Nebraska Staats-Anzeiger. (Lincoln, Nebraska) 1880-1901, November 30, 1893, Image 12

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    Pas Andenken.
Hmr?e tn rnfl Schul,.
Frau von Srncw hatte sich im Theater
vortrefflich unterhalten. ;ie neue vpv
rttit mir reich an gefälligen Melodien.
unb wenn auch die Fabel ein wenig fade
schien, so mmde die junge Frau darüber
SettSftet durch die amüsanten Plauderein,
e Baron Alfred von Werben, der
hinter ihr in der Loge sitzend, sich eifrig
bemShke, sSr die EchmSchea de Libretti
mit seinen eigenen scherzen eria zu
bieten und zugleich seiner schönen Räch,
darin ein menig den Hos zu machen.
Wenn wir sagen .ein wenig', so meinen
wir eigentlich .sehr stark', denn schon
seit Monaten gehöite der Baron zn den
glühendsten Verehrern der anmuihlgen
Dame, und wie er nie eine Gelegenheit
vorübergehen ließ, ihr da deutlich zu
dokumenliren, so hatte er auch an diesem
Abend nicht versäumt, seine launigen
Reden c:i geeigneter Stelle mit allerlei
Belheuerungen und Beschwörungen zu
durchsteckten. Und wenn die gnädige
Frau hatte er schließlich gesagt die
Probe seiner ausrichtigen Zuneigung
trotzdem noch weiter ausdehnen wolle, so
möge sie doch wenigsten zum äußeren
Zeichen ihrer Huld ihn mit einem An
denken, irgend einer Kleinigkeit be
glücken.
Bertha von Arnom hatte zu allem dem
nur gelacht. Ihrem Gatten, einem nicht
mehr jungen und etwas bq emen, aber
vorlrefflichkN Manne, von Herzen zuge,
than. dachte sie gar nicht daran, ihrem
stürmischen Anbeter auch nur die geringste
Gunst zu bezeugen, doch schmeichelten
seine Huldigungen ihrer Eitelkeit, und
außerdem, meinte sie nti sieg, ronme es
ihrem Herrn Gemahl nicht schaden,
wenn er einmal aus seinem schier belei
digenden Phlegma aufgestört würde.
Hatte er doch heute Abend wieder, ob
wohl er feierlichst oersp:ochen. sich späte
ste,s zum zveiien Alle einzufinden, über
Büchern ud Zettungen das Theater
mitammt seiner grau vergessen! ä)asllr
verdiente er sicherlich Strafe, aber ihrem
.Alten', wie sie den Gatten scherzweise
zu nennen pflegte, einen wirklichen Grund
zur Eifersucht zu geben, da fiel ihr nicht
im Traume ein, und so halte sie Denn
auch jetzt, als Baron Alfred von einem
.Andenken' sprach und nicht Übel Luft
i.i haben schien, sich de Fächer? der iun
gen Frau zu bemächtigen, keine andere
Antwort, al daß sie hm mit den zier
lichen Elfcnbeinstäbcheu einen derben
Schlag auf die Hand gab: ,Da haben
Sie Ihr Andenken!'
Das geschah in demselben Moment,
da aus der Bühne der Schlußchor der
Operette angestimmt wurde, und gleich
daraus rauschte die erzürnte Dame, die
Begleitung des verblüfften BaronS kurz
und bestimmt ablehnend, zur rage hin
au. Im Korridor stützte ihr, ganz
außer Athem, der pflichtvergessene 3e
mahl entgegen, sich wegen feiner Zer
streutheit in tausend Entschuldigungen
ergehend, die er noch fortsetzte, als der
Wagen das i oar der Wohnung zuführte.
Sie höite kaum darauf, denn ihre Ge
danken weilten noch bei dem dreisten An
beter, der sie heute durch seine Keckheit
ernstlich verletzt hatte.
Der gute Baron wird zu aufdring
lich!' sagte sie bei sich; .ich werde ihn
nicht mehr empsangen.'
Was aber sind Entschlüsse, besonders
im beweglichen Frauengemüthe? Bereits
am anderen Morgen wurde Bertha von
Arnom ihrer Absicht untreu, und zwar
aus folgendem Grunde. Verdrießlich,
wie sie war, hatte sie am Abend, fh?f
schmerz vorschützend, sich bald in tyre
Zimmer zurückgezogen und begann sich
ihres kostbaren Schmuckes zu entl:digen.
Hierbei nun machte sie die höchst fatale
Entdeckung, daß ihr Armband verschwun
den war, gnade das zierliche, geschmack
volle Armband, das ihr Gemahl ihr zu
ihrem letzten Geburtstage verehrt. Unter
strengem Befehl, dem Hausherrn einst
weilen hiervon nichts mitzutheilen, ließ
sie sofort die Equipage durchsuchen, ohne
daß jedoch da Kleinod zur Stelle ge
schafft wurde, und auch der Diener, den
sie in aller Frühe des anderen Tageö
nach dem Theater schickte, kam mit dem
Bescheide zurück, weder in Loge Nummer
Drei, noch überhaupt im ganzen Hause
sei ein Armband gesunden worden.
Welch' ein trostloser BormittagI Ver
geblich bemüht, über der Lektüre deS
neuesten RomaneS den herben Verlust in
den Hintergrund zu drängen, immer
wieder schlingelte sich durch die Zeilen
deS Buche? der schlanke Reif mit seinen
glitzernden Rubine und Smaragden.
Schier dem Weinen nahe, ruhte die junge
Frau auf ihrer Causeuse, al ihr plötzlich
Baron von Werben, der seine Aufwar
tung zu machen wünsche, gemeldet wurde.
Schon wollte sie den Lästigen abweisen
lassen, da kam ihr der Gedanke, daß der
selbe vielleicht etwas von dem Armband
wiffe oder e gar gefunden habe, und
lebhaft befahl sie, den Besucher hereinzu.
führen.
.Sie haben mein Armband gefun
den!' rief sie ihm entgegen, noch ehe er
ein Wort der Begrüßung vorbrinZen
konnte.
Einen Augenblick stutzte der junge
Mann in fichtlicher Verlegenheit, aber
? gleich darauf erwidere er mit dem
chmachtendften Tone seiner Stimme:
.Ich war s glücklich, meine Gnädigste!'
.Schnell, geben Sie e mir wieder!
O, ich habe so große Sorge darum au
gestanden!'
.Wiedergeben? Nicht also, schönste
Frau 1 Nie wieder soll mich diese
Kleinod verlassen, da mir der Zufall,
nein, die Göttin der Liebe selbst u,
geliefert'.'
.Mein Herr....
.Erinnern Sie sich nicht, gnädige
Frau? Da haben Sie Ihr Andenken!
I lauteten Ihre tloxit. und der Schlag.
der so hart meine Hand traf, hier.
seh? Eie die rothe Marke! löste la
gleich die goldene Fessel, die Ihren zar
tea Arm umschloß.... Jin hab' ich
mein Andenken.'
.Herr Laron,' entgegnete Bertha von
Arvow ernst, .ich muß sehr bitten!' Er
ften habe ich an Sie keine Andenken zu
verschenken, zweiten würde ich dazu nicht
Gegenstände wählen, die ich selbst al,
Angebinde erhalle habe "
Ich weiß e. meine Gnädigste, und
darum segne ich die Gottheit, deren Huld
mir gewahrte, wa Ihre Grausamkeit
mir so hartnäckig verweigerte.'
.Herr Baron, ich befehle Ihnen, mir
augenblicklich nietn Eigenthum zurücktu
geben!'
,E ist nicht mehr Ihr Eigenthum,
sondern da meinige. Niemal werde
ich mich wieder von ihm trennen, und
selbst mit meinem Blute will ich e ver
theidigen!'
Zornig stampfte Frau von Arno mit
dem Fuße auf, zugleich aber lieh sich aus
dem Nebengemache ein Schritt hören.
den sie nur zu gut kannte, e war ihr
Gemahl. .Mit meinem Blute,' hatte
der freche Mensch gesagt, sollte sie um
da verwünschte Armband noch ihren
Gatten ernster Gefahr aussetzen? Mit
gewaltiger Anstrengung bezwäng sie sich,
und als Gustav von Arnow tn's Zimmer
trat, fand er seine Gattin vor dem Käsig
ihre Papageien stehen, dem munteren
Burschen ein Stückchen Zucker reichend,
während Baron Alfred in wohlgesetzten
Worten den Melodienreichthum der gestern
gehörten Operette prie.
Die junge Frau antwortete etwas ein
silbig und zeigte sich auch, nachdem der
Haussreund unter endlosem Wortschwall
Abschied genommen, recht schweigsam,
aber da schob der brave Ehemann aus
den Verlust des Armbandes, von welchem
er nun doch durch die Dienerschaft Kennt
niß erhalten.
.Tröste Dich, mein Liebchen,' sagte
er. .Wir werden die Sache der Polizei
anzeigen, und wenn das auch nichts hilft.
nun, dann raufe ich Dir ein neues spiel
zeug.'
.Nein, nun;" riet ängstlich seine Gab
tin, .nicht der Polizei'! Vielleicht...,
vielleicht habe ich S nur verlegt und
finde eS wieder.'
.Verlegt? Ich denke. Du hattest eS
gestern angeihan?'
Btelletcht irre ich mich voch Ich
werde erst genaue Umschau halten.'
Die arme, kleine Frau, was sollte sie
thun?! Dem Gatten den Vorgang deich
ten? Aber mußte er dann nicht glauben,
daß ein Mann, der flch solche Dreifllg
keit gegenüber einer Dame erlauben
konnte, von dieser ein Recht dazu er
halten hätte? Oder sollte sie den Baron
im Besitze deS Kleinodes lassen? Aber
welchen Mißbrauch konnte der abscheu-
liche Mensch damit treiben! War eS nicht
möglich, da er, das Armband als
Trophäe auswetfeno, sich einer Gunst
rühmte, von der ihm niemals ein Schat
ten zu Theil geworden? Rein, nein, so
würde da Uebel sich noch schlimmer ge
stalten Aber .selbst mit seinem
Blute' würde er da .Andenren' ver
theidiaen. hatte der Baron gesagt. und
diesem Ruchlosen, der vor nichts zurück
schreckte, sollte sich ihr guter, harmloser
Gemahl entgegenstellend
Und so fiel sie denn nach ein paar
Tagen, IS rnov sich gelegentlich er,
kündigte, ob sich da Armband wiederge
funden habe, schluchzend dem erstaunten
Gatten um den Hals und beichtete unter
vielen Thränen, was sie gesündigt. Zn
erst machte Arno ein sehr ernfteS Ge
PAt. aber bald hellte sich feine Miene
wieder auf, und als die Beichte beendigt
war, ließ er soglir ein tHS Lachen
hören.
.Du lachst I' rief die mrge Frau und
starrte ihm entsetzt in'S Gesicht, .Du
lachst, und ich sterbe vor Angst! Mit sei
nem Blute will er....'
.Gemach, Liebchen, gemach!' erwiderte
gelassen Arnow. .Ich habe keine Luft,
mich mit dem Wtnvveutel ernstlich zu ve
fassen, obwohl ihm eine kleine Lektion
nicht schaden könnte. Ruhige Leute, wie
ich, mußt Du wissen, haben eine festere
Land. alS so ein Faselhans. Aber Du
sollst Dein Armband wieder bekommen
ohne ein Tröpfchen Blut. Was indessen
Dein Komödienspiel betrifft, nun, ich
glaube, die Qual der letzten Tage hat
Dich genug bestraft. Aber nicht wahr.
Du versuchst nicht wieder, mich eifersüch
tig zu machen?'
Eine stürmische Umarmung war die
Belohnung des guten ManneS.
Auch Baron Alfred von Werben hatte
die letzten Tage nicht ohne geheime Sorge
verlebt. Jene Art von Rausch, die ihn
erfüllt, als er seinen kecken Streich rnt
S führt, war verflogen, und statt dessen
alte sich ein recht unbelmglicheS Gefühl
eingestellt. Möglich, daß eine Mitthei
lung, die er im Club gehört, daß nämlich
Gustav von Arnom in feinen jüngeren
Jahre ein vorzüglicher Pistolenschütze
gewesen sei und einmal sogar aus krumme
Säbel eine .schöne Abfuhr' zu Wege
gebracht habe, möglich, daß diese Mit
Heilung da Ihrige zu seiner Verftim
mug beigetragen; aber Baron Alfred
war kein Feigling, er hatte sich dieses
Süppleia selber eingebrockt und mußte
eS nun such ausessen.
So war er denn eine Morgens zwar
nicht weniger denn angenehm berührt,
aber auch durchaus nicht überrascht, alS
ihm Herr Gustav von Arnom gemeldet
wurde.
.Meine Frau,' begann der Besucher
nach den übliche HöflichkeiiSbezeugun
gen. .hat mir da ein Histörchen erzählt
von ihrem Armband.'
.Und Sie kommen Rechenschaft von
mir zu fordern. Ich stehe zu Ihrer Diö-
Position, mein Herr. '
.Ich komme, um das Armband zu for
der, Herr Bon' Wie ich annehmen
muß, hat meine Frau vergessen, Sie o
dem Werthe de Schmucke ia Kenntniß
zu setzen. Bei allem Respekt or der
Freundschaft, aber erden zugeben,
daß man Gegenstände, die olle 1500
Mark gekostet haben, nicht al andenken
verschenkt. Den Preis muß ich schon
am Besten wiffe, da ich selber da Ding
gerauft, übrigen gar nicht zu theuer,
denn ti sind sehr schöne, kleine Steine
daran. Um ein Andenke solle Tie ln
dessen nicht kommen, Herr Baron! Hier
hab' ich Ihnen al Ersatz in Paar Sache
mitgebracht, die sich vorzüglich dazu eiz
nen: Ein Llumenbouquet, recht hübsch
getreckiet, nicht wahr? El Fächer, die
Elsenbkinschaale ist nur venig Iioirt.
Ein Handschuh; daß der Diumen fehlt,
wird Ihnen ntchl machen, den trag ich,
wie Sie sehen, hier an einem schlimmen
Finger, o, nun habe te die Au
wähl, aber erst da Armband, wenn ich
bitten darf! Ah! da ist ti schon! Nicht im
Geringsten beschädigt, wie ich feierlich
konftatire. Wie? Ihnen wird die Wahl
schwer zwischen den neiten Sachelchen?
Nun, überlege Sie sich', oder, noch
besser, behalten Sie alle drei! Adieu
moa eher, adieu. Meine Frau hält mit
dem Wagen vor der Thür.
Ja halber Erstarrung blieb Baron
Alfred, der flch vergeben bemüht hatte,
den Redestrom seines Besuchers zu unter,
brechen, zurück. Räch einer Weile sich
aufraffend, warf er einen wilden Blick
nach der Thür, als wollte er dem Ander
nachstürzen; aber er bezwäng sich und
schritt einige Male heftig im Zimmer auf
und ab. Da siel sein Blick aus die drei
.Andenken', und mit einem gräulichen
Fluche warf er sie in da lodernde Ka
mtnfeuer, erst die vertrockneten Blumen,
dann den zerbrochenen Fächer, schließlich
den verstümmelten Handschuh.
Zu derselben Zeit, da der Rauch diese
Autodafes gen Himmel stieg, fuhr eine
elegante Equipage, worin eine junge
Frau und ein behäbiger Herr, durch die
von der Wtntersonne bestrahlte Stege
all. ES mußte eine sehr lustige Ge
schichte sein, welche der Herr feiner schö
nen Nachbarin erzählte, denn dieselbe
ließ aus ihren rosigen Lippen auf einmal
ein so helleö Lachen erschallen, daß eine
Schaar Spatzen, welche sich friedlich auf
dem vereinsamten Wege sonnte, er
schrocken in das kahle Geäst deS Thier
gartenS flog.
Prinz anfarinst.
AuZ b?r Jugend einer berühmten Dichterin
von Smk MontanuS.
Am 13. November 1807 hatte der Pa
riser .Moniteur' der Welt verkündet:
.DaS HauS Braganza hat aufgehört zu
regieren, allem vieler Fall der tn Por
tugal regierenden Dynastie und die Be
fitznahnle deS Landes durch die Schaaren
Napoleons unter Marschall Junot sollten
nur vag Borsptel zu einem politisch
militärischen Drama in Spanien bilden.
daS mit einer ähnlichen Katastrophe für
da bourbonische KontgshauS in Madrid
ndtgte.
Die Zustände an diesem Hofe waren
derartig, daß man sich in die Zeiten der
größte Berworsenheit der römischen und
byzantinischen Kaisergeschichte zurückoer
fetzt glauben konnte: ein schwachsinniger
Monarch, den eine sittenlose Gemahlin
im Bunde mit ihrem lasterhaften Günst
ling, dem berüchtigten .Friedensfürsten'
Godgy, vollständig beherrschte, und ein
Kronprinz von zwar finsterem und ver
schlossenen Charakter, den aber die Menge
auS Haß gegen das Günstlingsregiment
mit Sympathien überhäufte, während
die eigene Mutter ihn haßt und mit
allen Mitteln vom Throne fern zu halten
suchte.
Diese unwürdigen Verhältnisse schie
nen den nach fremden Ländern lüsternen
Imperator an der Seine förmlich zur
Einmischung aufzufordern, zumal da
nicht nur der Friedensfürst und seine An
Hanger um feine Gunst buhlten, sondern
auch der Kronprinz sich in seinen Siutz
flüchtete. Im Februar 1803 wurde Mu
rat angewiesen, sich als Napoleons Gene
ralstatlhalter nach Spanien zu begebe,
Karl IV. dankte ab und fein Sohn wurde
als Ferdinand VII. inmitten eine allge
meinen Freudentaumels zumKöntge au
gerufen. Das war aber nicht Napoleon
Meinung gewesen; Murat besetzte Ma
drid, ohne den neuen König anzuerkennen,
und dann führte der verschlagene Korse
selbst in Bayonne jenes Gaukel und In
triguenspiel auf, daS selbst in feiner Ge
schichte nicht seines Gleichen hat. Er
betrog den Sohn wie den Vater um den
Thron, worüber es in Madrid zu einem
Volksaufstand und blutigen Straßen
kämpfen kam, die erst ihr Ende fanden,
nachdem der Oberkommandant die Puerto
del Sol mit mehreren Regimentern be
setzen und ein Kartätschen un Gewehr
feuer eröffnen ließ, das mehr als taufend
Bürger niederschmetterte.
Die Ruhe deS Grabes herrschte in den
Straße von Madrid am 3. Mai, als
Murat in das königliche Schloß übersie
dclte, im Stillen hoffend, daß er berufen
sei, der Nachfolger Ferdinands VII. zu
erden, wahrend Napoleon bereits ent
schlössen war, seinen Bruder Joseph zum
König von Spanien zu machen.
Der 1764 unter Karl 111. vollendete
Palacio real in Madrid, dessen Bau
gegen achtzig Millionen verschlungen
haben soll, ist groß, aber nicht großartig.
Die vier fast gleichen Fagaden, deren an
geheure Flächen von Fenstern durch
brachen find, haben eine ermüdende Ein
örmigkett, und auch im Innern enthalten
die unabsehbaren Reihen von Prachtge
mächern doch wenig SehevZmertheS.
Ja einem der prunkvollsten Raume
aß Joachim Murat. der GaftwirthSsohn
au Baftide bei CahorS, jetzt Großher
zog, kaiserlicher Prinz und Generalstatt
Halter, an einem Schreibtische, um eine
Depesche für seine kaiserlichen Schwager
abzufassen.
Er meldete ihm darin, daß die Empö
ruvg niedergeschlagen sei, daß auch der
letzte noch in der Hauptstadt befindlich
Bonrbon, der Jnfant Don Antonio,
j'tzt seine Abschied al Präsident der
Reglervngkjunta genommen habe und
außer Lande gegangen sei, und daß er
Murat an feme Stelle all Bor
sitzender der Junta und Statthalter de
König Karl IV. getreten sei.
Der kühne Reitergeneral, der phanta
ftische Held, welcher nach dem Ausdruck
eine GeschichlSschrelber etwa von Feld
herrngenie mit der Erscheinung eine
großartigen Kunstreiter i sich ver
einigte, war heule, obgleich er die Auf
gaben, welche Napoleon ihm gestellt,
glänzend gelöst hatte, ersichtlich übler
Laune. War vielleicht von Bayonne her
au der Umgebung de Kaiser etwa
von dessen Plänen bezüglich der Be
setzung de spanischen Throne zu dem
ehrgeizigen Gatten Karoline Bonaparte's
gedrungen ,
Plötzlich hörte er zu schreiben auf und
rres: .Kapitän Dupin!' Al Niemand
antwortete, schaute er sich mit gerunzelter
Wlirn um, ubeiflog die Gruppe von
Offizieren, die seiner Befehle harrend
im Gemach standen, mit den Augen und
fragte dann: ,WaS, ist der Kapitän nicht
hier?"
Sofort stürzten mehrere feiner Käme
rasen hinaus, um den Vermißten zu
suchen, und etwa fünf Minuten daran
trat der Kapitän, ein Mann von etwa
dreißig Jahren und eine echt militärische
stattliche Erscheinung ein.
Murat empfing ihn höchst ungnädig,
obwohl Dupin bisher stets sein Liebling
gewesen war.
.Wo steckten Sie denn, Kapitän?'
herrschte er seinen Adjutanten an. Der
Offizier befand sich in sichtlicher Berwir,
rung, währerd er entgegnete:
.Ich war im Palast, mein Fürst.'
.DaS ist nicht genügend. Sie sollen
hier, bei mir sein. Aber schon seit einig
Zeit finde ich Wie durchaus zu Ihren Un,
gunften verändert. Sie sind unaufmerk,
(am, zerstreut, gar nicht mehr der alte,
was steckt dahinter'
.Verzeihung, kaiserliche Hoheit. eS
sind Familienangelegenheiten, die mich
Beunruhigen.
.Diese Familienangelegenheiten schei
nen oben unter dem Dach deS Palastes
ihren Sitz zu haben, denn man hat Sie
mehrfach dort in den Korridors gefunden.
tfch liebe jedoch keine Geheimnisse, Ka,
pitän, verstehen Sie mich?'
Der Offizier wurde abwechselnd roth
und blaß; so streng hatte Murat noch
nie zu ihm gesprochen, und um in dem
Gemüthe seines Gebieters nicht irgend
welchen schlimmen Argwohn aufkeimen
zu lassen, entschloß er sich zu einem Ge
slsovntsz.
Ich habe mein Kind mein vieriäh
riges ino sei mir," stotterte er.
Der Fürst fuhr unwillig auf. .Ein
Kind in diesem Alter! Was soll das hier,
wo zeden Augenvitc! neue Ausstaube los
brechen können?'
Ich werbe das Kind zurückschicken.
wenn eS sein muß,' murmelte der Adju
tant mederge chlagen.
Nein, daS geht in diesen Seiten auch
nicht; lasten Wie eS also nur. wo es ist,
Aber daß eS mir niemals vor die Augen
kommt, hören Sie wohl? Und daß vor
allen Dingen feine Auwesenheit niemals
wieder Veranlassung wird, daß Sie Ihre
Pflicht vernachlässigen. Das wäre schön,
und wohin sollte eS mit der Disziplin
kommen, wenn jeder von uns seine ganze
Nachkommenschaft mit inS Feld schleppen
wollte!'
Damit drehte er dem wie iederge
schmettert dastehenden Kapitän in Hellem
Zorne den Rücken. WaS würde er wohl
erst gesagt haben, hätte er geahnt, daß
Maurice Dupin da oben tn einer Man
färbe de königlichen Palastes nicht allein
sein Kind, sondern auch dessen Mutter
verbarg? Diese, die Tochter eine Pa
riser Bogelhändlcrs, welche der junge
Offizier gegen den Willen seiner höchst
aristokratisch gesinnten Mutter geheira
thet, hatte die Trennung von ihrem innig
geliebten Gatten nicht länger ertragen
können und war ihm, ohne vorher etwas
davon verlauten zu lassen, unter tausend
Mühseligkeiten und Gefahren mit ihrem
Kinde tn daS feindliche Land gefolgt.
Die Reise von Paris nach Madrid im
Wagen hatte einen ganzen Monat ge
dauert, dann aber hatte die junge Frau
glücklich ihren Mann gesunden, der nicht
die Kraft besaß, sie und daS Kind wieder
fortzuschicken, sondern beide in den Man
färben des Palastes untrebrachte, wo es
nicht an Platz fehlte.
Eine Woche war etwa verflossen, und
noch immer grollte Murat feinem Ordon
naruosfizier, wie dieser leicht auS dem
Tone erkennen konnte, indem er ihm
feine Befehle ertheilte. tiint schönen
Morgen oder, als der tturst unter der
Einwirkung irgend einer günstigen Räch
richt besonders guter Laune schien, fragte
er plötzlich den Kapitän:
.Nun. was macht Ihr Kind? Kann
man eS nicht einmal sehen?'
Gewiß, kaiserliche Hoheit, ich werde
eS holen, wenn Sie es erlauben.'
Eine Weile daraus kehrte Kapitän
Dupin mit einem reizenden kleinen Sol
baten an der Hand zurück; der Kleine
trug die Paradeuniform der Murat'fchen
Reiter, die ihm ganz allerliebst stand;
ein Miniatursäbel hing an seiner Seite
hernieder und schlug gegen die rothen
Marequinftiefel. Der Kapitän hatte in
der Voraussicht, daß das Kind doch frü
her oder später seinem Gebieter vor die
Augen kommen werde, ihm diese Uniform
machen lassen, um vorkommenden Falls
den Fürsten dadurch möglichst günstig zu
stimmen.
Er sollte flch in dieser Berechnung
auch nicht getäuscht haben; Murat war
ganz entzückt von dem Kleinen, ersetzte
ihn auf seine Schooh. liebkoste ih uud
sagte endlich:
.Nun. wackle nur in;
sollst Du später auch mein Adjutant wer
de Und Mit mir i' Sein lieb "
Ach ja, Prinz ganfarinet, da wäre
,qon!' aniworieie ver zukitnsttge Adiu
tant lebhaft.
Murat Züge überflog eine helle
Röthe. .Prinz ganfarinet. wa bedeu
tet da?' Er war sehr argwöhnisch und
giauie, ourq vtest Zufall vielleicht
eine ihm von seinen Feinden und Nei.
der beigelegte Spitzname entdeckt zu
haben.
.Warum nanntest Du mich Prinz
rr c i r . . ' 3
tfanTarinnf- forschte er.
.So heißt ja der Prinz in dem schönen
mt-i.. ' . s - 0 . , , 1 -
artuicnoiicoe, Beicg mir Die Grog
mama schenkt bat. ff flnh ,,ck nr
der darin: er ist immer der Allkrtckünit,
und sieht gerade au wie Du!'
ttt. et. CCS i in thr frnf AfTTistff
für mich, nun mußt Du mir aber auch
,agen, wie yetszest ,'
Aurora.'
.Prinzessin Aurora? DaS ist auch
r 1 . : cmr m . . . .
vyl cm Lxarcyenname, renn so heißt
doch kein kleiner Junge!'
.Aber ich bin ja auch kein Junge
,a bin ein verkleidete Mldchen, frage
nur Mama!'
Trotz aller verzweifelten Winke de
vupas, ver ieinem Gevltler gar nicht
mit einem Mädchen vor die Augen zu
rommen gewagt halte, war da Gehlim
niß also oerralben. wa Murat ahrr im.
gemeinen Spaß zu machen schien. Er
ronnre gar nicht muvk werden, mit der
Kleinen zu scherzen und ihr zuzuhören,
wie sie ihm in der drolligsten Weise alle
iotc aieucaiKnieiirr frislhiti ,
mie sie und die Mama in dem großen
zagen, in dem ste von Pari gekommen
cicn. einmal in um lunrtnaen etnrm inä
rett beatanet seien und bann hrr !?sf,n
oen onigin, wie n einer yeroerge 0er
Wirtd und die Wiriki bei Nackt ein
Schwein geschlachtet, während die Mama
eiurcaiei vaoe. man ermarve ,,n
Menschen, und dergleichen mehr.
raqeivo wanoie sich Murat dann an
den Kaoitän. indem er äuberst nZkia
sagte: Ich hoffe, Sie werden mich nun
- r. o n ' .
uuuf qrer grau vorstellen, vas hier
ist ein reizendes UtiutH (ScffTif- fi
besitzt wirklich schon Geist und erzählt
mir einer reoyasiigrell uno einer Phan
tasie, die für ihr Alter ganz erstaunlich
,n. s lyur mir ikiv, vag mlr l ihr
ein zukünftiger Adjutant tntneht hrr nn
miß seinem Prinzen Fansarinet muthig
uoerauym gesvigr sein wurde, der eS
sollte ttli aar nickt nunhn-n ninn
Frankreich statt dessen in ihr eines Tage
eine zweire grau v. lael erhielte.
Aurora Duvi. loäter Madam Duk,-
vant, ist wohl noch mehr geworden, setzt
i. uieanai turnn. Dem mir mi-ipii mn
r!ckt verdanken. ixnn fit ist feinr 9in
hilf rt 1 9 nmi -i m Vi ft.AMlp.iia ..si.
vvfc, viwil vmtv, JjlVtyC
jityicun.
Ihr Vater brachte eS bis zum Ober
sten und kam dann durch einen Sturz
vom Wkerde um' 9thm- Murat rnnrh
am 13. Dftnfier 1NI5 im KcklnS Ni,n
erkckoNen. nackdenr da ,I?riknn,r,ckt ht
i n r ün "7
Erkönig von Neapel als Usurpator zum
o- .1. . At.ITX L.ll.
4,00c Dciutiqeiti yaue.
Kcklakibkii'i nnn iPnünnt nhrr
erzählte voch in späteren Jahren, ÄbendS
ft f r r?i t ir r- t
am aminieuer siyeno, igren greunsen
gern die Geschichte vom Prinzen Fan
armer.
Sin echter Gourmand.
Einer der leidenschaftlichsten Liebhaber
des Spargels war wohl Fontenelle, der
als fruchtbarer Schriftsteller bekannte
Nesse EorueiScS. Fontenelle, der 1737
als hundertjähriger Mann starb, schrieb
in hoheS Alter geradezu der gründlichen
Spargelknr zu, die er alle Frühjahre
durchgeführt habe. Nicht minder gern
aß nun daö allen Feinschmeckern so hoch
willkommene Gemüse der mit Fontenelle
befreundete Kardinal Erzbischof Du
boiS, und die beiden hätten ihrer Lust
wohl gemeinschaftlich fröhnen können,
wenn dem nicht hindernd entgegen gestan
den hätte, daß Fontenelle seinen Spargel
in Essig und Oel, Dubais aber mit
weißer Sauce zu essen liebte.
Eine TaaeS im Frühjahr hatte die
Schriftstellerin Madame d Tencin
Mutter d AlemdertS) die beiden Freunde
zu Tisch geladen, ES gab den ersten
Spargel, und da die Dame den Geschmack
der Herren kannte, so hatt: sie dem Koch
Jean den Befehl gegeben, von dem
Spargel die eine Hälfte mit Essig und
Oel, die andere mit weißer Sauce zuzu
bereit.
Fontenelle hatte flch zuerst zum Essen
eingefunden und hatte auch bereits er
ahrcv, wie e bezüglich deraupt che.
deS Spargel, gehalten werden sollte.
Man wartete nur noch auf den Kardi
nal. Statt seiner aber kam plötzlich
die Nachricht, daß der Kardinal einen
Schlaganfall bekommen habe und todt sei.
.Todt!' rief alles voll schrecken.
.Todt!' rief auch Fontenelle; dann
ügte er bei: ,Jit es der auch war i'
reider kann kein gwetsel darüber de
stehen,' erwiderte der Ueberbringer der
Nachricht. .Dann kann er also auch
nicht zum Essen kommen?' .Natürlich
nicht,' war die Antwort.
Da machte Fontenelle einen atz an
die Thür, riß sie auf und schrie, so laut
er konnte, nach der Küche hin: .Jean,
den ganzen Spargel mit Essig und
Oel!' Und wirklich, der Gegenbefehl
kam noch rechtzeitig.
Prenbische Witze.
Der General v. Bettow, einer der
alten Krieger de großen Friedrich, der
einen königlichen Herrn uverledte, de
and sich an der Tatet de Nacdsolger
desselben, Friedrich Wilhelm II. Die
Rede kam auf den leichtsiießenden Witz
der Franzosen, und ei hochaeftellter
Schöngeist wollte behaupten, daß der
Deutsche und zunial der Preuße Im Ver
gleich zu anderen Nationen aus seinen
Witz eben nicht stolz sei könne.
.Mit Verlaub.' nahm General
Belto laut da, Woit. .dieser Ansicht
möchte ich wiednsprechen, Durchlaucht'
ich allein kenne drei preußische Witze, die
wohl kein Anderer so leicht nachmache
kann.
.Nennen!' befahl der König in seiner
kurzen Weise.
.Wohl. Eure Majestät. shr vettvw
fort, .der erste heißt Mollwitz, wo König
Friedrich den eisten Sieg gewann, der
zweite Bunzelwitz, wo wir die Russe
schlugen, und der dritte' seine Hand
wie aus einen ehrwürdigen Greis am
Ende der Tafel .da, ist unser Pritt.
mih, der seinem königlichen Her, bei
KunerSdsrf da Leben rettete.'
Alle schwieg, der Monarch aker hob
sichtlich ergriffen da Gla. .Ihr habt
Recht,' sagte er. .da, sind Witze die
in der Geschichte verzeichnet werden.
Stoßen wir an auf diese preußische
Witze.'
akMaho' erphischeent.
iss
Ich habe vielfach Gelegenheit ge
habt,' schreibt ein Freund an den Redak
teur der .World', .während der letzten
10 oder 12 Jahre mit Marfchall Mac
Mahon zu verkehren. Obgleich nicht ohne
Intelligenz und Humor, war er doch in
Bezug auf einige Dinae lckleckt untr.
richtet. Als Rocheford von NeuCale-
oonicn entwich und feinen Weg nach
Melbourne der Sidnev mackte. knat.
der Marschall, der damals Präsident der
Republik war, zu einem feiner Minister:
da ist schlimm. Wir müssen an die
Regierung der Vereinigten Staaten tele
gravbiren und sebcn. ob wir ihn nickt
ausgeliefert bekommen können. Der ge
neue manuel d'Harcourt, fein Pitoat
kekretär. flüsterte ihm zu: Aormioar I
älareclrall, Melbourne ist in Australien
vicdt in den Vereinigten fötantra
Der Mar schall, erstaunt über eine solche
llmissenhett seine Sekretär, r,ef ou:
lo diable d'llarcourt, il sait tou.
( O Teufelskerl v'Sarcourt meik dock
Alles!')
Outta.
Ot. - : T - ' r i .i r i . i
j" y-witi tjinpqi Iieai uuiio, OK
Hauptstadt von Ecuador, einzig auf der
mot oa: ,,e liegt zum .heil aus der
nördlichen, zum Theil auf der südlichen
Halbkugel ein Vorzug den il kl
anderer Ort streitig machen kan. In
Quito geht die Sonne da ganze Jahr
über Punkt sechs Uhr auf und Punkt
sechs Uhr unter. Man kann dort gelroft
oeraesien. leine Ubr aukiuiikb, nk
braucht dennoch nach keinem Regulator
zu seyen, oenn diesen ersetzt die Sonne
durch ihren unverändert abschließende
Himmelsbngcn, Außerdem erkennt ma
an dem Mangel jedes Schaltens eine
lothrecht stehenden Stabes, daß es genau
Mittag ist. Das stimmt heilick all.
nur dann, wenn die guten Quitoner
nichts von der mittleren büraerlicke
Zeit wissen; denn diese trifft nur vier,
mal im Jahre mit der Sonnenzelt über
ein; 3(31 Tage im Jahre aber ist sie der
letzteren stet mehr oder weniger or oder
nach.
Enfant terrible!
Der öerr Ratb Müller bat tini
Eolleaen zum Mittagessen oelade. Ma
ist bei Kaffee und Liqueur angelangt, al
der Sohn de Hause, der kleine Fritz,
den Gästen voraefübrt wird. Ptvlrntn
und ohne ein Wort zu reden veti achtet
jjru vie iremoen Herren, wahrend der
crr Rath, ob der fcomeimelbaften Ztabe,
rungen über seinen Sohn, wohlgefällig
ein Gias riqueur teert. a plötzlich
bricht der kleine Fritz da Schweige und
sagt: .Aber Pava. warum trink D
denn heute nicht auch an der
& i ,qe"
Kindliche Naivetät.
.Siehst Du. lieber Mann. Dn kalltk
doch, schon der Ersparniß halber, Jäger,
yrmven rragen i-
.Aber, Emilie, Du weißt doch, daß
dieselben die ersten drei Tage so
jucken! Da kann ich nicht auS
stehen!'
Minnchen (sich darein mischend):
Aber. Pava. da mnkt Du da fvmh
halt die ersten drei Tage nicht
anziehen!'
Angenehme AnfkIZrung.
Kübrer' Geben KI, nntilUii.n.
ist vor vielen Jahren ein Reisender
leinen, guyrer nuntergeworsen worden!"
mei,enver: .Aus weichem Grunde'
Zxübrer: ,WaS melb ick r mivH
ihm halt auch von dem ausbkdnn,
Lohn haben abzwacken wollen, wie S i e '
, rllv prooiil yuoen l
3 erfreut.
... Also acht Kinder haben Sie
jetzt, Herr Professor? Al ich Sie i
früheren Jahren 'mal besuchte, wäre'
wohl noch nicht so viel'?'
,Das mag sein., aber unter vier
sind'S nie gewesen!'
Anzüglich.
Pfarrer s,um fförsteri:
ten Ihrem Sobne einen SSanslthrtr (
Latein und Griechisch? Ich hätte gedacht,
im Latein könnten Sie ihm selbst ganz
gui nlllzyeisen !
Zu viel verlangt.
.Wissen Sie nicht, daß Sie mich ,u
giüßen haben?'
.Verzeihen Sie. Herr Lehrer, icb bin
kurzsichtig I'
,Dann hätten Sie einfach näber kam.
men sollen!'