Nebraska Staats-Anzeiger. (Lincoln, Nebraska) 1880-1901, February 15, 1894, Image 1

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Lincoln, Neb., Donnerstag, 15. ffcbruar 1894.
(ttnabhiingigcs Organ für den Staat Rcbraska.)
Jahrgang 1 4. Ao. !.
PollliicWicniandschäU.
Betlin. Die M'igli.dti deS Reich
tagiS, rorldK o dun flaiiqkdabik par
lamcnlallschkn "i'üuf. tt beim R'ich?knr,
irr (JapiiDi ib'ilnaljmcn, g.be j tt nach
und ach titi;oijfr des tieich tais dieEni
zelnhkiicn übn d,e li jener Äetegeicheit
gemachten VUufcmn'fpt in 6 Reden turn
Besten, Lo 'oll der Reiser über den
Lzaie cyäuf.nt tpbtii, bau baselbe ein
'Friedenstui lei-, .k auch n.berKu er.
Des Wettete fo,I der .Waiier es ut ha
den, das; sei i'eitjälti in nun (5puu sin
ouSgei,eichneteS u,.0 hoch ve,traul chs
fei, baij jibich, iveiin der 3teicl)staa, den
dkuls.l'j,ch Haidlljvlr g veriver
st, sich wloit turnte zum Schaden
Dfuiichlandg erheben würden, jjn einer
Unterrtdung iiiii mtem bei conserva'ivei,
Mitglieder des Reichstags äns'ifite dr
Kaiser, baß, er die lanl,',villh'chfil,,t.k
olhlgl zu, G gcnslaiioe e'gehcdei
Studiums gemacht h de und tnift er tiU
lich bijlnbt sei, iUt'.tel und Wege zur
Ylbltelli.na der,klbe,t ai,cii,d,g z ia
dien. ittä!iss,o,vcttacr sei kr ür-tn
unt. da ein 'toll ans öctieite von 3i
ItRait sät die Walirumi, der Inteitssen
der deutschen Vimbioitthe ausreisend sei.
Bor sehn aalimi. fugte der Kaiser i),n
zu. hätten die Vanoiuirthe einen solchen
Schuizzvlltaiis für aus; ichalb des Be-
ichs oer Moglichicil liegend gaiaiten
Berlin, Die ,-IUMsiiche Zeitung'
bringt eine Tasche aus Perm in Ruß
land, worin llline det wiid, i,i den gro
szen Eijenioe.fen bei Risojiti TagHilsk
Ural seien U,i,nhen ausgevrochen, woran
sich 5ü(Kl libeiicr bciheiligte. AIs
Ehuub iveidi nicoria,e Volme und AuS
breit ug il'üi't scher Ideen angegeben.
Die t'otulbrliorM'ii waren ichl imstande
die Siubuieiec niebmichalteu und ersuch
ten um Miiiiär. En,e aike Abtheilung
Soldaten winde gesandt, und die Sol
daten nliulmi je 1)1 ans die Arbeit, r
:u schienen. l'uchreic von drsen (leitn,
wodnich Mc iibugen mitgcbiuajt wur
de,,, ßut3 ie uei'jiueiti'ltc egeivehr ki
Vielen uiia mit jlnuppeln und Sleinen
uiichikie Soldaten tobischlugen. Birle
Arbeiter winden er,chosen und noch
. mein' verwundet, aber dies steigerte nur
ilzre Wulh, und schlttszlich glissen sie das
Militär so iingestüin an, knsz die alda
teil ,n ökiiazna geotlgt w,rett, ,e
zogen sich aus einen ügel zniiick und
verharrten )i,r i besistiter Stellung,
b,S Hülfe ka,n. AIS die Bersläikungen
gekommen waren, wurden die Arbeiter
auS den Weiten ?crirt,ven, ivvvei viel
erschossen und verwundet wurden. Auch
wnrdeii viele veichasict, die durch ein
KrieaSaerichk abacariheilt werden ollen.
wobei die grösiie Strenge Auwendung
finden wird, Te Arbeiter verbünden
sich anaevlich in vielen Theilen des rnist
scheu Reiches gegen di" tipitalilteti, und
die siebt die Polizei ihre Hauptlhätigkeil
in der Ueber,vach,ig von Agitalsren.
Ncw Zlsrk. Seil 25 Jähren war
ChaS. Hei bcniuht. das Pcrvctum
Mobile" xu r siiiden. Er halle rine
eomuliciiic Piaschtne, brachte eine Ber-
dcsserung nach der a,,deren an derselben
an, arbl'neie Tag "d Nnchl ii'd jetzt er-
Zligie er !ch jchlieltch an der Maschine,
weil oteietoe ,,i) nu)i uciuu.;nc.
Pitleburg. Tie New ?)arker Anar-
chiste geben sich alle Mühe, die Bkgna
diauiin ees Aiiaichisten Bergmann zu er-
wirken, welcher das bekannte Attentat auf
H. E. ',,r,ck maä,Ie uns denselben durch
einen Schuß verwundete. Edward Bra
dy von New 5?) jr 5 hat dem bekannten hie
siaen Criiiiinalanivait Thvmag M. Mar-
shall in einem Briese iilgelhcilt, daß die
New Kolket Krurve G.'lb sammelt und
bereit sei. dasselbe ni dem Zwecke n ver
wende, Bergmann ans dem Znchthause
:u helfen. Aus dein Briet geht hervor,
das) die New Zloiker Genosjcn wußten,
daß Bergmann mit der Absicht nach
Pittsburg ging, guck zu erinoroen.
Washingion. Die alle Korvette
.Kearscnge" f heiterte am 2. ds. Mtö.,
auf ihrer ahrt von Port au Princc auf
Haiti ach Blucsields in Nicarazua aus
dem Noncador - Riff. Die Besatzung,
Offiziere und Maunschafl wurden geret
tet. Der Kearfarge" erhielt am 27.
Januar Besehi, von San Dominqo nach
Blucsields in Aicaiagua abzugehen, um
die durch die gindseligkcilen zwischen
Honduras und Nikaragua bedrohten
amerikanischer Interessen zu schätzen.
Dos Roncador Nss. auf irelchcm daö
alte Kriegssch'ff gescheitert ist. liegt etwa
256 Weilen östlich von Bluefh'lds. Nach
Empfang der Depesche auS Colon. wies
der Marin: Minister den Lieutenant
Brainard sogleich telegraphisch an, so-
sort ein Schis? z chartern und sich mit
demselben nach dein vlonc.idor ytirt zu
begeben, um die Besatzung des Schiffes,
die, wie man annahm, sich noch auf dem
Schiff befand, in Sicherheit ; bringen.
Commodore Namiar) vom caoigitionS'
Bureau fleht, daß die Besatzung auf
dem Riff seiner Gefahr ausgesetzt sei.
falls nicht sehr stiirm.schcs Wetter Herr
sche. ES würde sich von dort aus Old
Providence, ei-e zwischen dem Riff und
der Küste von Nicaragna gelegene Insel
ohne große Mühe erreichen lassen Der
.Kearsagc'' war eines der historischen
Fahrzeuge der amerikanischen Kriegs
flotte; durch ihn wurde in 19. Juni
die Alabama" an der französi
schen Küste in der Nahe von Eherbourg,
zum Sinken gebricht. Die Alabama,"
welche von Semmcs befehligt wuide,
gatte dem Handel der Union einen solchen
Schaden zugefügt, daß alles aufgeboten
wurde, sie unschädlich zu machen. Als
sie in den Hafen Cherbourg eingelaufen
war. erschien auch der ..Kearsargc" un-
ter dem Befehl Capt. Winslow's vor
, demselben. Letzterer war der ,,Alaba-
ma" an G fchutzen und starke der Be-
satzung überlegen. Bor den Augen der
Einwohner ?herbcurz'S und Umzi'gend
kam eS bald zmifcden den beiden Schiffen
mm Kampfe. Nachdem derselbe eine
S'unde gedauert hatte, befand sich die
Alabama" in sinkendem stjnte;
Eavt. Pernrnes ließ die glagae strkichen
und dik Boote aussetzen. Ehe der
..Kcarsarge" herankommen konnte, ging
die ..Alabama" unter, doch wurde ein
Theil ihrer Besatzung von derjenigen de?
Kearsarge" gerettet. Eapt. Semmes
wurde von der Mannschaft der englischen
'.'sacht Leerhound" !.iercttet. Ter
Zkearsarge" war ein hölzerner Kreuzer
kritter Klasse von 1550 Tonnen und 345
Pfeidekräile. Er hatte sieben Geschütze
und gehörte zum nerd atlantischen (je
schwader.
Dulnth. AuS alle Theilen deS nörd
lichen Minnesota und aus den eanadiichen
Gienzorlen sidet eine MasstNwanderung
ach dem neuem Gold Districle von
Rainy Lake statt. A. L. Stout, Lpe
cialagent der Per. Staaten, welcher von
dort zuiückgekchit ist, sagt, die lüeule ei-
len mit chlitten, von funden geroge-
nen.Wagen und zu Fuß von ollen Seiten
nach dem Goldlande. Die nächste Eisen-
bahnslation it 100 Meilen von demsel
den ertfernt, jedoch sind sämmtliche He
bäude in der neuen Stadt Rainy Lake
Eiiy überfüllt und Hunderte von Wen
schen schlafen bei einer Temperatur, wel
che häufig auf '20 bis 30 Grad unter
Null fällt, in Zelten. Rain Lake El)
ist der Mittelpunkt der Äoldselder tu
Mini ls'ta, jedoch glaubt man, daß sich
die reichsten Eoldlager in Eanada nvrd
lich vorn See befinden,
Washington. James H. Smith, der
Handelsagent der Ber,Etaaten nMnz,
hat dem Staatsdepartement folgenden
tutete (i anten Bericht über das Fleisch
ilbersandt, welches die armen Leute in
Sachsen essen: .Bezüglich dessen was
die armen Leute in Sachsen essen, ist es
dknierkenSwerth, daß den amtlichen Be
richten zufolge während des letzte Jah
res 4-271 Pferde oder 352 mehr als im
J.ihe 1 81)1 in Sachsen geschlachtet wui-
den. A Hunden wurden den amilichen
Berichten gemäß 422 geschlachtet, was
anqcnscheinlich nur die Zahl der in
Schlachihüusern gctiidlete ist, den die
Zahl der wirklich geschlachteten muß
Anbetracht deS Umstandes, daß so viel
Hundefleisch von den armen Leuten qe
gessen wird, bedeutend größer gewesen
sei. Selbst Kayenfleisch wirb von vie
len Leuten nicht verschmäht und auch
Dachse, Füchse, Sperlinge und Krähen
werden gegessen.
Staub zu Staub.
Feierliches Begrab n iß von
G e o. W. E h i l d S.
Die sterbliche Hülle des großen Men
schcnfreundes, George W. EhildS, wurde
am verivichenen Dienstag in Philadel
phia dem Schooße der Erde Übergeben.
Bicle Tausende, die den Berstorbene
gekannt und geliebt hatten, waren erschie
e, um dem Entschlafenen bei feinern
Leichenbegängnisse die letzte Ehie zu
enueijtii. Alle Stände, alle BolkS
klassen waren in der St. James prote
stan.isch biichöflichen Kirche, in welcher
der Verstorbene seil Jahre daö Amt
eines der Vorsteher bekleidet hatte, bei
der Letchenfei.r crtreten und lausch
ten mit tiefer Andacht der Rede i-tS
BischosS Po'ler über .den großen und
guten Menschen". Kurz vor der Feier
in der Kirche halten Bischof Henry E.
Polier von New ?)ork und der Pfarrer
der St. JameS-Kirche, Neo. Dr. Joseph
R. Blanchard. für die nächsten Anvcr-
wanLleadesBerstorMien in der Wol,-
nung des Letzteren emcn kurzen Privat
gotlesdienst abgehalten.
Obgleich es bekanxt geworden war,
daß nur den nächsten Freunden des Ver
storbencn der Znlritt zum Sterbehause
gestattet werken würde, versuchten doch
Tausende Zutritt zum Hause zu erlan
gcn, und einen letzten Blick auf den 'in
Sarge Ruhenden großen Mitbürger zu
werfen. Dem Programm gemäß erhiel
ten jedoch nur Diejenigen, welche im
Besitz von Einladungen waren, Zutritt
zum Hause.
Nach dem ausdrücklichen Wunsche der
Wittwe beschränkte sich die kirchliche Feier
im Hause auf die oben erwähnte kurze
aberelndrucksoolleGcdencseier des Bichos
Henri) E. Potter von New ','ork und des
Rectvrs Dr. Joseph N. Blancharb von
der S. JameS Kirche. Der Erstere
sprach ein Gebet, während der Letztere
eine kurze Lobrede aus den Hingejchic
denen hielt. Diese Feier fand im öst;
lichen Parlor des Stcrbehases stait. wo
die Leiche ausgebahrt lag.
Unter den im Hause erschienenen Ceib-
I ragende befanden sich Frau Ehilds.
crr und jrau eorgc W. Ehilds
Drerel. A. I. Drerel mit Frau. John
P. Drerel mit Frau, Joyn R. Free mit
Frau, grau William Maiihem Lau von
Washington, Frl. Peterson, R. E. Peter
son mit grau, Rob. H. McEartes und
Frau von Nemark, N. I,, Frl. Eleanor
Pa!ter,on. grl. Stanley. Jag. W. Paul,
Jr. Auch die Bahrtuchttager waren bei
der im Hause stattfindenden Leichenfeier
zugegen. Vom ause nach der schräg
gegenüberliegenden Kirch.' wurde der
Leichcnzug durch die Elirenbahrtuchlräger
öffnet, denen die trauernden Angehöri
gen und die nächsten Freunde foLt m.
Frau Chnds lehnte sich ans den Arm des
Hrn. Jas. W. Paul, Jr. Ju der Kirche,
welche für etwa 1,000 Sitzplätze Raum
hat, war der größte Theil der Sitze für
die Verwandten, Freunde, die 300 A:ige-
stellten des Publi: Ledger und verschie
dene Delegationen reservirt worden.
Der Rest der Sitze wurde vom Publi.
kum, welches sich sang? vor der Mittags
stunde in der Nähe der Kirche kingefnn
den hatte, eingenommen.
Die Liichcnseier in der Kirche fand.
unter Leitung von Bischof Polter, Bischof
icfltboro von New Jerey. Söi)a)o Uy.
Whitaker von Pennsulvanien, Reo. Dr.
ölanchard und Reo. Dr. Bodine. d.m
Pfarrer der Edurch c the Sauiour",
alt. Tkr Leichenzug wurde am Ein-
gange der Kirche von den Bischöfen und
cer Geiiilichkeit und einem iyor von 2
Anoden und 7 Männern empfangen
Unter Vorantritt der Geistlichkeit und
unter der Anstimmung der Einleitungs
morle der erhabenen ober einfachen
lodienseier der englischen Kirche bewegte
,'ich der Zug durch das Hauptschiff der
Kirche. Der mit chwarzem Tuch ve
deckte Ssrg trug auf silberner Platte die
IIchnft:
George W. Ehilds.
Gebore 12 Mai 169.
Gestorben 3. Februar 1894.
Nachdem der Sarg vor der Altar
Umfriedung ausgestellt war und der Ehor
den Bearäbninwechselgeianq angcittmmt
halte, verlas Rev. Dr. Blanchard den
Text, dessen Anfangsmorte lauteten :
Jetzt ist Christus von den Todten ouf-
erstanden." Rch Adnnqung des Hym
nus .Jesus lebt" durch den Ehor hielt
Bischof Potler eine tiefempfundene Rede.
in welcher er sich über die vieltichen
trefflichen Eigenschaften des Verstor
benen verbreitete.
Nach Absingung der Hymne ,,Mein
Gott, mein Vater" sprach Reo. Dr.
Bodine das Eredo und ein Gebet. Die
Hymne "In tli llour of Triul" und
ein Gebet des Bischofs Wh, taker brachte
die kirchliche Feier zum Abtchluß.
Der Zug bewegte sich dann nach dem
Woodlano Friedhofe, wo die Leiche in
der Drerel'schen Familiengruft beigesetzt
wurde. Die kurze Feier auf dem Friid-
hose wurde von den Bischöfen Pctter
und Whilaker und Reo. Dr. Blanchard
geleitet. Obgleich bekannt gemacht wor
ben war, daß die Beerdigung eine streng
private sein würde, hatten sich dann an
2.000 Perwncn ant dem Fricdhoie ein
gesundet'. Die Beisetzung der Leiche des
Herrn Ehilds an dcr etie seines innig
sten Freundes Anlhony I. Drerel bildete
einen würdige Abschluß in dem Leben
der bciben auSgeieichneten Manner.
Frau Ehilds hat jedoch bktrefss der
endgültigen Ruhestätte ihreS Mannes
noch keinen Entschluß gefaßt. Die rei-
chen Blumenspenden, welche von ken
ineunden und Verehrern des Verstor
denen gewidmet worden waren, wurden
unter die verschiedenen Hospitäler der
Stadt vertheilt.
Bon New Z)ork und Washington waren
mit den Mvrgenzügen Delegaten ansehn
lieber Zeitungen und eine Anzahl her
vorragender Männer nach Philadelphia
abgegangen, um dem Hingeschiedenen Her
uSgeber des ..Publie Lcdqer" die letzte
Ehre zu erweise.
Theodor Billroil,.
Wiederum ist eine Lcnchle der Wissen
schast erloschen, Theodor Billroth, der
grojze Mediziner und geniale Ehirurg,
ist vor Kurzem in dem illyrischen Äsinter
kurort Abbazia gestorben, wo er sich zur
Stärkung feiner Gesundheit ausgehalten
hat.
Geboren am 26. April 1820 in Ber
gen auf der Insel Rüoen, liudnte er in
lreifsivalS, Götlingen, Berlin und Wien,
wurde I55 Asiillent an der chirurgischen
Universitätsklinik in Berlin, ging von da
im Jahre 1859 als ordentlicher Professor
der Ehirurqie und Direktor der chirurgi-
schen Klinik ach Zürich und im Jahre
I8i7 nach Wien, wo er seitdem eine
äußerst erfolgreiche Thätigkeit entfaltete
und neben dem Pathologe Rokilanski)
und dem Anatomen Hyrll zu den ersten
Eelebriläten der Wiener medizinischen
akntrat zählle enr dcrrßeroemfobe?
beulende Kräfte wie Brücke und Hebe-,
Turnreicher und Arlt, Oppolzer und
andere Koryphäen der medizinischen
Wilsenschask wirkten.
1870 71 war Billroth in deutschen
Lazorethen am Rhein thäng und durch
eine große krieg 'chirurgische Erfahrung
aurde er eine Autorität auf dem Gebiet
der Kricgsheilknnde. Seine Magen
refektionen und Exstirpationen des Kehl-
kopfes wurden epochemachend; aber nicht
nur als Ehirurg, sondern auch als
Mikroskopiker und Pathologe genoß er
einen Weltruf, und seine geistreichen Vor-
trage und genialen Operationen bildeten
den Brennpunkt der medizinischen Fakul
tät. Auch als Schriftsteller war Bill
roih äußerst fruchibar, und seinen Stu
dien, Beobachtungen und Erfahrungen
verdankt die medizinische Literatur Denk
inäler des Geistes von dauerndem Werthe.
Die Midmau der Weltausstellung
wird en ininiature ui der Presbyteria
nerkirche zu Hastings zum Besten ge
geben. -A.-VtlVlC!l
'Hihest Ilonors World's Fair.'
DU'
Oas pcrfcktcfte.das gemacht lvkd.
ieines Trauben Cremor Tartaripnlk
von Ammoniak, Alaun oder irgend eiu
anderen Verfälschung.
40 2hr lang ad.
CREAM
mum
mwm
Sie lebnoch
Der Piäsident der größten Eilenerz
Grubengesellschast in den Ber. Staaten
wurde von dem Vellrcter eineS schütz
;ollblatteS um fein? Ansichten über die
Wilkunqe der neuen Tarijbill befragt
Natürlich halte das Blatt erwartet, daß
er von der Ueberfchwei.iinuz deS Mark
les mit europäischen uidl eudanischen
Panperertt reden weide statt dessen
aber gab ir folgende sachzemäße Ans
tunft :
Die groß?n Gesellschaflkn, welche in
der Gegend des Oberen Seis nach Etien
erz graben, besitze nicht nut ihre eigenen
sch,sjc, sondern auch ihre Eisenbahnen.
Sie sind deshalb im Stands, das Er; in
irgend einem Hafen der Unsren Seen,
also z. B. in Cleveland der Buffalo,
für ?2.75 die Tonne abiulleterii. i es
können sie thun, obwohl sie für das
Muihungsrecht durchschnittlich 40 Cents
die Tonne zu bezahlen haben, was eine
ganz übermäßige und ungerechtfertigte
.Royally" ist. Spanische? Er; dagegen
kann diesseits auch nach Abzug des Zolles
nicht für weniger als tz3.10 gelufert wer
den, und dazu treten dann noch die Kosten
der Ausladung ans den Schiffen und der
Niseiibahubesorderunq ach dem Innern
Außerdem wird dieses Erz jetzt von den
Getreueichiffen als Ballast herüber
gebracht. Sollte die Nachfrage nach
demselben steigen, so würden die Nheder
sosort regelrechte grachtqebuhren ver
langen, wodurch die Waare entsprechend
verihcuert werden würde. Das cubani
sche Er; wird nur in einiaen pennsylvani-
scheu Hütten verarbeitet, deren Eigene
thürner die Gruben auf der Insel gehö
ren. Auf dem offenen Markte ist es noch
gar nicht erschienen. Von den eanadi
schen Gruben ist vollends kein Milbewcrb
zu iiirchten.
ö?o lautet die Auskunft des Hrnii D
H. Bacon in Ehicago, Präsident der
Minnesota Jron Eompany", die außer
ihren Gruben in der Vermillo und der
Mcsaba Range eine Eisenbahn von 3 50
Meilen Länge und acht große Stahl-
Kampfer betreibt und jährlich zwei Mil
lionen Tonneil Er; fördern lkann. Herr
Baeon meinte lwar ferner, daß die Gru
benacsellschaften bei den jetzigen Preisen
nichts verdienen könnten, doch schob er die
Stockung im Eisengcschäfte keincsweg
auf die Furcht vor der Zollresorm.
Denn da das amerikanische Eisenerz im
Innern der Ver. Staaten noch um 35
Eents wohlfeiler ist, als das spanische an
de Küsten, fo liegt es auf der Hand, daß
es eines Zollschutzes überhaupt nicht be
darf. Sobalo die Nachfrage steigt, wer,
den sich auch die Preise wieder heben, und
dann werden sowohl die Unternehmer!
gewinnste wie die Arbeitslöhne ebenfalls
wieder in die Hohe gehen.
Es wird sich sehr balz herausstellen,
daß auch die anderen amerikanischen In-
dustriezweige, welche durch die Wilson
bill angeblich mit vollständigem Unter-
gange bedroht sind, durch den Freihan
bei" wenig ib'er gar nicht werden gejchä-
digt werden. Die Industrie im Allge
meinen aber wird sicherlich um so mehr
empoiblühen, je größere Freiheit ihr
beim Einkaufe ihrer Rohstoffe eingeräumt
wird. Wie die Silbcrlnite im Westen
jetzt schon zugeben müssen, daß die Ein
stellung der Silberkäiife die vorac!gesag
len schreckliche Folgen keineswegs gehabt
hat, so werden auch die Hochzöllner schon
in wenigen Monaten einräumen müssen,
daß ihre Unh?ilverkündigu,igen weiter
nichts, als ..Buncombe" waren.
Wie ist bttl
Wir bieten einhundert Tollars Belobnuna
fü jeden Fall van Katar, b, nicht duicb
Eiinehinen von Halt'S Katarrh Kur gehe!
wcri'kn knn.
FElsnet, & EcigeiirbToledo. h
Wir, die U"Iecictn,ete,i,chaben F I Cke
ney seit den letzten 15 Jahre gekannt nk
balte ihn für rwllkomnnn ekre.iüast in all,i,
iScschöslvcrbandlU! gen und finanziell br
taliigt, olle von einer ff,rn,a kina-gangenen
Bcrbinctichkeiten z eriülln.
SiZk es ,ruox, lÄrouyanceS Ä)roguten,
Toledo. O.
Äalding.Kmnaned Marvin.Grojzhande's
Trogiüsle, Toledo, O.
Häü's jlaiarrrh Kur wird innerlich genom
en und wirk, bin it auf das Blut und die
ichleimiqcn Obei flächen des Suslcm?. teita-
nisse f ; et versandt.
Berkauik ton allen Apothiern, 75c
Verhandlungen der (5oun-
tl?"I5ommiffare.
5. Feb. 1894.
Der Rath der Coiintu - Eommissare
trat heute zusammen.
Folgender Jahresabschluß des Wege-
aufsehers wurde entgegengenommen:
Jas. oansicke, 3, Olive Brauch.
Die folgenden Rechnungen wurden zu
rückgewiesen:
Lmdcll votel. Verpfleanna des I. .
Farmer, :j,L0.
H. H. Knight, Droschke, S2.
Eilert Schnieder. Kosten im Proick
John Heiskel. 2,75
Die Berichte des Countn Clciks Jl.
D. Woods für das 4. Quartal 1893 und
der Jahresbericht pro 1893 wurde ent-
gegengenomnikn und zu den Akte ge
bracht. In Folae einer Petition wurden die
Nachstellenden Ernennungen vollzogen:
E. H. Griswold. Assessor, 'eorih
Bluff.
I. m. Wllion. Friedensrichter 'West
Oak.
Die folgenden ofsiiiellen Bonds wur
den gutgeheißen:
Columbia National Bank.
C. C. Flansburv. Spccial Eountu-
Richter.
Gco. Pillard, Anffehcr, 1. Buda
I. L. Payne, Friedensrichter, Tenton
A. W. Grin.iell. Aufseher. 4. Liltle
Satt.
S. W. Beardslcri. Friedensrichter.
Stockton.
Thos. Martin. Aufseher. L.West Oak
Die folgende Summe ist susbezahlt
worden und zwar auf den Gencralsond
401.77.
. geb. 1894.
Der Rath der Eounly Commissare in
Sitzung versammelt.
Waaren wurden unter die Armen ver
theilt. Der Rath begab sich nach Liltle Satt,
um die folgenden Landabschatzngcn vor
zunehmen: Roidöstl. des südöstl. ,
See. 19, Town 11, Range 7, lü.ti
per Acker.
7. Feb. 1894.
Der Rath der Eounly Eommissare in
Sitzung.
Der Rath nahm folgende Abschätzung
auf Saline Land vor: Westlich.' z,
nordöstlich der nordöstlichen See. 27, T.
10. R. U, 19.33 per Acker. Nordwc,t
lich der nordöstlichen See. 27, T. 10,
R. , Hl per Acker.
Die folgende Summe wurde ausbe
zahlt uuf den Generalfond ausbezahlt,
tz210.
8. Feb. 1894.
Ter Rath der Eouiiiy Tominifsare in
Sitzung.
Folgende Resolutionen des Eommis
sars F. Bccknian guigeheißen:
Beichlvsseu, daß Laucaster Eounli) sich
aiidurch verpflichtet, tu gangbarer Münze
alle mäßigen Rechnungen zu bezahlen und
zwar für Kleider, Besviderung, Auzga
ben für Beerdigung und andere nolhwen
digen Ausgaben, für welche von Staats
wegen keine Fuisorge getroffen ist, welche
für Earl Kitchen durch ben Superinten
bet des Redraska Instituts für Schwach
sinnige gemacht werben, solange besagter
Earl Kuchen ein Insasse des Instituts
ist oder bs die Legislatur für denselben
sorgt. Sollten die Rechnungen verivor
fen oder zurückgelegt werden, soll die
P 'ison entlassen und zurückgebracht wer
den. I. H. Ä e st c v t t,
Vorsi. bes Rathes der Eo,-Cm.
Attest: J.D.Woods, Elerk.
Der Rath nahm folgende Abschätzung
auf Saline - Ländereien vor: Sudött
der jüsöstl Sec. 29, T. 10, R. 0, s7.33
g Feb. 1894.
Der Rath der County Eommissare in
Sitzung versammelt.
Waaren wurden unter die Armen vcr.
theilt.
10. Feb. 189.;.
Der Ralh der Counly-Comunssare trat
heute zur Sitzung zusammen und machte
crwllliguiig zur Unterstützung der Ar
nun.
Da keine weiteren Geschäfte der Erlcdi-
gung harrten, so vettaqten sich die Eoun-
lli-Eummissare bis Montag, den 12.
Februar 1894.
I H Westcott,
Vors. des Raths der Eo.-Eom
Attest:
I D Woods, Clerk. (Siegel.)
23s Ein Haiisschatz. Unter den vie
le iiiarkischreiciischen Broschüren und
blättern, mit welchen heutzulag; das
Land überschwemmt wird, macht ei
Ichlichtes Blattchen, Der Krankenbote",
eine anerlennungsiveithe Ausnah,ie.
Der Kraiikenbote" wird im Interesse
des bekannten schweizer - deutschen Heil
rniitels, Fomi's Alpeiikräuter-Blntbele-ber,
von Dr. Peter Fahrncy in Ehicago
hcransgegebcn und erweckt durch seine
ernste, einiache Schreibweise das Ver-
trauen der Leser. Das zwvlfseiliqe
Blatt enthalt außer einer Anzahl von
Anerkennungsschreiben volkslyurnlich ge
haltene Abhandlungen über die verschie-
denen Leiden, denen der menschliche Kor
per nnlcrwörfen ist, und nützliche Winkes
wie diese und jene Kran'hcit vermiedet,
oder geheilt werden kann. Es ist in bei
That ein Hausschatz, welcher dem aus
meiksamen Leser manche Dollar an
Dottor- und Apothcker-Rcchiiunq erspa-
ren wird, besonders in der jetzigen ge
undheitsgesahilichc Zeit, wo La Grippe
und Blaitern mit oll' ihren Uebeln in,
Gefolge das Land heimsuchen. Er ladet
ferner Jeden, auch den wenig Bemittel
ten, ein, Guieszn thun. Wie ernst es
oer Herausgeber von Krankrtibote" unt
öigenihuier von Form s Alpenkrauler-
Blulbeleber damit meint, beweisen fol
gende Worte, mit denen er Personen auf
fordert, seine Medizin, die nicht in Apo;
iheken verkauft wird, zu vertreten: Nu
ernste Arbeiter werden verlangt," fchrcibi
Dr. Fahrney. Bitt du daher von dem
Wunsche beseelt, deinen leidenden Mit
menschen Gutes zu thun, und bist du
überzeugt, daß der Eigenthümer und Fa
brisant von Forni's Alpenkränter-Blut.
beleber gewissenhaft und ehrlich zitWcrke
ke geht, so melde dich." Der Kranken
böte" wird frei versandt an Alle, welch,
sich wenden an Dr. Peter Fahrneti, Ehi
cago, Jll.
Suchst Du esckästigun ?
l?ik1p rtnÄifliiMrhrtflt sM(.Törtsi,iif f i i r jei'f.
sche Manncr und Frauen die sich ein gi'tznh.
Ipni'ö enntit t1tr WrTi(tirtS(i tt nntnpn
wollen 475 b s P09 per Monat gara?tiit.
-,taorrcs ourc,, r, azoop. ,o. 1 1 ucain
Straße, Racrne.Wis.
Dkv.uilikttipltlttr.
Warum man jg o''t sich nicht vor sich selbst
ficrtnt V Man nimmt vci,i Racknchi au!
Lkuic, die ninii nicht temit.
Miiiikrle,,, Nalnr tlitilt oebem
Eine ilirct ÖVitn',, zu ;
Selbst der inlmim'ie Wicht t).it ctma?,
Taö, er lies,"' weijj. als du.
Soll die rtvuilit uoiii Ba,n iur faUen,
XfliT e n.cht die 'i'!iHl)c tljliil.
Tie i'd'ii.ic if; cm i)ieöl)iiae3 U:nnch;uci-
oliie jiouf.
Um mit sich ziifiiede'ii ,;u sei, muß man
aiiiui'der jel;v I!g, oder j.ljv dumm )t;u.
!ISa8 ivcanchcr auili immer für Unfu,,, spricht.
!icr Tu nc hält efl 511 (iliiuben jur 'i;flit ;
iiiitraui gibt to für Cjcl'tiidjt. .
L-Fiir irgend eine Sorte wn
Ellcnwmmn
gchct zu
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HcIic IO. und P Strasse
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zu 10 Cents per Elle.
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Kinderschuhe von 1-'2 Tollars per Paar; ferner ein großer Vorrat!)
von Kolonialwaarcn.
rcr Unttrf flt wischen Mudkel
fleisch und Ztättt,
Sötele n'rskn'.öse Männer erliegen Anstrsn
qu,gcii, welche von Leie,, die an vdil isch,r
trast ihnen weit nächtlichen, mit Leichligleit
eit agen würben Dt sieln bedeute 11 cht
immer üliflf'. li ist m der Tvat nicht
sctiwer, naaiziimcitcn. das, tüilstet, n nicht o
lauge leben oker sich U flutet Gcsunkheii
eis cnkk, wie der tröstize Tuichichniiis
meioch, wenn dessen B.iiauung no ch!as
nn,ieölt nnb. wenn dcss,n Nciv,'nllislein ein
in st und w im er keine organische
Nrcmkhei'eaul ge bat Tiese Ersordi kisie
dr loipeilichen Fähigkeit e,w,,bt man sich
auch bei i'lipiiingtich chmachem v'per oder
achscm dersef'e eine alzelirede Krantheir
durchgemacht bat, dur,l den vcftändigcn
Gcvreiuch von üzoilctter's Magen'-ilteiS. bis
bclaniiicn, von den gcw sscnhastesten VI rtrn
emvsohlencn StimulannmittfU. iä schasst
Jlliie zwar k ine Muskeln w,e Corbett'S,
a er es onrchdringt ken öroer mit neuer
!e eiKtta't id fördert die Liege tnä&iateit
und Zu'rSglichleit n3fr tvrpertichen Ber
nittui gen. ES verkü et und tnrirk matsri
Iche und yii reiiieidcn, nnb bcseitisti Tiisvev
iie. (artlei.igk'it, Ledei leiden und llierrö
siiät. Eine vakante Stellung.
Der Fähiidrich O. vom Regiment
S., dein cö weniger a Selbstbewußt
sein als a tteiitttiiisseit fehlt, soll von
dem als Original bckaiiitteit Professor
I. an der Kriegsschule ;it K'. eraminirt
werde.
Nun, ici lieber C," beganit der
Professot', sagen Sie mir ittal, was
ein Stein ist !"
Hm," entgcgiiete der (Gefragte, ein
Stein ist ein tnttder Kvlper."
Zchiin, lieber O., ganz recht, ein
Stein ist ein runder Körper. Nun,
wissen Sie denn auch, was eine Sphäre
ist V-
Zaa-die Erde."
Ganz recht," wiederholte der Pro
fessor, ja, ja die Erde ist ein sphäri
schcr Körper. Nun, sagen ck mal,
sieht denn die Erde still ?"
Net nein, sie dreht sich."
Recht, sie dreht sich. Aber um waö
dreht sie sich denn "'
Um ihre Achse."
Gewiß. Das geht ja ganz schön,
mein lieber-. - D ie Erde ireht ftchnnt
ihrc Achse. Wissen Sie denn mich,
woraus die Erdachse besieht?"
Hm -ich habe es ans der Zunge,
aber"
2o, da,, mir heraus damit, mein
Lieber! Woraus besteht die Erd
achse?" Eisen" kam es etwas unsicher her
aus. Aber, bester die Erdachse kann
doch unmöglich ans Eisen, aus .Guß
eisen sein. Denken Sie doch nur mal
nach, wie spröde Gußeisen ist. Sie
muß doch gewiß anö einer härteren Ma
terie bestehen, und welche das ist. wissen
Sie wohl?"
..Za, ich weiß es ja, aber das ist so
schwer ;it "
Na, mein lieber, haben Sie nur
keine Angst ! Es geht doch ganz gut.
Woraus besteht sie denn ?"
Aus. -BcBc "
Na. aus Be Be mir heraus
damit !"
Ans Be Bessemerstahl !"
Ja. da haben wir eö ja ! Die Erd
achse besteht ans Bessemerstahl, ft
das so schwer heranSznbringen ? Wenn
nun ein sphärifcher Körper sich in
seine eigene Achse dreht, so entsteht
was ?"
Friktion."
Ganz recht. eS entsteht Friklion.
Nun. und um diese Fritlion zu vermin
dcrn, thut man was ?"
Man schmiert die Achse."
Schön, lieber C, Friktion wird
durch Schmieren vermindert. Wissen
Sie min aber auch, wer die Erdachse
schmiert ?"
blickte bei dieser Fraae erstaunt
auf. der Professor aber blieb ernst.
'lch." fuhr er fort, alidiichlia 'ant
Himmel blickend, daö wissen Sie
sicher auch och! Wer schmiert die
i2toaaicr
Daö ist Gott." flüsterte der unalück
liche Eramiuand.
xa iah der Professor ilin mit ver-
schmst-tcin sicheln an und rief :
,co, a, o ivott tchmtert die Erd
achse, teinen Sie? Nein, lieber O..
die stelle ist och frei nd-dic können
c veiontntcn :
mm
Ente b a d i s cl, c Ortschaft i
d c r S ch tv c i . Aus Konstanz schreibt
man der Frkft, Ztg," mit Bezug auf
eine Mittheilung dieses Blattes über
Eine spanische Orlschast in Frank
reich" : Eine gleichen Fall habe wir
hier in Baden. Das badische Dorf
Biisingen ist von allen Seiten durch die
Schweiz eingeschlossen, liegt also mitte
in Schweizergebict. Die nächste schwei
zerische Stadt, Schasshause, liegt drei
Kilometer, das nächste badifchc Dorf,
Gailingen, vier bis fünf Kilometer cnt'
fernt. Dief.'ö ifolirtc Dorf Biifingcn
hat noch den glücklichen ASahmefall,
daß cö außerhalb des deutschen Zollvcr
bände liegt daher von allen Zöllen be
freit ist. In den 4cr Jahren wollte
ein Theil eines hessische Regimentes
welches zur Unterdrückung des' Aus statt
dcS nach Anfingen komniandilt war.
nach dein nächsten Ort Gailingcn mar
fchire, wurde alcr von den inzwischen
zur Grciizbewachting herbeikoinmaudir'
ten auf schwcizcrischein Gebiet befind
lichen schweizerischen Soldaten angehal
ten, weil eben die schweizerische Grenze
passitt werden mußte. Der hessische,
Fiihrcr etivang sich den Durchmarsch,
die Schweizer drückien der Ruhe halber
einfach die Aligc zu und besetzten die
strecke wieder, nachdem die Hessen
dtirchmarschirt waren. In Biisiiige
lebe viele Bauern mit dem hochlüngei!.
den Namcn von Cik. ' ,
W o h ü l a ,i s r r a s A s ch c sind
eine neue Elrnngciischaft der Bau
tcchnik in Deutschland. ' Allerdings hat
man ja schon seit Jahren die Asche für
Ban;ivecke niennigsach verwerthet, zum
Beispiel z Füllungen n. s. 10. uiid auch
wohl ans A?che kleine für leichte Zwi
fchenwände hetgcslcllt. Ei mehrstöckiges
Wohnhaus hat mm Baumeister Wctgiier
in 'iinbnrg a. '. ganz cniS Asche bergen
stellt. Alles ManctUTt't vorn oelcl
aufwärts besteht ohne Ausnahme, ans
Asche und zwar ohne jcdc Sandbei
Mischling, auch bcim Mörtel ichl.
Auch die StockwerloLden werde eben
falls ans einem Afcheugemcuge (anstatt
Hvlzdichtnng) angelegt und sogar das
inprisniuiigr i an) nr irnr nno einer
mir wcniae Eentimeter dimnni. mritri-
festen Gipsschicht. Auch die für den
(byzantinifcheii) iil nothwendige ZUuu
hanetarbeit ist miler Zuliilsenahme von
Brnchschlilt von natürlichem Slein
kam nnlerscheidbar hergestellt. Dies
Verfahren hat offenbar Volkswirt,,
fchaflliche Bedeiitung, da bisher völlig
werihlose Masse von Asche, Schult
und Kies in dicici- Form z Werthen
gemacht werden, bei deren Herstellung
außerdem Arbeiter Beschäftigung finden,
. d r e i ch e I a g d g r ii d e.
, dem sieiherrlich Rolhschild'jchen
Jagdgebiet der Herrschaft chillcrsöorf
in Oberfchlcficn wurden int verflossenen
Jahre -.'i;,.' Stück Wild erlegt, il),
&j Stück Rnyivild und (iL'K) Stück
chademvild und Raubzeug. Von
Nutzwild wurden erlegt : 55, Rche,
0)ir Hase, öK! isliüii'chc, k.v.) Fa
sane, u's t'ifbhiihiiei', 'S.) Schnepfe.
5)42 Stück verschiedcnen Wildes ; von
Säiadknwiid und Raubzeug : 1 Fuchs.
1 Dacho. I -ttiaider. l'l'I Iltisse.' l'.Kil
-omcci. L'N vuiioe, ;','o Tatzen, :k4
Eichhörnche!!. Adler, ic Habichte.
401 Fallen, 7 1 5 EüIc, iö.vs Kiähen,
Elstern mis RniMhcr. 'Sie i'asfe
des Raiibicngs erllart sich aus dem
außerordemiich grofc Wildbestaude
dc? Gebiets, das zu den reichste!, und
bcstgepflegtei! Jagdgebieten von Deutsch
land i:i:d Europa gehört.
W o h l der ö l t e st e ?.'r a tt
Englands war William Hampjon
i Salford, welcher dieser Dagc tut
Aller von l 15, Jahren ans dein Vebe
schied. Er hatte sich selbst auf seinen
Visitenkarten den Titel beigelegt:
Acltesier Unterthan Ihrer Äajeslak
der Königin." Hampson briifletc sich
damit, daß er alo Junge den beriihmlen
Vcisiliche John Wcslct. den Gründer
der Weelehaiiischen Kirche, habe predi
gen hören. Vier Cufcl von ihm foch
ten in der Schlacht bci Waietloo; zivei
seiner Söhne fielen tut Krimkriege.
Der alte Herr wäre jedenfalls noch am
Vcucit, hatte et unlängst nicht einen Un
satt erlitten, an dessen Folgen er
erkrankte, und starb.