Nebraska Staats-Anzeiger. (Lincoln, Nebraska) 1880-1901, June 21, 1894, Image 5

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    NEBRASKA STAAT& - ANZEIGER, Lincoln, Neb.
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Sa4 Äbvnnement aus dkg claats An
zeiger" (f-!.0) ein Jahr im Lorau be
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?!er;ik. andwirlhe, Hplzliändler, Ban,
k:ere. Vck!zaller. Politiker und allerlei
i l."r ... f.... ,(,.:.,.- n . Ai.rx .
ufii 0St .tiuiutlii Iri wuiit Vfiu,u)i3
zweigen. Enthaltend außerdem über
SOOO Nachweisungen wichtiger Ereignisse
im Äuszug aus den besten hlslorilchen,
statistischen, biogeapliischkn, politischen,
geographischen und anderen Werken von
allgemeinem Interesse. Ladenpreis: 25
CentS.
Slus dem Ztaatt.
31. Lefter von Sozad hat in Folge
der schlechten Zeilen Pleite gemacht.
, In Ponca wird in der nächsten
Zukunft eine Mahlmühle errichtet wer
den.
In Deuel Court wird für die
Bewäjj.'rung gegenwärtig Propaganda
gemacht.
In Oshkosh. Deuel County, ist
eine neue Zeitung in's Leben gerufen
worden.
In Panama wird voraussichtlich
ine neue Loge der Odd Iellows gegrün
bet werden.
Die Stadt Semard wird in diesem
Jahre den 4. Juli in einer äußerst glän
zenden Weise feiern.
O. Wulder, ein Bürger von Ler
ingkon, ist von einem Pferde im Gesichte
schwer verletzt worden.
L. M. Keene, von Fremont, hat
eine Besuchöreise nach seiner alten Hei
math in Maine angetreten.
W. SpieS, der Sohn eines bei
Abbott wohnenden Farmers, wurde in
der Scheune todt ausgesunden.
M. L. Ander?, der Auditor der
Cudahy Packing Company zu Omaha,
ertrank beim Baden im Plattestuß.
Während der verflossenen Woche
wurde von Dieben der Versuch gemacht,
die Postossi zu Wabash zu plündern.
In der Gegend von Cozad wrd
in der nachdrücklichsten Weise sür die
Bewässerungssrage Propaganda gemacht.
In Wahoo sind Herr I. Lentze und
Frau Geo. Elbcrling, zwei alte und
geachtete Bürger, aus dem Leben ge-
chieden.
In dem Delinqer'lchen Restaurant
zu Hubbell ist Feuer ausgebrochen, wel
cheS aber keinen bedeutenden Schaden
angerichtet hat.
Samuel Walters, ein Farmer von
Juniata Tomnship, ist in Hastings von
der zuständigen Behörde geisteskrank
erklärt worden.
In Juniata wurde am Donnerstag
Frl. Lucy Call unter großer Bctheili
gung Seitens der Bürgerschaft zur letz
ten 3iuhe bestattet.
Aus den Nübenfcldcrn in der Nähe
von Grand Island sind gegenwärtig
360 Leute mit dem Wegräumen des Un
trautes beschäftigt.
Drei Indianer sind von der In
dianerjchule zu Lawrence, Kas., ver
schwunden, um in Nebraska City wieder
erwischt zu werden.
F. Walters, ein kleiner Junge von
Plattömouth, wurde vom Pferde ge
schleudert und am Halse und an den
Schultern schwer verletzt.
DaS Jahrespicnic der allen An
sicdler, welches am Mittwoch in Pal-
f mvra stattfand, rann in ,cocr yinncyk
als ein großer Ersolg bezeichnet werden.
Die Gebrüder Smith, welche 6
Meilen nordwestlich von Pamnce Cilu
wohnen, sind von Dieben um 15, einige
Sitberwaaren und Kleider bestohlcn
worden.
Ein Fremder, der einige Tage in
einem Hotel zu Hubbell wohnte, hat sich
unter Mitnahme von Stcve McCabe's
Sonntagskleidern aus dem Staube ge
macht. Am Donnerstag wurde das Haus
deö O. H. Kilbourne in Aork durch
Feuer zerstört. Das Feuer war durch
die Explssion eines Gasolinosens cnt
standen. In Panama werden gegenwärtig
viele neue Gebäude errichtet und gleich
zeitig großartige Vorbereitungen behufs
einer würdigen Fcier des 4. Juli ge
troffen. Ernst W. Speehs, ein Bürschchen
von 16 Jahren, hat am verflossenen Mitt
woch in der Nähe von Abbott Selbst
moro begangen, indem er sich in einer
Scheune erhängte.
In Holdrege sind während des
jüngsten Hagelsturmes o viele Fenster
scheiden zertrümmert worden, daß der
Handel in Glas gegenwärtig ein sehr
schwunghafter ist.
Die Prohibittonisten von Madison
Eountv werden am so.Juni eine Massen.
crsanimluna tu Norfolk veranstalten,
um Teega!en zur Staats-Congresstonal-
Convention zu ermaglen.
Die Delegaten der .lodern Wood
mcn of Amcriea" sind in McCool zu
sammengctreten, wo sie die Stadt Fair
inont als den Ort zur Abhaltung des
Jahrespicnics ausersehen haben.
Pcter Thone, ein bek.'iinler Land
mirth von Holmesoille, kam am Don
nerstag mit seiner Frau nach Beatrice
und stieg im Paddock Hotel ab, wo er
alsbald lebensgefährlich erkrankte.
Während des Viehhütcns erhielt
Frau D. Wafon. die Gattin eines Cass
County Farmers, einen Sonnenstich.
Die Kranke wird, nach d.'r Ansicht der
Aerzte, bald wieder vollständig hergestellt
sein.
Richter Dundy hat entschieden, daß
die 25 Commonwealer, welche bei Ogal
lala gefangen wurden, nach Fort Sidney
gevracyr, vori vtüjmui wuurn uiiu un
Falle ihrer Verurtheilung dort ihre
Strafe verbüß:,, sollen.
Am ?ienü,g winde die Scheune
der .'lkbraska dilu Slraßeridahn Com
xagnie vom Feuer erstolt und freien 18
Msullhiere, ein Waggon uns große
Quantitäten Heu und Futter dem MÜ!hen
den Elemente zum Opfer.
Florin Geiger, ein wohlhabender
Frmer bei Utwa, verlor am verflossenen
Donnerstag löblich sein Leben, indem
er von seinem mit Hol: bcladenen Wa.
en stürite und von den Rädern an der
Brust tödllich verletztwuide.
In Du BoiS haben während der
verflossenen Wcche Ditbe ihr Unwesen
getrieben. F. ilack, ein unger Mann
von 17 Jahren, fand, während er den
B. Turner'jchea Laden bewachte, im
Kampfe mit Einbrechern seinen Tod.
Frau Ehr. Schnaderer, die Gattin
des Vormannes der Matles'schcn Brau
erei, ist am Dienstag in 3!cbruska Eltq
auS dem Leben geschieden. Am Grabe
der Entschlafenen trauern 10 Kinder,
von welchen daS jüngste erst zwei Wochen
alt ist.
G. W. Earpcnter, ein Mann im
Aller von 59 Jahren und Frau Eath.
Nelson, eine Wittwe im Alter von 43
Jahren, haben sich in üot Countq vor
einigen Tagen verheiralhet. Die Ber
mählten waren Beide bereits zwei Mal
verheiralhet.
E. Kell, von Norfolk, ist vor etwa
zwei Wochen von seiner Wohnung spur
los verschwunden und hat sein Aufent
hall bis jetzt nicht ermittelt werden kön
nen. Häuslicher Zwist soll dem Manne
den Aufenthalt in seinem Hause ver
le,det haben.
Ein Lindstreicher stellte sich in dem
Hause des L. Marrow in Hastings ein
und forderte mit Ungestüm, da er die
Frau deS HaufcS allein anwesend fand,
ein Frühstück. Frau Marrow ergriff
einen Revolver, worauf der Eindring
ling Fersengeld gab.
Die irdische Hülle deS Prof. L,
Cramer, welcher in Tifsin, Ohio, am
Dienstag aus dem Leben geschieden ist
in ColumbuS, Nebraska. eingetroffen,
um auf dem dortigen Friedhofe beigesetzt
zu werden. Der Entschlafene bekleidete
während mehrerer Jahre das Amt eines
Schulsupcrlnlendenten.
3!. (5. Leach, welcher sich als ein
Lincolner Professor in Beatrice vor
stellte, hat den dortigen Schulsuperin
tendcntcn und mehrere VersichcrungS
agenten rdentlich angepumpt, um sich
später als Hochstapler zu entpuppen.
Die Geprellten scheinen wenig Menschen
kenntniß und Lebenserfahrung zu haben.
A. Percival, ein früherer Bürger
nnn frbt ift nft hir rtci sitzen tfiift I
W. f j Vf. V.. HVtJljHf.tl VV L
nach Nebraska zurückgekehrt und behaup I
tel, daß nur ein gesundes Klima dort
anzutreffen ist. Die Bedingungen, die
aber dem Menschen eine Eristenz sichern
können, werden dort im Allgemeinen
sehr schwer vermißt.
P. Bonsman, ein 7ojähriger Bür
ger von Tilden, ist spurlos verfchivun
den. Derselbe wohnt seit 25 Jahren i
Madison County und besitzt daselbst
bedeutenden Grundbesitz. In der letzten
Zeit hat er ein ausschweifendes Leben
geführt und sind seine Freunde der An
sicht, daß er, sobald seine Geldmittel
erschöpft sind, wieder nach Hause kom
men werde.
Die jahrelangen Reibungen zmi
schen den Mitgliedern der , .American
Protective Association" und den Anhän
gern der katholischen Kirche in der Poli
zei zu Omaha haben die letztere sstema
lisch untergraben und thatsächlich nutzlog
gemacht. Um diesem Unwesen ei Ende
zu machen, hielten die Feuer- und Poli
zeicommissare eine Sitzung ab, in welcher
sie sämmtliche aktive Vertrete: beider
Elemente sowohl in der Polizei als auch
in der Geheimpolizei ihrer Stellen ent
hoben. Die Zahl der Abgesetzten bc
läuft sich auf 24. Der Ziath der Com
missare erklärte, daß. wenn diese Massen
entlassung das gute Einvernehmen zmi
schen den beiden Parteien nicht herbei'
führen würde, er jeden Polizisten oder
Geheimpolizisten, der in irgend welcher
Verbindung zur katholischen Kirche oder
zur A. P. A. stände, entlassen und die
Polizei vollständig neu organisircn mür
de. Die gegenseitige Verhetzung zwi
schen katholischen und zur A. P. A. ge
hörigen Polizisten halte nachgerade den
Punkt erreicht, daß fortwährende Rei
bungen zwischen den Angehörigen der
beiden genannten religiösen Organisa
tionen an der Tagesordnung waren und
die eine Partei begierig jede Gelegenheit
wahrnahm, die Thätigkeit der andern
lahm zu legen.
Am Freitag, den 24., Samstag,
den 25., und Sonntag, den 2. August
wird das Sängerfest des Scebraska
Sängerbundes" in der hübschen Stdt
Columbus abgehalten werden. Die
Deutschen von EolumbuS und Umgegend
treffen großartige Borbcreitugen, um
das Fest zu einem möglichst glänzenden
zu gestalten. Herr Herm. Kersenbrock,
der Besitzer der Brauerei zu Columbus,
ein alter Freund der Herausgeber des
Anzeigers," wird die durstigen Jün
ger Apollos mit einem ordentlichen
Humpen hochfeinen Gerstensaftes stär-
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' l VkV Jf. Vat9'8. Fleisch zu den niedrigsten Prelfen. I
I W ll ommtund überzeugt uh selbst. ft KÄvÄÄW
rs-i f . $ ?' -ÄSW?
yaaÖOT MMÄ
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ken, so daß die Herren zum Kampf der
Wagen und Gesänge mit SiegeS-uoer
sich! in die Arena treten können. Schrei
der dieser Zeilen wird sich benfallS zum
Sngerfeste begeben und bei dieser Ge
legenheit, wie weiland in Erete, eine
Jnfpekiion der Lersenbcock'schen Keller
vornehmen. Die Lincolner und die
Teutschen deS Staates, welche einige
vergnügte Tage verleben wollen
und wahrend der gegenwärtigen Ge
lchäflssiickung, bei der doch daS Salz
nicht verdient wird, die Grillen zu ver'
scheuchen wünschen, bespicken nur getrost
das Portemonnaie und dampfen am 2 t.
August in der Richtung von EolumbuS,
da wir überzeugt sind, daß die Besucher
des SängerfesteS sich zu Haufe nicht so
trefflich amüsiren werden, Is in ver
Feststadt am Plattefluß.
Das Regenwetter in der Umgegend
von Omaha hat aufgehört; gleichwohl
war der Missouri in verflossener Woche
noch in stetem Steigen begriffen. Die Ge
fahrlinie am Pegel ist achtzehn Fuß und
der Wasserfland war etwas höher als
vierzehn Fuß. Die Beamten des Bun-deö-WetteramteS
in Omaha erklären,
da sie. wenn die Sackilaae im g.ordkn
einen gefahrdrohenden Charakter annch
me, davon sofort telegraphisch untcrrich
tct werden würden, da die Ueberschwem
mungsgcfahr sür Omaha von dem Ztei
gen der Flüsse im Norden abhängig fei.
Allen Anzeichen zufolge sind in Omaha
und nördlich davon neue giegcngüsse zu
erwarten, wodurch die Sachlage wesent
lich verschlimmert werden würde. Der
Missouri ergießt sich jetzt in den Flo
ren Lake", einen See, der sich einige
Meilen oberhalb aus dem alten Strom
bette gebildet hat, und seit Jahren hat
der Strom gedroht in sein alles Bett zu
rückzukehren. Dies würde einen Verlust
von vielen Millionen Dollars an Eigen
thuinswerthen bedeuten, da sich in dem
alten Strombette meilenweit Güter
Bahnhöfe, riesige Cpeichergebäude und
Wohnhäuser hinziehen. Ein Steigen
des Wasserstandes um nur drei Fuß
würde den Strom zu einer gefahrdrohcn
den Höhe gebracht haben, die aber nicht
hingereicht hätte, ihn in fein alles Bett
zu leiten, da die Grundeigenthümer längs
des letzteren alle Vorkehrungen getroffen
haben, um ihren Besitz vordem Eindrin
gen des Wassers zu schützen.
Das Geheimni. in welcbes der
Mord der sechzehnjährigen Maud Rubel
auS Süd-Omaha gehüllt ist, ist theil
weife in der verflossenen Woche aufge
klärt worden. Der Sieger Samuel
Pavnc, welcher in dem unbewohnten
Haufe, in welchem die Leiche des Mäd
chens aufgefunden wurde, beschäftigt
war und dessen Frau in dem Besitze der
Schmucksachen der Ermordeten betroffen
wurde, ist in Mystik, Iowa, dingfest ge
macht und nach Omaba aebraibt'worden.
Er war an demselben Abend, anwclchem
die Leiche des Mädchens aufgefunden
wurde, von Omaha entflohen. Tags
darauf wurde bekanntlich Dr. Brown,
zu welchem das Mädchen in engeren Be
ziegungen stand, verhaftet. Paync sagte
nach feiner Verhaftung aus: Er habe
Bromn eines Abends auf der Straße
getroffen und von ihm mit den Worten:
Hier ist ein Geschenk für Dich!" ein
Päckchen erhalten, in welchem sich die
Ringe der Maud Rubel befanden. Ein
dieser Tage mit ihm anzustellendes schar
fes Kreuzverhör hat die ganze Geschichte
des Verbrechens an den Tag gebracht.
Der Neger sagte: Ich habe Maud Nu
bel am Sonntag Morgen in dem
McHugh Gebäude getödtet, indem ich
sie mit einer Planke auf den Kopf schlug.
Ich war auf dem Wege zu meiner Mut
ter, als ich Maud in der Näh? der Ei
senbahngeleise atrf. Da ich das Mäd
chcn intim kannte, hegte ich kcinBcdenken
dasselbe aufzufordern, mit mir in das un
bewohnte Haus zu treten. Nachdem
wir daselbst einige Zeit verweilt hatte,
verlangte Maud $2 und als ich sie ver
sicherte, daß ich nicht so viel Geld bei mir
halte, drohte sie, mich verhaften lassen zu
wollen. Sie wollte eben ihr Vorhaben
durchführen und das Gebäude verlassen,
als ich Sie mit einer Planke hinter das
linke Ohr in der 3!ähe desGenicks schlug.
Sie siel mit einem ,.OH" auf den Bo
den und verendete. Hierauf verließ ich
das Gebäude, kehrte aber um 6 Uhr zu
rück und beraubte die Leiche." Am
verflossenen Donnerstag wurde dem She
riff die Mittheilung, daß ein Haufe den
Neger in der kommenden Nacht Richter
Lynch überführen würde .brachte er den
selben noch in nämlicherNacht in das hie
sige Staats-Zuchthaus. Der Neger
schien sich zu freuen, als die eisernen
Thüren des Staatsgesängnisses sich hin
ter ihm schloffen, daß er mit knapper
Noth dem sicheren Tod durch Volksjustiz
entgangen war. Auf dem Wege nach
Lincoln erzählte der Neger dem Sheriff,
daß Dr. Bromn ihm $2 für die Ermor
dung des Mädchens versprochen babe
und sollte er mit demDoktor gegen 11 Uhr
derselben Nacht auf dem Schauplatz der
Mordthat zusammengetroffen sein, ge
rielh aber inAngst und verließ die Stadt.
Dr. Bromn befindet sich ebenfalls in
Hast. Die Polizei nimmt an, daß
Brown das Mädchen im Acrger darüber
ermordet hat. daß sie auf die Erfüllung
seines Heirathsvcrsprechens drang. Die
Vertheidigung dagegen behauptet, daß
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MATH. WAGNER,
118 südl. 9. Straße.
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feinsten selbstgemachten Brat,,
- und Wiener-Wurste stets vsr
Fleisch zu den niedrigste Preisen,
und überzeugt uh selbst
' r . . l. nn-' r i i r-, . -4.-4 r-T .. . : "...;;- s -.-rt
die aufzesundene Mädchenleiche mit die
der Maud Rubel fei. daß diese vielmehr
noch am Leben sei und sich heimlich ent
fernt habe, um sich daduich in der Oef
fentlichkeit einen Name zu michen. und
dcmnachik all Schauspielerin aufzutre-ten.
Fortsetzung von 2. Seite.)
;x deZÄicficn. ?ucht durch einen Akt
der poliuMn-n Körperschaften wurde er
beseitigt, sondern es bedürfte einer
Ben'mwörung, die in dem persönlichen
Rachebedürfniß eines schwer beleidigten
Obersten seiner Leibwache, des Eassiuö
EHärea, ein williges Werkzeug fand.
So tief gesunken war der Staat, an
dessen Pforten damals so drohend das
Barbarenkhum eines noch jugendkräp
tigert Zolles pochte. Wenn wir darauf
jeyt vom sicheren Port zurückblicken,
dann dürfen wir trotz Allem wohl
sagen, daß wir doch heute, wo die ma
terielle Kultur und der Luxus der ober
fien blassen wieder auf einer der römi
schen Kaiserzeit vergleichbaren Stufe
angelangt sind, politisch ein schönes
Stück weiter gekommen sind freilich
liegen auch mehr als 100 C?ahre da
zwischen denn etwas, was diesem
Easarenihum und dieser Herrschaft deS
Easarenwahnsinns ähnlich wäre, ist
rnttr den heutigen Verhältnissen so
völlig unmöglich, daß unS die ganze
Schilderung te ein kaum glaubliches
Phantasiegemälde oder wie eine iiber
triebene Satire römischer Schriftsteller
auf das zeitgenössische Eäsarenthum an
iimthen wird, während sie nach dein
heutigen Stande unserer Ouellenfor
schung in allen wesentlichen Zügen
trockene historiscl) Wahrheit ist.
Bucklen's '.'lrnica Lalv.
Die b?,Ie Falbe in der Stadt für Slun
den, Sescbmüre. Quetschungen, raube
Hände, ?ieberaelchwüre. Hüdnera'raen
und olle Arten von HantauSschla: fer
ner ist dieselbe ein sicheres Heilmittel ge
gen Hämorrhoidkn, wenn nicht, so mir
das aufzemendete Geld zurückerstattet.
Es wird vollkommene 'jutriedenheit ga
rantirt oder da? G'Id zurückzeg-ben w'r
den. Preis 25 Cents per Schachtel. Zu
verkaufen bei I. ct. Harte.
Der Hagestolz.
Ich hab' gelebt und hab' geliebt,
Geduldet und gestritten;
Hab' auch manch' dummenVtreich verübt,
Wic's leichter Jugend Sitten.
Ich war nicht fromm.ich war nicht schlecht
Ich hielt mich in der Mitten;
Hab' drum -mein Schicksal war gerecht,
Gejubelt und gelitten.
Doch ja, eins ward mir nie zu Theil
Und giebt mir Grund zu Klagen;
Mußt' Glück und Schmerz u. lange Weil
Allein, allein ertragen.
Nun bin ich bald ein alter Mann,
Das Haar fängt an zu bleichen;
Und wen ich auch nicht siegen kann,
So will ich auch nicht weichen.
Ich biete Trotz der Jugend Schein
Und geh' auf Dreiers' güßen:
Und kann ich nicht in's Herz hinein,
So soll's der Mund mir büßen.
Gebrüder Sells LZ. jährliche
Tour.
Andere Cireusse mögen kommen und
gehen, aber die Borstellungen Gebrüder
Sells, gleich Tennyson's Brook, scheinen
dazu ausersehen, um stets an Zugkraft
zuzunehmen. Dieser Circus ist in den
Händen von demselben Eigenthümer seit
einer Reihe von Jahren und zwar länger
als irgend ein anderes Unternehmen die
ser Branche. Das stete Wachsthum an
Größe, wie an Popularität ist ein un
tragliches Zeichen der Solidität und Le
bcnöfähigkeit. Die Herren Gebrüder
Sells sind bekanntlich unternehmende
Circusbesitzer und rechtschaffene Leute,
mit denen man mit Vergnügen geschäft
lich in Verbindung tritt. Als solche
werden die Herren und mit ihnen ihre
glänzende Kunstreitergesellschsft herzlich
in Lincoln, am Donnerstag, den 23.
Juni willkommen sein.
Die Gebrüder Sells stehen persönlich
an der Spitze dieses Riesenuntcrnehmens
und ist hierauf auch wohl der glänzende
Erfolg zurückzuführen. In diesem Jahre
ist der Eintrittspreis auf 2ö Cets in
Folge der schlechten Zeiten ermäßigt wor
d.m. Meine jüngste Tochter E!se litt
an Hautausschlag, die eine Folge von
Blutunreinigkeiten waren, ich probirte
verschiedenes ohne Erfolg. Als das er
folgreichste Heilmittel ermies sich Dr.
August König's Hamburger Tropfen.
G. F. Engelhardt, Jcffersonville, Ind.
S. E.Roy, der Apotheker an der P
Straße (1026), hat die reizendsten Ga
lanteriewaaren und Modeartikel, welche
als Festgeschenke den -Freunden und Be
kannten gewiß nicht wenig Freude berei
ten. Die besten Arzeneien, Galanterie
Waaren, Toiletten-Artikel und alle zu
einem Drug Store" ersten Ranges
gehörigen Waaren sind bei L. Wilfon,
Ecke der 10. und O Straße, gegen sehr
mäßige Preise zu erlangen.
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fünf Gallonen für 60 Elenls.
fünf Gallonen für
Sonnenschein, Obst und
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San Francisco, Los Angeles und
Zwischenstationen. Erste Klaffe eine
Richtung $20. Rundreise-Billette, wel
che 00 Tage Gültigkeit haben, zu $35.50.
Nähere Auskunft wird ertheilt in der
City Ticket Ofsiee, 1044 O Street.
I. T. Mastin,
E. B. Slosson, City Tickct-Agent
General-Agent.
Frau Hulda Schröver
empsiehlt sich den Lincolner Damen,
mellke Kleider nacb dem neuesten fran-
zösischen Schnitt zu tragen wünschen.
Aus der Weltausstellung zu yicago
wurden dieser Mode bekanntlich drei
Preise zuerkannt. Daß Frau Schröder
Kleider herzustellen weiß, die bezl. der
Eleganz und des Geschmackes den Beifall
der Palastdame einer Fürstin finden
würden, brauchen wir hier wohl nicht
hervorzuheben, da die verehrliche Kund
schuft sich häusig von der Wahrheit dieser
Behauptung überzeugt hat. (Ecke 12.
und Q Straße, No. 1204.)
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Da ein guter Schnixps der Ge
sundheit, wie dem Wohlbefinden im All
gemeinen, sehr förderlich ist, so sollten
ganz besonders die Wirthe, die doch be
rufen sind, die Durstigen zu laben und
denselben solche Waare zu offeriren, daß
ihre Kunden leistungsfähig bleiben, be
herzigen, daß sie nur dann viele Gäste in
ihren 'Zrfrischungslokalen sinden werden,
wenn sie reine Liqueurc verabfolgen und
keine sogenannten Rachenputzer. Häufig
glaubt man, eine abgenutzte Wichsbürste
passire die Khle, so brennt der gefälschte
Branntwein. Herm. Woltcmade ist der
Engroshändlci, der so preiswürdigen und
reinen Schnapps seinen Kunde liefert,
daß ein reißender Absatz des Fabrikates
nicht ausbleiben konnte.
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t)arn$2.30; Orlando Patent I2.S0; S?y,
stall i-2.00; Champion H2.S0; ColumbuS
2.20; Shogo Patent Z2.80; Roller Loal
2.50; Orange Blossom 2.75.
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t?ntS.00; White Dove 2.70; Coronet
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