici.
Dic Gistmischeiin," riminal . Ro
man von H. Stenibcrg.
tiefen Forst," Roman von L.
Haidhcim.
Die Lüge ihres Lebcuö," Roman
von Alerander RX'iucr.
Rumiiier V7," Roman von A. Turo?
Warnatz.
Um Leben und Tod." Australische,
Roman von I. 15. Haiix'on.
Die Tochter dks ttoikerineisterS,"
KriininalRoman von Karl Lcistner.
Die rothe Lateie," Roman i,on
t?mald Aoanft König.
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ESCT
IM;
HHISSOIlPillltU.
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t(i kllrjkft int (4n(H,U t1l
Atchinson, Leaoenworth, W.
Joseph, ilanfcl Eit, unk
Et. Loni,
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ei cut'l Best, empiei. m.
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immmmmmmm
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mm.'ismy&y
U&xasaivavKiKsnrTat-g'vrvauxazi
AND
Um eine Reise zu machen
ist es höchst nothiven
dig, daß man
richtig ansängt.
Wenn Sie nach Kansas wollen, könne,'
wir nichts für Sie thun, sollten Sie
aber nach
(St)icco, Milwauk',. cktikosk,,
Siourbit,,, St. Paul, Tu,,,,.
ZZr!,:,onk, Norfolk, pkadron,
Hot SprtngS. Napie,q
Tkadwood.
alleti'Puriktcn in den t-eiden Tatvlas od,k
Ccnü-ol Wtopiliig gebe wollen, dani ivie
chet bei uns vor. weil ei die einvarlMmf ist,
weiche nach dielen und Z vis licuslallonci,
kl,ckl auf ihrer 7,!nt 1'tciieu i'nicn ü.', e
führt. A. Iirldtng,
W. TO. Shii' man, Stad!'gent
GencralÄgcnt
117 südl. w. Straße. Lineoli'. Neb.
Depot: (Zck.'S und , Straße.
Dr. T. U. TEIPLETT,
1025 O Straße. Lincoln, Neb.
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'J.'ieien, Blasen , 11, Siftuen-,
Fraueii- und ctiromlche k anihei'cii,
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