Nebraska Staats-Anzeiger. (Lincoln, Nebraska) 1880-1901, February 01, 1894, Image 10

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    Die Hoffers.
Au, dem Ütbm bn iiornatt. en n
ton Andrea.
Jdk Jahr zogen die Hoffer um.
Du Mieihe bezahlten sie immer nur da
rfl Viertel, die andern drei blieben sie
schildig. Daß man sie unter solche
Umstlnden ziehen ließ, geschah um der
8? willen, die mit der Beredtsamkeit
unverschuldete Elend, und dem gelben
Duldergeficht da härteste Hauwirth?
herz zu rühren verstand. In jeder enen
Wohnung wiederholten sie den alten
mrftgriff, bi sie im ganzen Stadt,
viertel al gefährliche Miether verschrieen
waren.
Richt, daß die Leute auf BeKug au,
ginge bewahr! Sie hatten nur nie.
mal Geld.
Im übrigen föbrten die Hoffn ein
anfllerleben die Nachbarn sagten:
eine Zigeunerwirthschaft.
Die Frau stammte au einer wohl,
badenden leinbargerfamilie, sie wollte
in ihr Jugend al SonlertsSngerin be
rühmt aemefen sein. Wo? da verschwieg
fi vorsichtiger Weise. Der Mann, da
al junger Reporter für mehrere Ber
Liner Zeitungen letzten Nanze, hetrathete
st gerade, al er ihr kleine Vermögen
brauchen konnte für eine ZettungSspeku
lation und sie durch irgend eine Unoor
fichtigkeit die Stimme verloren hatte.
Außerdem liebten sie sich und bildeten sich
ein, ein Künstlerxaar von Gotte Gna
den abzugeben.
Solange sie Geld hatten, verstanden
sich ihre Seelen. Sie gaben sich mit
Schwung den großstädtischen Vergnügua.
gen hin und entwickelten dabei eine un.
erwüstliche Genußfähigkeit.
Da ZeitungSunternehmen scheiterte
natürlich, und die Frau sah nicht inen
Pfennig wieder von ihrem Erbtheil; aber
sie tröstete sich leicht darüber hinweg mit
dem .Genie' und der .großen Zukunft"
ihre Manne. Er lieferte politische
Rotizm in Hülle und Fülle Theater,
befxrcchungen, Feuilleton und Ge.
schichten für Jvgendschriflen und
Sonntagsbeilagen. Ein Chefredakteur,
der sich gern mit seinen Schülern"
brüstet, stutzt da schriftstellerische
Talentchen de jungen Hoffer nach sei-,
ner .Schule' und befürwortete e in
Uterarischen Vereinen; sein Name
stand sogar in Kürschner' Literatur
Jtalend! Dabei blieb 8 ein paar
Jhr, dann ging langsam, aber
.sicher, rückwärts. Doch wirklich schlimm
urde e erst, als er sich In dm Kopf
setzt, in modtrn-realiftische Drama zu
schaff. .Ein Kleinigkeit', wie er
den TempelhoferBock-Freunden gelegent
lich auseinandersetzte, .die jeder, der
schreiben kann, heutzutage spielend fertig
bringt I Man muß nur da Theater ken
oen, gut Rerven und da gehörige Bi.
chen moralischer Frechheit haben." Abend
für bend drückte er sich im .Belleal
ticrn" hinter den Kouliffen herum,
kneipte mit einem oder dem andern
Schauspieln bi spät in die Rächt, kam
mit wüstem Kopf nach Haus und schlief
fei an dn nächsten Mittag. Den Rest
be Tage duselt n auf dem plundigrn
- -Sofa in seinem .Arbeitszimmer" bei
'Äner schlechten Zigarre und dem Fünf,
akter eine jungen .Strebsamen" von
der dramatischen Literatur, der sich sei,
ner Kritik anvertraute. Braucht dann
der kleine Paul in paar Pfennig für
Schulheft, oder weigerte der Fleischer
sich länger anzuschreiben, so arbeitete er
tief in seinem dramatischen Konflikt und
geritig kivfcch außer sich, wenn man ihn
m olchir .Lappalien' willen stört.
-&i anre tzrau mochte doch sehen, wie
fi mit dem Fleischer fntig wurde! Ihm
war genug, daß man ihn in Frieden
ltef bet feiner Muse und ihm Mittag
.fa gute Brüh und in Stück Ge
trateneS vorsetzt nicht mehr, al sein
.aufreibende geistig Thätigkeit' rfor
erte. Wer an die nicht recht glaubte,
ar Eis, sein Aeltefte, ine nase.
weist Sechzehnjährig, die, ganz au
der Künstierart geschlagen, nicht von
Schwung hatte, wohl aber ein unübrr.
windliche Abneigung gegen .Pump',
Nnschreiben', und ähnliche künstlerische
Bedürfnisse. Auf siexroar in bedrängten
- Augenblicken nicht zu rechnen !
Dr .Vatr hätt sie gern für das
Theater ausbilden lassen, die Mutter
lieber al Konzerlsängertn; doch Elsa be
stand darauf, weder Talent noch Stimme
zu haben und verschaffte sich eine Frei
stelle im Letteverein, um da Photogra
Thiere zu erlernen.
Einer von de jüngeren .Kollegen'
des Vatn, der sich jeden Sonnabend
zum Thee einstellte, bet welcher Gelegen
heit auch ein Fläschchen Mosel getrunken
und Semmel mit Kaviar gegessen wurde,
macht dem niedlichen Mädchen verliebte
Augen, und al er gerad 'mal inen
Kolportttgt! Roman honorirt bekommen
"hatt, fault r auf in Heirath an.
Aber Eltchen rümpft da NäSchen; sie
hätt ke.ne Luft zu einer Künftlerehe,
wi die ihxtx Eltern. Ein Handwerker,
der fein Familie bei guter, grober Arbeit
redlich rnährt, wär ihr lieber!"
.Klein Krämerseele, du!" sagt Herr
Hoff zu seiner Tochtn; aber er schmun
zelte dabei, denn sie halte ihn eben au
einer peinlichen Verlegenheit geholfen mit
einem funkelnagelneuen Zylinder, ohne
welchen er dem Leichenbegängniß eine
.Kollegen von der Presse' nicht hätte
beiwohnen können.
Sein Frau hatt sich vergeben abge
müht, dem alten neuen Glanz anzubürften
und Form beizubringen, di er im Sofa
- lasten unter allerhand Plundn einge
büßt. In ihrer Noth schickte sie Elfe zu
dem Hulmacher nebenan, um für Geld
und gut Worte eine passende Kopf
bedeckung zu entlehnen auf die Zeit der
feie, lichcn Handlung.
Elfe, mit der Miene eine Menschen,
der ein gute Geschäft gemacht, kam
diesmal nicht, wie sonst bei ähnliche
Aufträgen, mit lenk Hände zurück.
.Da." sagt si und stellt inen
bolzen, schwarzglävzenden Hut aus den
Tisch, .den schenk' ich Dir, Baterl Ich
hab' ihn nämlich gekaust aus Abarbei
ten!"
Und al die Eltern große Augen mach
ten, erklärte sie unbefangen, daß sie mit
der Frau de Hutmachn! in Abkomme
getroffen, ihren kleinen kränkliche Jun.
gen einen Monat lang täglich ein Stünd
chen fxazine zu führen: dafür de schö.
oen Zylindn!
Der kleine Vorfall macht auf Herrn
Hoffn, dn ja hoch üb dem Alltägliche
stand, wenig Eindruck; um so mehr die
Notiz i der .Bosftsche' de nächste
Tag: daß unter de vielen Vertretern d
Litnatur und dn Presse im Gefolge
de Dahingeschiedenen auch der Schrift
stelln Herr Hoff zu bemnke gewesen
wäre.
De nächsten Herbst fand Else durch
die Zeitung eine Stelle al Gehilfin in
einem großen xhotographischen Atelier
mit mem hübschen Gehalt, welche
Herrn Hoffn in den Stand setzte, sorg,
lo über seinem dramatische Konflikt zu
brüten und jeden Sonnabend einen oder
zwei gut Freunde zum Abendessen zu be.
Wirthen.
Daß seine Frau trübe und hohle Au
ge bekam von dem ewigen Malen bei
der Petroleumlampe, daß sie immer gel
ber wurde, immn mehr zusammenfiel
über dem Bng von Ledermappen, den sie
wöchentlich ablieferte. Da merkte er
nicht.
Eine Abend im frühen Winter, al
e stark glattkifte, hatte Elfe sich beim
Retouchiren einign Photographien, die
nothwendiger Weise fertg sein mußten,
verspätet. In dn Haft trippelte sie so
stürmisch den Bürgersteig entlang, daß
si auSglitt und inem vorübergehenden
Herrn beinahe vor di Füße siel. Er be
eilte sich natürlich, ihr aufzuhelfen:
.Haben Sie sich verletzt?'
.Ach nein,' stammelte sie: aber eigent
lich wußt sie e nicht, den der Schreck
und ein stechender Schmerz an irgend
ein Gliede der rechten Seit machte
si ganz verwirrt im Kopfe. Sie suchte
einen Halt an der Gartenmauer, recht im
Licht dn Gaölatnne; da sah der Fremde,
daß die Röthe dn Scham jäh von ihrem
jungen Gesicht schwand und sie seh?
bleiH wurde.
.Soll ich Sie lieber nach Haus be
gleiten?' fragte er theilnehmenb.
Sie schüttelt den Kopf.
.Odn eine Droschke hol?'
.Nein, danke! Ich wohne in der
Bergmaanftraße, keine zehn Minuten
weit "
.Na, dann stützen Sie sich ruhig auf
meinen Arm," sagte r. .Wenn Sie
noch 'mal fallen, so möchte da nicht so
gut ablaufen Wa zittern Sie
so fürchterlich?" fuhr er gutmüthig fort.
.Haben Sie vielleicht Angst oder
Schmerzen?"
Sie hätt mit gutem Gewissen: Bei.
de! sagen können; sie meinte indeß klein
lauter .Schmerze in der Schult
und in der Hüft auch."
Si ging so unsicher, baß er den Arm j
um ihr Taille legt. .Hoffentlich wird
nicht schlimm sein!" bemerkte er ernst
haft, während ihr so jämmerlich zu
Muthe war, daß fi sich nicht 'mal
widersetzen konnt, sondern kraftlos in
der unfreiwillige Umarmung hängen!
blitb.
Cr guckt von der Seite in ihr blasses,
ängstliche Gesicht. Wa sie bei dem
Wett draußen zu suchen gehabt, fragte
er etwas barsch.
Sie wäre Gehilfin in dem großen
photographischen Atelin in dn Jäger
strafe.
.Bei Kartschin?' 1
.iwohl
r
Er brach ab in einem kurzen Lachen'
der Ueberraschung und schaute verwun
dert aus sie nieder. Si wäre wohl
noch sehr jung?
Doch nicht. Siebzehn ööll schon.
.Da haben Sie ja noch ein schöne,
lange Zeit vor sich, um sich Ihr Brot zu
verdienen und die Plackereien des Lebens
zu genießen!" sagt r, und unter seinem
dunklen Bollbart zuckt S halb bitter,
halb mitleidig.
Ob sie denn mit ihrer Stelle zufrieden
wäre?
Freilich! Ein wahre Glück wäre e,
daß sie schon auf eigene Hand sooiel ver
diente, um sich zu kleiden und der Mutter
ein paar Mark in die Wirthschaftskasse
zu geben.
Der Batn wäre wohl todt?
Bewahre Er schriebe für Zei.
tungen. Dabei käme nicht viel heraus
bei dn Schriftstellers überhaupt
nicht!
.Aha " machte er; und dann wollt
r wissen, was denn Kartschin, der In
Haber der photographischen Anstalt in der
Jägerftraße für in Mann wär.
Elf konnt darübn Auskunft nicht
gkben. Sie hättte den .Prinzipal" nie
gesehen, obgleich sie bereits drei Monate
im Geschäft wäre. Der Sekretär enga
girte da Personal und spielte sich als
oberster Letter auf. Im Uebrigen wäre
der ein unangenehmer Kerl; den jungen
Mädchen im Atelier machte er der Reihe
nach den Hof; wenn eine e sich nicht ge
fallen lassen wollte, dann würd rr nie
derttächtig.
.Gegen Sie. zum Beispiel?"
.Na, ja!" rwidnic Eise.
Si hatttn endlich das Hau in der
Bergmannstraße erreicht. Elsa stammelte
einen Dank.
.Wohnen Si unten?"
.Nein vier Treppen. '
Die konnte sie unmöglich allein er.
klettern.
Er hatte recht. Sogar von ihm unter
stützt, wurde s dem armen Kinde so
schwer, daß e fast usammenbrach, al
si auf dem letzten Treppcvflur standen. ;
Er klingelte und la dabei den ö!amen
der Hoffn auf dem Thürschild. Tann
faßte höfttch a seinen Hut: .Gute
Abend, Fräulein gute Besserung!'
Eh man noch öffnete, war schon
nten, auf dn zweiten Treppe.
Al Herr Hoffer vo dem Abenteuer
hörte: sagte er: Else hätte sich wi ine
dumme Gan benommen und nicht wie
ein Mädchen au guter Familie. Sie
hätte den höfliche Fremden hneionöthi.
gm und ihn suche müssen, sie ihren
Eltern vorzustellen.
Diese Nacht schlief Elf recht schlecht.
Sie hatte viel a sich z kühlen mit
nasse Umschläge, und wenn der
Schlummn sie überwältigte, dann
träumt st von Giattti einem fürch
terliche Fall in Unendliche und einem
fremden Man, der fi auffing und mit
in schönen, sympathischen Stimme in
de Schlaf sang.
Den nächste Morgen fand sie sich
pünktlich im Geschäft ein; ab sie hatte
mit der Pfndebaha fahren müssen; die
rechte Seite war ihr ziemlich steif gewor
de, und die rechte Schult schmerzte bei
jeder Bewegung ganz empfindlich.
Sie traf ihr beiden Genossinnen im
Vorzimmer, aufgeregt über in Reuig
keit, die dn Pförtner ihnen unten, frisch
oou der Quelle, übermittelt hatte.
Die große Blonde, in öltre Fräulein,
da Else mit einer kleinen Gönnermiene
zu behandeln pflegte, zupfte ihre Stirn
löckchen vor dem Spiegel zurecht und
schmatzte geheimnißooll:
Da wäre sich 'wa lo. So oft der
Prinzipal sich 'mal blicken ließe, bätte
da 'wag Besondere zu bedeuten. ' Ob
Elf ihn gesehen hätte? Richt? Ra
ste sollt sich nur nicht iu ihn verlieben!
E wäre sonst in hoffnungslos? Fall.
Herr Kartschin hätte in Vnhältniß mit
in Schauspielerin vom ParodieThea
ter, der n sogar eine Equipage geschenkt
haben sollte.
Schon bei dn Arbeit tuschelten die
beide andern noch in einem fort, wäh
rend Elf in groß Beklommenheit
verspürt: wenn jetzt dn Sekretär sie
verklatschte! Si halt ih ein paar,
mal gründlich abfallt lassen. Wenn
der gefürchtet Prinzipal sich unzufrieden
mit ihr Arbeit erklärt
Da steckte der Sekretär wahrhaftig de
Kopf durch die Thürfpalte und grinste
da arm Mädchen schadenfroh an: Herr
Kartschin ließe Fräuleiu Hoffn in sein
Bureau herüb bitten!
,Ra, Hoffnchen, wa haben Sie denn
ausgefressen?' sagte die große Blond,
selber ganz verblüfft, zu dem zitternden
Mädchen, das vor innern Erregung kein
Wort über die Lippen brachte und die
Augen nicht aufzuschlagen wagt. Auch
dann noch nicht, als eö wie ein lektri,
scher Schlag durch ihre Körper fuhr
beim Klänge in frmdbekannten
Stimme, die sie die ganze Nacht im
Traum gehört als die Wintnsonne
goldene Lichtreflere streut auf ihr ge
senkte Köpfchen, und ihr junges Antlitz
erglühte in der Nähe des MavneS, b
in dem hellen Schein am Fenster stand
und sie mit feinen freundlichen Blicken
zu entrZlhfeln sucht.
.Wi geht es Ihnen. Fräulein Hof.
fer? Hat dr kleine Unfall auf dem
Glatteis keine bösen Folgen gehabt?"
0 nein "
.Sie sehen ab ganz verstört au
hoffentlich nicht über die Entdeckung, daß
cS Ihr Prinzipal war, dn Ihnen gestern
Abend den kleinem Dienst leistete?"
.Doch stammelte si ängstlich
und kam sich entsetzlich albern vor.
Er lächelte und schob ihr einen Stuhl
hin ; abr Else verlor all Standhaftig
keit, die schlaflos Nacht hatt sie nervös
gemacht: es flimmerte ihr vor den
Augen, und in ihrer Brust arbeitete irj
heftiger Wkinkrarnpf.
Dann faß sie auf dem Stuhl Herrn
Kartschin dunklen Bart gerade üb sich,
ihr heißes Händchen zitternd in ein
großen, fremden.
.Si haben wahrhaftig Fieber!" sagte
Herr Kartschin. .Ihr Pul laust
Sturmschritt. Warum sind Sie nicht
hübsch zu Hause geblieben? Das Beste
ist schon, Sie steigen gleich in meinen
Wagen und lassen sich von Ihre? Mutter
ein paar Tage pflegen. So geht 3
wirklich nicht."
Was weiter geschah, sie mußte sich ist
spater darauf besinnen, als sie unter
einer warmen Pelzdeck faß und wie eine
große Dame durch die Straßen Bnlins
rollte. Zum Glück merkte sie nicht, daß
ihre Kolleginnen am Fenster die Hälse
reckten und tuschelten:
.Re, so was ! Das kleine, dumme
Ding! Sollte das nicht richtig sein
mit der Schauspielerin vom Parodie
Theater?"
Sie fühlte sich recht elend, den ganzen
Tag, die kleine Elfe I Sie lag regungS
loS, mit geschlossenen Augen, und ihr
Köpfchen brannte und brannte.
Gegen Abend wurde eS bessn. Elfe
trank eine Tass Thee im Bette und
schaute wehmüthig zu, wie ihr Mutter
so emsig an den Ledermappen pinselte.
.Weißt du," sagte sie plötzlich, ,eS
war mein Principal, Herr Kartschin, der
mich gestern Abend nach Hause brachte.
Denke nur, Muttn, er hat mich heute
fortgeschickt in seinem eigenen Wagen.
Ich soll nicht eher wieder komme, bis ich
ganz gesund bin."
Die b.ave Frau äußerte ihre Verwun
derung und Betrübniß : hoffentlich
würde Herr Kartschin ihr nicht die feh
lendin Tage von ihrer Gage abziehen!
DaS that er freilich nicht, aber Elfe
war was anderes in die Krone gefahren.
Sie warf das Geld auf den Tisch und
rief empört : .Da I Wenn eS so fort
geht, dann hat die Herrlichkeit nächstens
ein Ende."
WaS denn wieder loS wäre?
,D Lümmel von Sekretär!" er
eiferte sich da junge Mädchea. Al er
ihr ausgezahlt hätte, in Gegenwart der
andern Gehllfmnm, hätt er mit in
niedntrichtigea Miene gegrinst : .Friu
lein Hoff können auf Zulage rechnen
vielleicht hm! auf eine große Zu
kauft.'
Va! Hoff rieb sich vergnügt die
Hände:
.Du Gan I Merkst Du nicht, daß e,
der reiue Reib ist, wen der dumme Ge
selle Dich utzt? W weih Du machst
am Ende noch Dein Glück bei diesem
Hnr Kartfchia."
.Vater !' rief Elf in hellem Zora.
.Du willst doch wohl, daß ich in recht
schaffen Mädchen bleibe?'
Ra, gewiß I Er, ei deutscher Schrift
steller, wollte e Niemand rathen, da
anzuzweifeln.
Herr Kartschin kam jetzt häufig in
sein Geschält. Else sah ihn fast ,edeS.
mal, wenn auch nur im Vo beigeheu.
Er redete sie nicht wieder a. Trotzdem
klopfte ihr heftig da Herz, und ihr
wurde heiß unter feinem Blick, auch
wenn er sie ganz von weitem traf. Si
mußt dann immer an die Schauspielerin
denken.
Einmal kam er in da Atelier und
musterte die Arbeite der Malnlinnen.
Al er an Else Tisch trat, schielten die
beiden Fräulein neugierig herüber, so daß
Elfe vor Aerg errölhete. Herr Kart,
schin nahm eine große Photographie auf,
die Elfe den au dn Hand gelegt, und
betrachte! sie aufmerksam.
.Sehen Sie, Fräulein Hoff,' sagte
er plötzlich, .hier, auf der linken Wange
ist ein klein Fleck !'
Eis beugte sich vor, sehr beschämt,
daß er etwa zu tadeln gesunden hatte.
Er bezeichnete ihr die Stelle mit dem
Finger; sie faßte nach dem Bilde da
berührten sich ihre Hände. Elfe prallte
zurück, als wär etwas Unerhörte ge
schehen. Er ließ seine Hand ruhig auf
dem Bilde liegen; aber sie zuckte ein
wenig, und al er die Verwirrung de
armen Kinde bemerkte, lächelte er unter
seinem vollen Bart.
Gleich darauf grüßte n höflich und
ging hinaus.
Am End des Monats kündete der
Sekretär den drei Gehilfinnen an, daß
der Prinzipal jeder von ihnen ein Zu
lag von zehn Mark vierteljährlich be
willigt hätte.
.Sie werde sich wohl bei Fräuleiu
Hoffer zu bedanken haben, meine Da
men!" fügte r zweideutig hinzu.
.Sie sind in unvfchämt Mensch! '
rief Else und lief voll Zorn nach Haus.
Hier gab e Zank zwischen den SU
tnn. Frau Hoffn, die einer Augen,
entzündung halber des Abends nicht
mehr an den Mappen arbeiten konnt,
hatt sich schüchtern erkundigt, ob da
Drama im Kopfe ihre Manne ihm
nicht 'mal ein kleine Feuilleton gestat
ten würde? Nächste Woche müßt di
Miethe bezahlt werden, und Elsa hätte
Geld nöthig für einen neuen Winter
anzug. Nuu wettkrt Herr Hoffn
über die .gemeinen Sorgen" des ge
benS. Ach, hätt doch nie gehei,
rathet!
.Wer würde Dich dann versorgt ha
den, Vatn! sagte Elfe, die den Lärm
eine Weil ruhig angehört hatte.
DaS machte ihn erst betroffen, dann
gerührt. Er umarmte Frau und Toch
ter nnd nannte sie fein Schutzengel.
Den nächsten Tag stöbert er in der
königlichen Bibliothek ein Feuilleton zu.
fammen, über Charlotte von Kalb und
ihre unglücklichen Hnzensgeschichtchen
ein zwar nicht mehr euer, aber gang
barer Artikel. Von dem Honorar dafür
trank er eine Flasche Rheinwein extra
und aß im Vorbeigehen ein Dutzend
Austern alles in dem Bewußtsein,
sich wieder 'mal für seine Familie ge
oai zu haben.
Nachher gab er sich von Reitern seinem
dramatischen Konflikt hin und machte
wochenlang keine profane Zeil mehr
druckreif. Inzwischen rückte ein große
Familienfest heran: sein Geburtstag!
Die HofferS überlegten Ine würdige
Fei mit inem Festessen von, etwa
zwölf Gedecken. Batn Hoffer befand
sich in einer freudigen Aufregung, Mut
ter In großer Sorge um das nöthige
Geld.
Endlich wandte sie sich an ihrer Toch
ter: .Sag' ElZchen könntest Du
Herrn Kartschin nicht um Vorschuß bit
ten? nur dies eine Mal."
Elfe wurde ganz bleich, so lehnte sie
sich gegen diese Zumuthung auf:
.Ich kann nicht, Mutter I wahrhaftig
nicht ! Ihn anbetteln ö brächt
mich um vor Scham."
Di Frau seufzte. Nicht l Nun dann,
müßte sie eben die Nacht durch arbeiten;
vielleicht brächte si in paar Dutzend
Mappen fntig.
Sie saß auch wirklich und malte
bunte Blumen auf die Lederwaren, als
alles schon im Hause schlief und Hnr
Hoffer in seinem Bett sanft schnarchte.
Gegen Mitternacht fielen der armen
Frau mit Macht die Augen zu.
.Leg' Dich aus das Sopha, Mutter!"
sagte Else, gleichfalls bleich und müde.
.Ich weck Dich, wenn Du ein halbes
Stündchen geruht haft."
.Ja ab keine Minute länger!'
Fröstelnd sank di Frau auf das abge
nutzte Kanapee, und Else deckte sie zu
mit ihrem eigenen, warmen Winterman
tel.
Aber si hütete sich die Mutter zu
wecken, obgleich eine Stunde nach der
andern verrann. Sie arbeitete in fliege
der Haft für zwei, bis ihr Gestchtche
glühte und sie nichts mehr von Müdig
keit verfpürte.
Als die Mutter erwachte, war eS hel
ler Morgen. Elfe, fertig zum Ausgehen,
trug eben den Kaffee auf.
.Mütterchen," sagte sie fröhlich, .daß
Du die paar Stunden geschlafen haft, ist
mehr werth, als ob wir zwanzig Mark
iaar hier auf dem Tisch hätten. Mit
den Mappen bin ich allein fntig gewor.
den. Hoffentlich bekommst Du gleich
Dein Geld dafür ausbezahlt."
Da bekam sie ab nicht, die arm
Frau ! E war gegen die GefchäftSord
nung, Sonvabknd wmde aukgezahlt
keinen Tag her. Weinend vor Ent
tZuschuvg kam Frau Hoff unverrichtet
Sache heim. Ihr Mann, in geheimer
GeburtStagSstimmung. öffnete ihr selbst
die Thür.
AI er ihr Gesicht sah, flog sein gute
Laune in all Wind. Er begann ihr
Borwürs zu machen, daß sie die Sache
wieder 'mal dumm verfahren hätte. Die
Frau entschuldigte sich; er würd böse,
und in häusliche Szene brach lo.
.Nanu!' rief Paulchen dazwischen,
d mit seinen schmutzige Fingern die
Fenstnscheiben vollschmiert, anstatt seine
Schularbeiteu zu macheu. .Else kommt
ja schon nach Hau. Wa, will die so
früh." , '
In Frau Hoffer Seele flackert in
Hoffnungsftämmchen auf: Geld !
Rein Thränen, Zorn, Berzmeif.
lung !
Eis warf sich schluchzend auf inen
Stuhl. -
Sie ginge nicht mehr in da Atelier.
Sie häte gekündigt.
,D bist wohl verrückt!" rief dn
überraschte Vater.
.Ich bin ein rechtschaffene Mäd
chen und braucht mich von niemand
l beleidigen zu lasse!" versetzte Else
energisch und trocknete ihr Thränen.
,Si habe mir saft in Gesicht ge.
sagt heut, im Geschäft der
Prinzipal Oh! oh! Ob
er mir auch in Equipage schenken
würde?'
Sie ftrampfte vor Zorn mit den
Fußchen, und ihr sanften Augen sun.
kellen wild. Aber tief In ihrem Hn
zen, da that e fürchterlich eh.
Herr Hoff kehrte jetzt den Ehr,
man herau : da also wagt man sei
n Tochter zu bieten? Er würde 'mal
gleich eine schriftlich Beschwert an
Herrn Kartschin verfasse und setner
Tochter glänzend Genugthuung v.
schaffen. Eine Hoff sollt nikmand
ungestraft beleidigen!
Da faßte Else ihn beim Arm und
schaut ih a mit inem Blick so voll
stummer Tragik, daß ihm ine Gänse
haut üb, lief.
.Vater," sagt flr unhumlich ruhig,
.wenn Du in inzige Wort von diesem
Skandal an Herrn Kartschin schreibst,
dann spring ich in den Kanal, verlaß
Dich darauf l"
Run fegt In Sturm durch di Stube
in Gestalt de Herr Hoff, daß die
Schöß de schäbigen Schlafrock sich
blähten und den Staub in den Ecken auf,
wirbelt.
Elf, schnell gefaßt, nahm den Wedel
von dem Nagel hinter der Thür und
sing an abzustäuben und aufzuräumen,
t der haarsträubenden Unordnung de
Wohnzimmn. Ein grenzenlose Ent
muthiguvg trieb ihr von neuem Thränen
in die Augen; sie hatt da Gefühl, als
müßt si dies häuslichen und bürgn,
ltchen Vkommenheit rettungslos zum
Opfer fallen, wenn nicht ein Wunder a
schähe. '
.Da meldet eö sich!" schrie ihr gequöl.
teö, junges Herz auf.
E war ab nur die Thürglocke, die
ibr den wahnsinnigen Jubelruf entlockte.
Doch dann die Stimm draußen
Die Errkgung der Eltern!
.Führe den Hnrn in mein ArbeitS
zimmer, Guftel' rief Herr Hoffer dem
Dienstmädchen zu, während in feinen
schwarzen Rock fuhr und in der Haft die
ausgetretenen Filzschuhe an seinen Füßen
vergaß.
Ein paar athemlose, tödtlich selige
Minuten
.Else!" rief Herr Hoffer großartig
in die Wohnstube: .Komm 'mal gleich
herein. Hnr Kartschin wünscht Deine
Rechtfertigung zu hören."
Sie warf das Köpfchen trotzig in den
Nacken; der tolle Traum von einem
Wunder war verflogen, während sie
ihre Hände wusch in dem Scherben von
einem Waschbecken. Was brauchte ein
Mädchen von Ehre sich klein zu fühlen
vor einem Manne, dn ein Schauspiele,
rin
So trat sie über die Schwelle, bleich
und finster, den Blick feindselig auf den
gefürchtet Prinzipal gerichtet.
.Sie lassen mich wohl bei dieser Auö
einandersetzung allein mit Ihr Tochter,
Herr Hoff?'
.Mit dem größten Vergnügen ! .
Dicht hinter der Thür blieb Herr
Hoffer indeß stehen und lugt neugierig
durch das Schlüsselloch: Unrecht thun
sollte man seinem Kinde aber nicht. Er
wachte und paßte auf!
I dem .Arbeitszimmer" wo am
wenigsten im ganzen Haufe gearbeitet
wurde spielte sich eine merkwürdige
Scene ab, fast wie auf der Bühne.
Herr Kartschin ergriff ohn weitere
die Hände der kleinen Else und redete
eine gute Weile eifrig auf si in.
Schlimm mußt das nicht fein, denn Elfe
widersprach nicht. Sie hatte doch sonst
da Mündchen stets bereit! Ab nun
weinte sie ja nein, fi lächelte und
wurde roih wie ein gekocht Krebs.
Sollten sie sich schon vertragen haben
wa!? Herr Hoff riß den Mund auf
vor dem Schlüsselloch. Dieser Kartschin
faßte seine Eise beim Köpfchen und küßt
sie und küßte so lange, bis das Mädchen
still a sein Brust liegen blieb. Nun
war eS ab genug. Wehe, wenn der
Kartschin leichtfertige Absichten hatte!
Mit einem effektvollen Ruck stieß
Herr Hoffer die Thür auf: .Mein
HerrI deklamirte er.
Ab Herr Kartschin lachte, und feine
Elf im Arm blieb er ruhig stehen in dem
weißen Tageslicht des WinterS, das
breit und flimmernd durch die unsaubnen
Fensterscheiben ftiömle; e war in schö
ml Paar wahihaflig! Und au sch
e, al ob der stattliche Mann da zarte
junge Ding eigen an fein Herz Henom,
men hätte, um e fein Leben lanz za
hegen und zu pflegen.
.Papa Hoffn! Diese süße, kleine,
eigensinnige Else will meine Frau wer
den, damit d Klatsch, welch behaux
tet, ich wäre sterblich verliebt in sie, wie
der 'mal recht behält. Sie haben hos
scntlich nicht dagegen?"
Behüte! Er gab sogar seinen vät
lichen Segen, in dem gute schwarzen
GelegenheitSrock und den plundrlgen
Filzichlurren. Frau Hoff uelnt vor
Freude, und Elfe, im Arme ihrcPrinzi
pal für' Leben, dacht in einem fort:
,E geschehen doch noch Wund so
schöne, große die da H,rz allein
fasse kann."
Wi lang ttutrt di ,,tnl,h,
och?
Sorgfältig Schätzungen von Gelehr
te haben ergeben, daß auch diese Heiz
Mittel nicht in unerschöpflichen Lorräthen
in dem Erdenschooß aufgespeichert ist.
Die Kohlenoorräth erde Voraussicht
lich iu Oeflerreich'Ungarn, Frankreich
und Belgien, und zar nach 500 Jahren,
dann in Großbritannien nach etwa 600
bi 700 Jahren und zuletzt in Deutsch
land nach 800 bi 1000 Jahren aufge,
braucht fein und auch in Amerika dürf
ten die Vorräkh nicht länger al 650
Jahr reichen.
Solche Ausblicke In die Zukunft regen
natürlich zu Rückblicken auf die Ent
deckuug der Steinkohlen an. Entdeckt
wurde di Stkinkohl in grauer Vorzeit
und selbst ihr Verwendung ist dem
Alterthum nicht ganz fremd geblieben.
Theophiaft überliefert un, daß sie schon
vo de Griechen in Ligurie und Eli
gesammelt und al geschätzte Brenn
Material von Schmiede benutzt würde.
Im Reiche der Mitte, in China, soll
ihre Verwendung bi in 3. Jahrhundnt
vor Christ, Geburt nachweisbar fein.
Marco Polo, dn bnühmle Weltreisendc,
fand sie im 13. Jahrhundert schon in
großer Ausdehnung angewandt. In Eng
land scheint auch die Verwendung von
Kohlen aus sehr'frühen Zeiten herzuftam
men. Au dem 9. Jahrhundert wird
über Steinkohlenabbau schon berichtet.
In Deutschland sind an den äußersten
westlichen und nordwestliche Grenzen
bereit im Anfang de 12. Jahrhundert
Steinkohlen gefördert und benutzt wor
den. Zuverlässig weiß man, daß schon
im Jahr 1113 nördlich von Aachen
Steinkohlensörderung stattfand. Die
Entdeckung und Benutzung der Stein
kohle in Belgien fällt t da Jahr 1198.
Die wichtigste Steinkohlen-Ablagerung
Deutschland, Im Ruhrbecken, ist schon
im Jahre 1302 ausgebeutet worden. Der
Abbau des großenKohlengebiraeS zwischen
dem sächsischen Erz und Riesengebirge
soll bereit im 10. Jahrhundert von den
Wenden im Zmickauer-Gebiet betrieben
worden sein nnd reicht wett über di
Mitte de 14. Jahrhundert zurück. DaS
Stadtrecht von Zwickau von 1348 nt
hält bereits Artikel über Anwendung
von Steinkohlen. Ander Nachrichten
au den Jahren 1319 und 1443 beziehen
sich auf de Steinkohlenbergbau Inner
halb der Grafschaft Dortmund, au dem
Jahre 14S0 auf di Gegend bei Maiheim,
au 1466 auf den Wettin Steinkohlen,
Bergbau, aus 1S20 auf den in der Abtei
Werden, aus 1508 auf den bei Osnabrück
und au 1755 auf Dölau Steinkohlen-
Bergbau. Die Anfänge der Steinkohlen
gewinnung im Saargebict reichen zwar
bi zum Beginn des 16. Jahrhundert
zurück, aber erst in der zweiten Hälfte des
1. Jahrhunderts beginnt dort in eigent
lich bergmännische Gewinnung.
Blttzfcuex.
Unter den Hypothesen, wi der Mensch
zur Kenntniß und Fortführung deS
Feuers gelangt sei, steht jene obenan, die
von der Entzündung deS Holzes durch den
Blitz handelt. So wahrscheinlich diese
auch kiinqt, lag (in thalsächlicher Beweis
dafür bis jetzt nicht vor. Run meldet
Walter Hougb, dem wir verschiedene Ab
Handlunge über das Feuermachen bei
Naturvölkern verdanken, nach Professor
Huntingdon, welcher vor Kurzem
aus der Neger RepMik Lide
ria zurückkehrte, daß die GolaS
sich dort nicht der bekannten Hölzer
zum Feuerreiben bedienen, sondern nur
Feuer vom Blitz erzeugt fortpflanzen.
Bei den sehr häufigen Gewitln in
ihrem Lande eilen sie sofort dorthin, wo
der Blitz inen Baum entzündet hat,
fangen daS Feuer auf und entzünde da
mit ihre dauernd unterhaltenen Herd
feuer; nachdem zuvor das alte Feuer
abgelöscht morden ist. Nach Büttikofer
sinZ die GolaS ein sehr scheue, wenig zu
gängige? Negervolk, das am rechten Ufer
dS St. Paulsflusses landeinwärt von
Morovia lebt.
Schweres leiden.
Studiosus A. (seinen Freund em
Mittage noch im Bett sindend): .Ja.
mal ist denn da, am hellen Mittag noch
im Bett? Du wirft doch nicht krank sein?
Haft Du schon einen Arzt gefragt?"
Studiosus B. (wehmüthig), .Ach, mir
kann kein Arzt helfen."
Studiosus A. (schreckt): .Ja, um
GotteSwillen, wa fehlt Dir denn eigent
lich?"
Studiosus B.: .Meine Kleider, die
heute früh der Gerichtsvollzieher geholt
hat."
Im Eifer.
... .Daß Du' nur weißt, Ernst, für
jede unfreundliche Wort, nelcheS Du
mir als Ehemann gibst, mußt Du mir
allemal gleich einen Kuß geben I'
.Geh' ,u, Kind, diese ewige Küsse,
rei wäre Dir bald zuwider!"